Aus dem Programm des noch laufenden Semesters und auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame präsentieren wir euch heute den Vortrag von Dr. des. Marion Schulze zu den Geschlechterarrangements des Hardcore. Marion Schulze ist Soziologin und Oberassistentin für Gender Studies an der Université de Neuchâtel. Zum Thema veröffentlicht hat sie u.a. eine Aufsatz mit dem Titel “(Not Just Boy’s Fun. Mädchen im Hardcore” (in: Gabriele Rohmann (Hrsg.): Krasse Töchter. Mädchen in Jugendkulturen. Berlin 2007. S. 91-105), über den auf dem Blog Different Needs auch etwas zu lesen ist.
Anmerkung: Zu Beginn des Vortrags hat die Referentin drei kurze Ausschnitte aus Hardcore-Stücken vorgespielt, die wir aus lizenzrechtlichen Gründen für den Podcast rausgeschnitten haben.
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In diesem Vortrag geht es um die Geschlechterbilder und -konstruktionen von Mädchen in der Jugendsubkultur Hardcore(-punk). Für viele unter ihnen gehört es zu ihrer „Existenzweise“ dazu, aggressiv und wütend zu sein. Damit brechen sie allerdings oftmals mit den Geschlechtervorstellungen anderer und müssen dementsprechend ihre Position als „Mädchen“ beständig neu verhandeln.
Genau diese Prozesse werde ich in meinem Vortrag nachzeichnen. Im weiteren Sinne ist der Vortrag damit auch eine Einladung, Vorstellungen zu hinterfragen, wie man als Mädchen sein “sollte” und sein “kann”. Illustrieren werde ich dies an Hand von Beispielen aus meiner siebenjährigen, partizipierenden Feldforschung zu Hardcore in Europa, Nordamerika und Japan.

