stellungnahme könICHreich zu ihren sexistischen Flyern 16

dieser text wurde von http://www.koenichreichts.de/ über einen öffentlichen verteiler verschickt, mit der bitte der weiterverbreitung. erstmal respekt für fünf seiten text. leider wird hier sexismus als moralisches und persönliches problem verhandelt und nicht als gesellschaftliches verhältnis begriffen. deshalb ist das dann so ein wir-sind-aber-doch-gute-menschen text geworden. teilweise erscheint er aber auch als persiflage/karrikatur und zeigt dadurch, wie heteronormativität sich in party-politics materialisieren und party-politics heteronormative bilder und symbole (re)produzieren kann.

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Hallo ….,

wie wir dir die Tage schrieben haben , haben wir uns im Rahmen unserer Teamsitzung mit dem Thema und deiner Kritik beschäftigen und melden uns nun bei Dir.
Für deine Kritik, die wir mittlerweile von verschiedenen Seiten der Linken Szene mitbekommen haben, möchten wir Dir danken. Du bist die einzige, die uns direkt ansprach und Ihren Missmut und das damit verbundene Unverständnis aussprach, sodass wir nun die Möglichkeit haben uns dazu zu äußern.

Zuerst möchte ich einmal damit anfangen, dass das allgemeine Bild der Öffentlichkeit über das Projekt und die Gruppe könICHreich sehr eingeschränkt ist. Leider, und ich kann dieses „leider“ auch nur betonen, werden wir von den meisten immer noch als reine Party Gruppe wahrgenommen. Das dieses Bild in der Öffentlichkeit weit verbreitet ist, ist natürlich verständlich, da wir die letzten zwei Jahre auch sehr viele Partys veranstaltet haben.
Doch sind wir eigentlich eine Kollektiv von jungen Menschen, dass in verschiedensten Bereichen gemeinsam arbeiten möchte. So begann alles vor Jahren mit diversen Performance Geschichten, Foto-Aktionen und Film-Projekten. Doch durch die zahlreichen Veranstaltungen kamen wir die letzte Zeit nur sehr eingeschränkt zu solchen Projekten. Diesen, für uns selber als unzufrieden stimmenden Zustand, sind wir aktuell am angehen und möchten uns ins Zukunft wieder mehr auf Kunst und Experimentelles konzentrieren. Der Faktor „Party“ wird also im Gesamtkontext könICHreich einen neuen Platz einnehmen.

Ein nächster wichtiger Punkt ist, dass könICHreich kein definiert linkes Projekt ist. Vielmehr sind wir ein Projekt das sich gerade durch die bunte Mischung an Menschen auszeichnet. Definitiv haben wir eine feste Verankerung in die der Linken Szene, betrachtet man das Projekt. Doch betrachtet man die einzelnen Menschen, ist dem nicht so. Einige von uns kommen aus ganz anderen Sozialisationen und Kulturkreisen. So bietet könICHreich eine Plattform, die auch Intern oftmals sehr gegensätzlich ist.

Um endlich zum Thema Sexismus zu kommen, mag ich an dieser Stelle ganz klar sagen, dass das Projekt könICHreich bei solchen Themen definitiv die Stellung der Linken Szene unterstreicht und sich hinter deren Standpunkte stellt. Allerdings ist es für uns oft schwieriger diesen klar zu definieren, da unter dem Aspekt der Kunst oft Grenzen überschritten werden und auch müssen. Kunst definieren wir für uns als Freiraum, der erst einmal unangetastet bleibt, solange er nicht ganz offensichtlich gegen gewisse Vorstellungen und Aussagen spricht. Dies soll nun keine Flucht auf den Standpunkt der Freien Kunst und der damit verbundenen Freiheit zur Provokation oder ähnlichem darstellen. Nein ganz im Gegenteil, ich denke das dieser Flyer in zusammen Arbeit von zwei Menschen entstanden ist, die sich keine Gedanken über Themen wie Sexismus oder ähnliches gemacht haben. Vielmehr gingen sie Ihrem Drang nach Ausdruck und Entfaltung nach. In diesem Falle arbeiteten Frau wie Mann, Hand in Hand und waren sich bewusst darüber was Sie taten.
Für Sie, nicht mehr als ein Fotomotiv, eine Aktion wie wir sie oftmals machen und in Vergangenheit immer taten. Diesen Freiraum zu zensieren, wäre in unseren Augen nicht der richtig Weg sich gegen Dinge wie Sexismus zu wehren.
Den Vorwurf, dass dieses Motiv sich auf weibliche Schlüsselreize konzentriert und wir damit etwas beabsichtigen, wie etwa ein größeres Publikum oder ähnliches, ist in unseren Augen ein unschöner Gedanke, den wir zurück weisen müssen. Nichts der gleichen war bei dem Entstehungsgedanken beabsichtigt. Vielmehr geht es uns darum, eine Foto Serie zu inszenieren, die uns zur Thematik DISKO ROYAL einfällt. Schwerpunkt ist es, den Bereich Fotografie mit dem Medium Flyer zu kombinieren und damit etwas simples, wie einen Flyer, in seiner Fremdwahrnehmung auf zu werten und neu zu schätzen.

