Du kennst das vielleicht auch das Gefühl, sonntags die einzige Person zu sein, die nicht weiß was sie mit ihrem Tag anfangen soll, während in ihren romantischen Beziehungen, Familien oder engen Bezugsgruppen Ausflüge machen oder einfach im Bett liegen, Serien schauen und Pizza essen. Begegnungen häufig nur in festen Gruppen statt. Gesteigert wird die empfundene Einsamkeit an den Advents-Sonntagen, die wie k andere mit Erwartungen an ein gemütliches Beisammensein aufgeladen sind. Du möchtest darüber aber auch nicht sprechen, weil du dich schämst, dass du nicht in ein Netzwerk eingebettet bist, in dem du selbstverständlich deinen Sonntag verbringst.
Doch damit bist du nicht allein. Denn Einsamkeit ist kein Einzelschicksal. In Großbritannien gibt es für Einsamkeit sogar ein Ministerium.
Lasst uns gemeinsam einen Raum schaffen, in dem sich alle willkommen fühlen, die sich sonst einsam fühlen. Ein Raum, in dem wir nicht das Gefühl haben müssen, schon ganz viele Leute kennen zu müssen, damit wir uns wohl fühlen. Ein Raum, in dem „Cool-Sein“ nicht damit assoziiert wird, wie viele Personen . Ein Ort, an dem keine:r alleine dasteht, während alle in ihren Grüppchen plaudern und lachen. Ein Raum, an dem die Personen da sind, die sind.
Denn Einsamkeit ist kein Privatproblem, Einsamkeit ist olitisch.

