spectacle

spectacle

Langer Tag gegen Nazis am 20.3.2010

In letzter Zeit ist es in Neukölln/Kreuzberg gehäuft zu Übergriffen von Nazis auf linke Räume gekommen. Um die Betroffenen nicht mit den Sachschäden alleinzulassen und das gemeinsame antifaschistische Engagement linker Projekte zu stärken, lädt das neue, große Bündnis »Neukölln gegen Nazis« zum »langen Tag gegen Nazis« am 20.03.10 ein.

Folgende Veranstalungen sind geplant:

[…]

Langer Tag gegen Nazis am 20.3.2010 Weiterlesen »

Queer Salon im März

Der diesmonatige Queer Salon findet zum Thema „Identitätswechsel mit tagespolitischem Überraschungseffekt“ am 18. März 2010 um 19.30 Uhr statt. Das “Steffen und Volker”-Komitee bittet darum, sich bis spätestens bis 19.45 Uhr einzufinden, damit die Überraschung glücken kann.

Der Berliner Queer Salon ist ein monatliches Event, das durch verschiedene Formen des Miteinander-Tuns das Spektrum queer-politischer Positionen auszuloten trachtet. Wenn queer weder einheitlich ist, noch sich fixieren lässt, wo ist dann der Ort, wo das Vielfältige und Bewegte aufeinander trifft? Der Queer Salon versucht, einen solchen Ort zu schaffen und Leute in Kontakt zu bringen, die sich sonst nicht begegnen, und die gemeinsam Machtverhältnisse verhandeln und verändern. Einen Ort, der von unterschiedlichen Menschen und Communities genutzt wird, die queer als Möglichkeit ansehen, Differenzen auf unterschiedliche Weise und diverse Formen von Differenz in ihrer Unterschiedlichkeit zum Ausdruck
zu bringen.

Wo?
Adalbertstr. 71, Hinterhaus (rote Tür hinten rechts) (U-Kottbusser Tor), Berlin-Kreuzberg

Weitere Termine:
15.04. „Oh economy, up yours!“ film salon (jess)
20.05. beziehungsformen jenseits von heteronormativität und szenestress (katja)
17.06. How to queer things with words (jule und alex)

Queer Salon im März Weiterlesen »

We care, but we’re not sure what to do either

Antworten auf die zahlreich gestellten Fragen nach z.B. anderen Formen des Wirtschaftens und Nicht-Kapital-orientierten-Wertschöpfens wurden hingegen sicherlich nicht in einem solchen Maße gegeben, dass mensch nunmehr wüsste, wie sich bestimmte Lücken im System antikapitalistisch und dabei immer geschlechtergerecht füllen ließen, um anschließend die Weltrevolution zu verkünden. Vielmehr wurde vor allem im Rahmen des sich etwas anstrengend gestaltenden Fishbowl-Formats zum Thema „Deconstruct Capitalism? Reclaim Economy?“ betont, dass alle Teil des Systems sind und sich kaum mensch auf einer Insel befindet, die nicht auch im Austausch mit hegemoniebefördernden Verhältnissen steht.

Queer-o-mat war in Berlin auf dem Who Cares?-Event zu queer-feministischer Ökonomiekritik und formuliert unter anderem Eindrücke zu unserer Diskussion “Deconstruct Capitalism? Reclaim Economy?” Ein gutes Event, ein Auftakt, und vieles bleibt erstmal unklar. So würde ich das vergangene Wochenende zusammenfassen, und einen ähnlichen Stimmungseindruck vermitteln mir Queer-O-Mat und viele Leute, mit denen ich gesprochen habe.