Betrachtet man nun das Motiv, ist es natürlich der Blickwinkel, der Entscheidet welche Wertung und Kritik man fühlt. So kam der Gedanke Sexismus bei uns erst auf, nach dem wir deine Mail erhalten haben. Selbstverständlich können wir deine Gedankengänge verstehen, nehmen uns sogar die Zeit ausführlich Stellung zu beziehen, da wir es für sehr wichtig halten und niemanden angreifen wollten und wollen.
Vielleicht verstehst du aber auch unseren Standpunkt bzw. unsere Sichtweise, dass bei uns niemand auf diesen Gedanken kam, da wir in der Gruppe ein Selbstverständnis von Gleichberechtigung unter den Geschlechtern leben. Für uns ist es, trotz der verschiedensten Charaktere und Sichtweisen zur Gesellschaft, selbstverständlich und grundlegend unter solchen gleichberechtigten Verhältnissen zu leben.

Doch nun zu einigen Spezifischen Punkten deiner Mail.
Zu dem zweiten Punkt deiner Mail möchten wir klar sagen, dass DISKO ROYAL keine, auf Linke Kreise zugeschnittene Party darstellt. Vielmehr möchten wir mit dieser Party-Reihe eine, in dem Fall Bodenständige Veranstaltung aufziehen, die Ihren Schwerpunkt auf elektronische Musik legt. Bei der Wahl des Publikums legen wir einzig und alleine Wert darauf, dass es sich um ein ein angenehmes Publikum handelt. Trotzdem findet auch in dieser Veranstaltung unserer Linker Standpunkt seinen Platz, sodass wir verstärkt auf Dinge wie Sexismus etc. achten. Wenn wir sagen verstärkt, meinen wir damit, dass wir uns klar von normalen „Club-Verhältnissen“ Distanzieren.

Zu deinem dritten Punkt könne wir nur sagen, dass für die Gestaltung vielmehr in Kopf-Bereich, Oberkörper-Bereich, Hüft- und Bein-Bereich unterteilt wurde, als in primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale. Dazu kommt das bei genauerer Betrachtung, primäre und sekundäre Merkmale zu sehen sind. Allerdings möchten wir uns von einer solchen Selektion auch Abstand nehmen, da wir keine Merkmale werten möchten, sondern alle für einzigartig sehen.

Nun zum vierten Punkt, der uns um ganz ehrlich zu sein, sehr getroffen hat. Deine Formulierungen waren bisher alle rein der Thematik zugewandt. Punkt vier beginnt aber, uns in unseren Strukturen anzugreifen und das mit einer Art und Weise die wir als sehr negativ aufgefasst haben. Gerade wenn du zu beginnt schreibst, dass du unser Projekt kennst und bisher als „recht reflektierte“ Gruppe wahrgenommen hast.
( auf den Punkt das das Wort „recht“ in diesem Zusammenhang eine Wertung enthält, deren Bedeutung durchaus falsch zu interpretieren wäre, möchten wir verzichten. Doch denke einmal darüber nach, dass wir deine Wortwahl sehr ernst nehmen und eine solche Formulierung uns evtl. Verletzen könnte bzw. einen sehr konträren Effekt haben könnte. Doch möchten wir in keinen Vorwurf verfallen)

Wenn du uns bisher so war genommen hast und uns teilweise sogar mehr als nur flüchtig kennst, fragen wir uns wieso du uns solche Strukturen unterstellst? Natürlich ist alles als Frage formuliert, doch müssen diese Gedanken in Dir ja Raum gefunden haben.
Du Fragst welches Frauen Bild wir vermitteln. Schaue dir vielleicht mal den ersten Flyer an (zu finden auf der Myspace Seite von DISKO ROYAL) und stelle dir die Frage welches Männerbild wir auf Motiv eins vermitteln. Vielleicht geht es uns gar nicht darum, ein Bild von „der Frau“ oder „dem Mann“ zu vermitteln. Denn was soll das für ein Bild sein. In unseren Augen leben wir in einem Zeitalter, in dem es immer weniger die klassischen Geschlechter Rollen mehr gibt, gerade in unseren Szenen. Bestimmt aber in verschiedenen Missständen Gesellschaftlicher Situationen, dass wollen wir nicht abstreiten oder gar vergessen.

