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tracks

Alice the Jabberwocky Slayer?

High expectations: Was für ein Zusammenprall! Johnny Depp als Hutmacher und Helena Bonham Carter als die Rote Königin in Tim Burtons Expansion-Pack zu “Alice im Wunderland”, Titelrolle auch noch gespielt von Mia Wasikowska, der Chaya Dziencielsky aus “Defiance“.


Mia/Chaya übt Partisanenkampf gegen Antisemiten

Überdies mein erster Film mit 3D-Brille auf der Nase. Doch dann gibt’s neben dem einen oder anderen Augenschmaus wie etwa dem sprichwörtlichen Absturz in den Kaninchenbau vor allem Enttäuschungen. Der Plot ist nirgendwo rätselhaft oder wunderbar wie Carrolls Erzählungen und kaum etwas vom Film hat ähnliche Aussichten darauf, einmal so liebe- wie wirkungsvoll zitiert zu werden wie der Kaninchenbau in The Matrix oder der wahrnehmungsverändernde Pilz bei Jefferson Airplane. Und das war offenbar so beabsichtigt: “Burton said the original Wonderland story was always about a girl wandering around from one weird character to another and he never felt a connection emotionally, so he wanted to make it feel more like a story than a series of events.”

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Filmlektüre: Was tun? Über Bedingungen und Möglichkeiten linker Politik und Gesellschaftskritik. Der konkret Kongress.

Am Sonntag, den 7.März schauen wir uns gemeinsam den Film “Was tun? Über Bedingungen und Möglichkeiten linker Politik und Gesellschaftskritik. Der konkret Kongress” an und wollen über die Relevanz der im Film verhandelten Themen für heutige Debatten diskutieren. Los geht es um 18 Uhr im Institut für vergleichende Irrelevanz (IVI), der Besuch der Filmvorführung lässt sich also hervorragend mit dem IVI-Brunch ab 13 Uhr verknüpfen.

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“einfach nichts tun”

liars: scissor

Berlinale-Review:

Yair Quedar hat eine Menge Material zusammengetragen und dokumentiert die kurze aber revolutionäre Schwulenbewegung Israels zwischen den 80er Jahren und 1998, wobei hier korrigiert werden muss, dass es sich um die Bewegung in Tel Aviv handelt. Sc…

Berlinale-Review:

Die Eule als ein gemütlich wirkendes Tier, das Ruhe und Besonnenheit auszustrahlen in der Lage ist, steht als Metapher über dem neuen Film von und mit Cheryl Dunye (Watermelon Women) und lässt sich auf die in die Jahre gekommene Gruppe lesbisch…

Berlinale-Review:

Viele Filme der Berlinale zu schauen, ist leider (wieder) nicht drin, aber den ersten vorzustellen lohnt sich schonmal. In trauter Zweisamkeit sahen wir „I shot my love“ des israelischen Filmemachers Tomer Heymann, was sich, wenn mensch den An…

links for 2010-02-16

Workshop-Programm zum Themenblock „Materialistische Analyse von Bildung und Wissenschaft II“

Workshop-Programm zum Themenblock „Materialistische Analyse von Bildung und Wissenschaft II“ der Norbert-Wollheim-Uni

Mittwoch 10.02.2010
18:00 Uhr Wissenschaft zwischen Autonomie und Staat Café KoZ, Campus Bockenheim, Alex Demirovic

Eine realistischer Versuch, die aktuelle Situation an den institutionalisierten Orten der Wissensproduktion zu analysieren, wird sich kaum an der Mär von Humboldts freischwebender Intelligenz aufhalten. Wissensproduktion war seit jeher in die gesellschaftliche (Re-)Produktion eingebunden. Eines der zentralen Schlagworte mit denen die Transformation der Hochschulen in den letzten Jahren diskursiv durchgesetzt wurde, lautet „Autonomie“. Die Reaktion vieler Kritiker_innen darauf läuft häufig im Ruf nach „mehr Staat“ zusammen. Dabei ist es gerade staatliche Politik, die in der Neuorganisation der Hochschulen als Produktionsstätte der in der Weltmarktkonkurrenz immer wichtiger werdenden Ressource „Bildung“ umgesetzt wird. Es soll versucht werden, diese Problemstellung insbesondere aus Perspektive emanzipatorisch ausgerichteter Wissenschaft näher zu fokussieren.

20:00 Uhr Das Haus der 1000 Zimmer ivi, Kettenhofweg 130
(Dokumentarfilm, Hr 2001, Regie: Yvonne Menne). der Film erzählt die Geschichte des IG-Farben Hauses: von der tragenden Rolle der IG-Farben im Nationalsozialismus über den Einzug der amerikanischen Armee bis zur universitären Nutzung.