We care, but we’re not sure what to do either Weiterlesen »

Auf Netzpolitik.org wird über Männer geredet

Zum gestrigen internationalen Frauentag hatte ich die Ehre, dass mein Text Netzpolitik und soziale Gerechtigkeit, erschienen beim Feministischen Institut Hamburg, auf Netzpolitik.org verlinkt wurde. In den Kommentaren meldeten sich gleich einige antifeministische Stimmen zu Wort, und schon geht es um Männergesundheit und angeblich nicht existente Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern. Die viel gehörten und widerlegten Ausführungen einiger Kommentatoren werden in vielen feministischen Blogs gar nicht mehr diskutiert, denn es ist bekannt, woher der Wind weht. Die TAZ hat über den Kampf für “Die Männerrechte” gestern einen informativen Artikel veröffentlicht. Das Feld der Männerrechtler ist heterogen, bisweilen aber deutlich rechtskonservativ positioniert. Dass sich bei Netzpolitik.org viele Kommentatoren die Mühe machen, diesem Unsinn etwas entgegensetzen, freut mich trotzdem sehr. Zu den wenigen Beiträgen, die auf meinen Text Bezug nehmen, gehört dieser hier:

[…]

Auf Netzpolitik.org wird über Männer geredet Weiterlesen »

Durch die Blume – Klangskulptur gegen Homo- und Transphobie

Am Freitag, den 12.03.10 geht die Klangskulptur gegen Homophobie und Transphobie „Durch die Blume“ auf Wanderschaft und wird im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt/Berlin Neukölln feierlich willkommen geheißen. Die auf Knopfdruck sprechenden Blumen erzählen von der Alltagsgewalt gegen Lesben, Schwule und Trans* sowie die menschenrechtsverletzende Weise bundesdeutscher Justiz gegenüber queering People. Begleitet wird die Ausstellung von dem Künstlerinnen-Duo „LiLo“ sowie dem ein oder anderem Gläschen Sekt.

Vernissage am 12.03.2010 19:00 Uhr im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt, Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin-Neukölln

Durch die Blume – Klangskulptur gegen Homo- und Transphobie Weiterlesen »

Who cares Queerfeminismus und Ökonomiekritik? Eindrücke vom Event.

Die Frage, wen`s kümmert bzw. wer sich kümmert, dass einer sich in neoliberalen Verhältnissen ergehenden Gesellschaft Kritik und Rebellion entgegen gebracht wird, wurde auf dem Event „Who cares? Queerfeminismus und Ökonomiekritik“ immerhin schonmal mit einem regen Zuschauer_innenstrom beantwortet. Antworten auf die zahlreich gestellten Fragen nach z.B. anderen Formen des Wirtschaftens und Nicht-Kapital-orientierten-Wertschöpfens wurden hingegen sicherlich nicht in einem solchen Maße gegeben, dass mensch nunmehr wüsste, wie sich bestimmte Lücken im System antikapitalistisch und dabei immer geschlechtergerecht füllen ließen, um anschließend die Weltrevolution zu verkünden. Vielmehr wurde vor allem im Rahmen des sich etwas anstrengend gestaltenden Fishbowl-Formats zum Thema „Deconstruct Capitalism? Reclaim Economy?“ betont, dass alle Teil des Systems sind und sich kaum mensch auf einer Insel befindet, die nicht auch im Austausch mit hegemoniebefördernden Verhältnissen steht. Ob hierfür das Bild der Halbinsel, wie Frederike Habermann vorschlug, bemüht werden müsse, um zu verdeutlichen, dass jede Person in deren sich je nach Kontext verschiebenden Positionierungen subversiv und normalisierend zugleich ist, sei dahin gestellt, problematisiert aber die paradoxen und in sich zutiefst ambivalenten Anforderungen an jede_n, sich Kapitalismus und Heteronormativität entziehen zu wollen. Zumal die Interdependenz zwischen Begehren, Wunscherfüllung und Kapitalmarkt zu nachhaltig scheint. Und dennoch, so betont Antke Engel, können aufgrund jener Paradoxien auch Überraschungsmomente entstehen, die Begehren z.B in ein Gemeinwohl, dass sich nicht heteronormativ-patriarchal gestaltet, umlenken. In diesem Sinne ließ sich das Event auch als ein Auftakt für die Suche nach ebenjenen Überraschungsmomenten verstehen. Und sei es, dass sich, wie Volker Woltersdorf in seinem Vortrag „Queertheoretische Perspektiven auf Prekarisierung“ andeutete, Menschen verschiedener Positionierungen im Moment der Prekarisierung als Entgarantisierung und Verunsicherung treffen, um gemeinsam eine Kritik daran zu formulieren.

