lieber präsident der hu zu berlin: schüler_innen die wild durch ihre heiligen hallen rasen und dabei – kollateral schaden gewissermaßen – eine ausstellung im foyer beschädigen des „Attentat[s] auf unsere jüdischen Mitbürger“ zu bezichtigen geht mal gar nicht. wenn man ganz böse sein will, dann war das ein attentat auf eine ausstellung. eine austellung aber ist weder bürger noch mitbürger. man kann die beschädigung der austellung verurteilen, sie können sogar zornig sein weil die schüler_innen ihren elfenbeinturm beim durchstürmen etwas in mitleidenschaft gezogen haben, ihr gerede vom „attentent auf unsere jüdischen mitbürger“ jedoch verharmlost die tatsächlich stattfindenden attentate und attacken auf menschen die von den angreifern für juden gehalten werden. ganz abgesehen davon, dass das gerede von „jüdischen Mitbürgern“ allein schon recht entlarvend ist, impliziert „mitbürger“ doch – und so wird es meist benutzt – menschen die irgendwie nicht dazu gehören. dies stimmt zwar leider in gewisser weise, wenn man umfragen zum antisemitismus betrachtet, hier scheint jedoch eine affirmative nutzung des wortes durch, die nichts am zustand ändern möchte, der menschen zu mitbürgern macht.
weiteres dazu bei mmomentvorbei und idep.
