Stadtrundfahrt der feministischen Utopist*innen – Tour 3

Ihr fragt euch: Wo sind sie eigentlich, die Inseln feministischer Utopien in Dresden? Welche Projekte und Gruppen sind aktiv? An welchen Utopien wird gedacht und geschraubt? Oder ihr kennt die Inseln, fragt euch aber: Wer und wie sind eigentlich die Insulaner*innen? Passe ich da überhaupt rein? Wie ist die Stimmung? Kann ich mitreden, oder wie könnte (m)ein Mitmachen aussehen?

Um das rauszufinden, wollen wir uns auf unsere Räder schwingen und gemeinsam drei Ausflüge zu verschiedensten utopisch aktiven Orten in Dresden machen, die sich mit vielen unterschiedlichen Themen beschäftigen: mit der Stärkung, Vernetzung, Bildung und Beratung von Frauen(*), Lesben, Trans* und Inter*-Personen zum Beispiel, mit gewerkschaftlichen Kämpfen, der Situation von Alleinerziehenden und Frauen* mit Migrations- oder Fluchterfahrung, mit Mädchen*- und Frauen*gesundheit, sexueller Selbstbestimmung, mit Kunst, Konzerten und Theater, mit Frauen*geschichte und politischem Aktivismus.

Wir machen also Insel-Hopping und erkunden die Vielfalt an Möglichkeiten, die Dresden in Sachen feministische Utopien zu bieten hat. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der gemeinsamen Praxis.

> Tour 3 – mit dem Fahrrad entlang der Elbe: 18.05.19 // 11.00-19.00 Uhr // Treffpunkt: Angelikastr. 1 (*sowieso*)
Wir besuchen: das *sowieso*, Frauen leben Vielfalt, die Kosmotique, e*vibes – für eine emanzipatorische Praxis, die Kreative Werkstatt und die AG Feministische Kämpfe der FAU Dresden.

nach: Anmeldung unter email hidden; JavaScript is required oder via Facebook.
mit: wetterfester Kleidung, Mitgebrachtem für ein gemeinsames Picknick & eigenem Fahrrad.
Solltet ihr kein eigenes Fahrrad haben, gebt uns bei der Anmeldung Bescheid und wir unterstützen euch bei der Suche.

***Teil der Reihe “Feministische Utopien”

Was tun, wenn’s um uns herum immer ungemütlicher wird? Die AfD nimmt weiter an Fahrt auf, Abtreibungsgegner*innen laufen nicht nur durch Sachsens Straßen, sondern entscheiden auch in Parlamenten, Frauen*- und Gleichstellungsprojekten werden sukzessive die staatlichen Fördermittel gekürzt, das seit vielen Jahren erarbeitete neue sächsische Gleichstellungsgesetz abgelehnt und auf Eis gelegt… Gründe für schlechte Laune gibt’s genug.

Bei all diesen Abwehrkämpfen finden wir es umso wichtiger, unsere eigenen feministischen Utopien nicht aus dem Blick zu verlieren. Sie sind wichtige Bezugspunkte für politische Auseinandersetzungen, die Grundlage für (inner-)feministische Diskurse, machen neugierig, laden uns zum Denken, Träumen und Ausprobieren ein.

Wie soll die Welt aussehen, in der wir leben wollen? Welche Bedeutung hat Geschlecht darin, wie gestalten wir unsere persönlichen Beziehungen, wie wirtschaften wir und wie treffen wir gemeinschaftlich Entscheidungen, die uns alle betreffen? Diese Themenreihe soll den Raum eröffnen, jenseits von (alltäglich gewordenen) reaktiven Kämpfen darüber nachzudenken, wo es hingehen soll in dieser Gesellschaft. Wir laden euch ein, gemeinsam Orte zu erdenken, an denen wir uns wohl und frei fühlen.