Heute kann noch um 20 Uhr im Tristeza der Film „Mit einem Lächeln auf den Lippen“ von Anne Frisius zur Problematik von Domestic Workers geschaut werden.

Who cares Queerfeminismus und Ökonomiekritik? Eindrücke vom Event. Weiterlesen »

Kommentar: Pirat-innen Ahoi…

Blub, blub…wäre vielleicht besser. Ist ja kein neues Thema „Piratenpartei“ und Gender bzw. „Feminismus.“ Sollte man in diesem Zusammenhange wahrscheinlich nicht erwähnen, das klingt wahrscheinlich zu sehr nach ,Entern in Strickstrumpfhosen‘ und dialoger Unfähigkeit.

Die Taz
und der Spiegel haben die Pressemitteilung von Lena Simon diskutiert. Darin kündigt die Piratin eine geschlossene Mailingliste für Frauen an. Nur ,Frauen‘ dürfen partizipieren. Ausgerechnet, wo doch die Piratenpartei beim Eintritt in die Partei nicht nach Dingensens zwischen den Beinen fragt. Man verstehe sich als Post-Gender: Wiedersehen Kategorien! Tschüß du konservative ,Wir‘ Konstruktion! Bye bye Ungleichbehandlung, hello world!

[…]

Kommentar: Pirat-innen Ahoi… Weiterlesen »

Die Abwehr des Genießens in der H&M-Werbung und der Hartz IV-Debatte

„Ein glückliches Zeitalter ist deshalb gar nicht möglich, weil die Menschen es nur wünschen wollen, aber nicht haben wollen, und jeder einzelne, wenn ihm gute Tage kommen, förmlich um Unruhe und Elend beten lernt. Das Schicksal der Menschen ist auf glückliche Augenblicke eingerichtet – jedes Leben hat solche –, aber nicht auf glückliche Zeiten.“ (Friedrich Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches, § 471)

Gesellschaftliche Tendenzen bergen für den misstrauischen und erst recht für den paranoiden Charakter den Geruch der Verschwörung, der Manipulation. Die Vermitteltheit dieser Trends mit dem individuellen Unbewussten geht durch diese Wahrnehmung verloren. Die Tendenz, im öffentlichen Raum offensichtlich am Rande des Verhungerns stehende und von Heroinkonsum gezeichnete Menschen in massentaugliche Modewaren zu stecken und in grotesken Verrenkungen zu inszenieren ist mitnichten nur das Werk einzelner sadistischer Modepäpste. Deren Fehlbild vom Menschen ist ein durch kollektiven Druck geformtes, es hätte keine Gewalt ohne das Bedürfnis.

Ein zweites Phänomen: Nach den Urteilen zur Verfassungswidrigkeit der Sozialhilfesätze springt ausgerechnet der Vertreter der liberalen Partei, Westerwelle, in die Bresche und erklärt Sozialhilfeempfänger zu dekadenten, das Leben in vollen Zügen genießenden Menschen, die auf diese Weise einen „Untergang“ wie jenen Roms verursachen könnten. Sein kaum unter Parteikomplizenverdacht stehender Gesinnungsgenosse erklärt wenige Wochen später seine Philosophie zum angemessenen Leben ohne Einkommen: “Kalt duschen ist doch eh viel gesünder. Ein Warmduscher ist noch nie weit gekommen im Leben.”

[…]

Die Abwehr des Genießens in der H&M-Werbung und der Hartz IV-Debatte Weiterlesen »

Filmlektüre: Was tun? Über Bedingungen und Möglichkeiten linker Politik und Gesellschaftskritik. Der konkret Kongress.

Am Sonntag, den 7.März schauen wir uns gemeinsam den Film “Was tun? Über Bedingungen und Möglichkeiten linker Politik und Gesellschaftskritik. Der konkret Kongress” an und wollen über die Relevanz der im Film verhandelten Themen für heutige Debatten diskutieren. Los geht es um 18 Uhr im Institut für vergleichende Irrelevanz (IVI), der Besuch der Filmvorführung lässt […]

Filmlektüre: Was tun? Über Bedingungen und Möglichkeiten linker Politik und Gesellschaftskritik. Der konkret Kongress. Weiterlesen »