Donnerstag 11.02. 2010
18:00 Uhr Studieren nach Auschwitz IG-Farben Haus, Treffpunkt Foyer
Unkonstruktive Bemerkungen zum schönsten Campus Deutschlands aus Erinnerungspolitischer Sicht


20:00 Uhr Das CHE. Das Propagandainstitut für Hochschulpolitik à la Bertelsmann Jonathan, Treffpunkt Studierendenhaus

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ist eine der treibenden Kräfte hinter der hinter der Ausrichtung der Hochschulpolitik an scheinbaren Sachzwängen und ökonomischen Vorstellungen.. Es trug dazu bei, dass zentrale ideologische Argumente Verbreitung fanden, und und beeinflusst mit Instrumenten wie dem CHE-Hochschulranking die Hochschulentwicklung.. Im Workshop soll untersucht werden, für was das CHE programmatisch steht, wie es diese Ideologie untermauert und verbreitet, und wie „gefährlich“ es politisch einzuschätzen ist. Im Rahmen unseres Blocks „Materialistische Analyse von Bildung und Wissenschaft“ soll der Workshop verdeutlichen, dass Politik nicht nur vom Staat gemacht wird, sondern von vielen gesellschaftlichen Akteuren.
Herzlichen Dank an AStA Uni Wiebaden für die Unterstützung


Freitag 12.02.2010, ab 10:00 Uhr Studierendenhaus Campus Bockenheim

WIE IMMER: BITTE BRINGT NACH MÖGLICHKEIT ETWAS FÜR DEN SELBSTORGANISIERTEN BRÖTCHENTISCH (AUFSTRICH, OBST, ETC.) MIT. GETRÄNKEVERKAUF WIRD ANGEBOTEN.

12:00 Uhr Elite und Exzellenz, Oliver Brüchert
„Die Bildungspolitik strebt wieder verstärkt nach Elite und Exzellenz, gleichzeitig tendieren die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen immer stärker zur Prekarisierung. Der Workshop beschäftigt sich mit den Rekrutierungsmechanismen der neuen akademischen Elite und mit den Folgen der Herausbildung einer akademischen Mehr-Klassen-Gesellschaft.

14:00 Uhr Probleme der Theorie und Praxis der emanzipatorischen Bildung zwischen politischer Ökonomie und Ideologiekritik, Benjamin Ortmeyer
Dass es einem Widerspruch, einen tief sitzenden „Widerspruch zwischen Bildung und Herrschaft“ gibt, ist seit dem gleichnamigen großen Werk von Heydorn eine gewichtige Hypothese. Dass Bildung der Eliten sich ausbreitet auf Bildung „der da unten“ ist einerseits eine ökonomisch zwingende Grundentwicklung mit einer Reihe von zu betrachtenden Brüchen. Andererseits ist die aufklärerische Potenz einer zunehmend vor allem technischen (Aus-)Bildung mit ihren Anteilen an Logik und Kausalität kein Automatismus. Dieses Potential wird mehr als nur in Schach gehalten durch die systematische Entwicklung von Mechanismen der ideologischen Herrschaftssicherung über Militär und Polizei hinaus: Manipulation und Psychotechniken, Ideologiefabriken bis hin zu gesteuerten Diskursen der Gesellschaft bilden eine komplexe Einheit, die jedoch nicht übermächtig ist. Bildung steht also im Spannungsfeld zwischen nicht nur der Ökonomie, sondern der politischen Ökonomie einerseits und der notwendigen Ideologiekritik anderseits. Theorie und Bildung im Kontext von widerständiger Praxis bietet Überraschendes und Planvolles: Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt!

16:00 Uhr Wissenschaft und Emanzipation – Begriffsbildung einer kritischen Theorie
, Wolfram Pfreundschuh
Indem Wissenschaft lediglich Fakten assoziert und verallgemeinert, verfolgt sie blind die allgemeine Notwendigkeit, den Fortbestand der bestehenden Verhältnisse zu sichern. Kritische Theorie hinterfragt solche natürlich scheinende Wirklichkeit und geht von einem erkennenden Subjekt aus, das sich seiner Welt gewiss werden muss, weil diese seine Selbstgewissheit enteignet, ihm als objektive Macht begegnet, subjektiv Entfremdung betreibt. In diesem Workshop geht es um die kritische Begriffsbildung einer emanzipatorischen Wissenschaft. Am Beispiel des Wertbegriffs im “Kapital“ von Karl Marx wird eine Wissenschaftlichkeit vorgestellt, deren grundlegende Implikation eine praktische Position der Emanzipation der Menschen vom Kapitalismus ist.
Herlichen Dank an bpm (bündnis für politik- und meinungsfreiheit) für die Unterstützung

18:00 Uhr Abschlussdiskussion
Nach einem anregenden und produktiven Workshoptag treffen wir uns gemeinsam, um Ergebnisse zusammenzutragen und offene Fragen zu diskutieren.

http://norbertwollheimuniversitaet.blogsport.de/