Euromayday 2009 in Hamburg

Der erste Euromayday nach der Hochzeit des Neoliberalismus steht bevor. Am 1. Mai zieht wie jedes Jahr die große Parade der Prekären vom Michel aus durch Hamburg, und ab Freitag trifft mensch sich zur Einstimmung auf verschiedenen Veranstaltungen, im Kino oder in Blankenese.

Freitag, 24. April, 20 Uhr

Goldener Salon, Große Bergstraße 178, Hamburg Altona

Ich liebe dich trotzdem. Prekarität in der Kultur- und Wissensproduktion

Wo fängt unbezahlte Arbeit an? Wo hört sie auf? Ist unser Leben ein einziges Projekt? Was ist das Versprechen der Selbstständigkeit? Erste Antworten geben die Carrot Workers (London) und die Kampagne Mir reicht’s… nicht!

Sonntag, 26. April, 14 Uhr

Große Bergstraße (vor dem Goldenen Salon)

This party is so over! Euromayday lädt zur Afterhour.

Im Konvoi nach Blankenese und dort das Ende des Neoliberalismus feiern. Wir sagen es ihnen ins Gesicht: This party is so over! Ihr seid die Loser des nächsten Jahrzehnts! Bringt Fahrräder, Kostüme, Schilder und alte Schuhe mit.

Montag, 27. April, 20.00 Uhr

Goldener Salon

Grundlos Geld

Susanne Wiest hat mit ihrer ePetition für ein bedingungsloses Grundeinkommen über 50.000 Unterschriften an den Bundestag gesammelt. Wir haben mit unterzeichnet und laden weitere UnterzeichnerInnen und BefürworterInnen zu einer Versammlung ein. Unsere Fragen: Ist eine öffentliche Anhörung im Bundestag eine Protestbühne? Wo bleibt der Scheck: Grundeinkommen jetzt oder irgendwann? Wie sieht eine Aktion oder ein Wagen bei der Euromayday-Parade am 1. Mai aus? Durch den Abend führen Meike Bergmann, Andreas Georgiadis und Frank John mit Videoclips und Glücksrädern.

Dienstag, 28. April, 20 Uhr

B-Movie Brigittenstraße 5, St. Pauli

How it works. Arbeit im Wandel: Kleine geile Firmen

Inwieweit hat sich die Bedeutung von Autonomie in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt? Eine kinematographische Lesung und Diskussion von und mit Arndt Neumann zu Alternativprojekten zwischen Revolte und Management

Veranstalter: DIEnstagsDOKU und 5Tage5Nächte_euromaydayHamburg

Mittwoch, 29. April 2009, 20 Uhr

Goldener Salon

Warum flippen wir nicht aus?

Plebejische Perspektiven, Krise und Prekarität: Alles in Frage stellen. Eine Kurzgeschichte der Krisen. Thesen, Bilder und Beiträge von Frank John, Arndt Neumann, Myra Neumeier und Vassilis Tsianos

…und als Schmankerl obendrauf:

Freitag, 1. Mai, 14.00 Uhr // Wiese am Michel

Euromayday Parade 009: KrisenFEST durch die Stadt