So leben wir in einer Gruppe, in der Frauen wie Männer, Ihr Geschlecht entdecken wollen und auch können. Jede Frau Ihre Weiblichkeit und Männlichkeit für sich erleben möchte und ebenfalls jeder Mann seine Männlichkeit und Weiblichkeit. So ist es doch zu verstehen, dass eine Frau durchaus mal Lust hat, sich ein Kostüm anzuziehen, was vielleicht aufreizend ist, männlich ist, farbenfroh, irgendwelchen Klischees entspricht, oder ähnliches, um sich dann in einer Rolle bewegend kennen zu lernen. Für uns ist vieles, was für andere im dogmatischen Geflecht aus Regeln und Verboten nicht erlaubt ist, eigentlich nur eine Facette unsere Gesellschaft, die wir auf unsere Art und Weise erleben möchten. Mal humoristisch, mal kritisch, mal ohne Sinn, mal idealistisch.

Doch zurück zu deiner Frage. Das wir deine Frage als verletzend, fast schon als beleidigend aufgefasst haben, kannst du Dir nun denken. Für uns ist es schmerzhaft und anstrengend seit Jahren immer wieder auf Aggression und Ausgrenzung zu stoßen, in einem Kulturkreis und Umfeld dem wir eigentlich zugewandt sind.
Doch ist es nicht unsere Art und Weise nun zurück zu schießen, auch wenn wir ebenfalls vieles kritisieren. Diese Kritik betrifft nicht dich im speziellen, sondern mehr viele Probleme die auch wir mit Themen Sexismus und Ausgrenzung in der Linken Szene gemacht haben und immer wieder machen. Auch auf unseren eigenes Partys. Frauen wie Männer haben darunter zu leiden. Doch würden diese Argumente nur ablenken von uns und dieser aktuellen Thematik. So sollen Sie an anderer Stelle Ihren Platz und Ausdruck finden.

Das unsere Frauen kein Anhängsel sind, weißt du eigentlich denke ich sehr genau. Frauen gab es bei uns in der Gruppe schon immer und wird es immer geben. Das wir eine Gruppe sind die mehr Männer fasst stimmt, doch hat dies definitiv keinen Einfluss darauf, dass Frauen bei uns in einer unterdrückten oder nicht gleichberechtigten Situation leben. Frau wie Mann hat bei uns die Möglichkeit, sich ihrer/seiner Persönlichkeit entsprechend, zu entfalten. In der Regel sind die Tätigkeiten Geschlechter übergreifend und auch die Vorsitzende unseres Kulturvereins ist eine Frau. In stellvertretender Postion ein Mann. So teilen sich beide die Arbeit im gleichen Maße, sodass auch die Frau in dem Fall keine dominierende Rolle einnimmt, sondern wie immer, eine gleichberechtigte Herangehensweise unseren Weg darstellt.

Ich hoffe das dir unsere Ausführung den Groll und die Wut nehmen konnte und du unseren Standpunkt nach voll ziehen kannst. Unser Projekt möchte sich öffentlicher Kritik gerne stellen doch ist der Umgang wichtig.
So bitten wir dich, wie auch jeden anderen in Zukunft, doch eine friedlichere und gleichberechtigte Ebene der Kritik zu finden. Kritik sollte immer seinen Platz finden und Raum dafür geben wir gerne. Doch fällt es schwer direkt an den Pranger gestellt zu werden und schon halbe Urteile zu hören, ehe man sich äußern darf.

Genau diese Methoden, treiben uns wenige Alternative Projekte in Frankfurt nur weiter auseinander und verbreiten dazu noch Aussagen, deren Richtigkeit gar nicht wirklich hinter fragt werden.
So wird man im Hoch der City Rave Situation als positive alternative zu Frankfurts Club Szene gelobt und im nächsten Zuge für ein anderes Projekt wie DISKO ROYAL verurteilt. Ich denke, jeder der uns kennt sollte wissen, das wir keine Gruppe sind die Sexistisch, Rassistisch, etc. denkt oder handelt.
In diversen Texten, die wir in letzter Zeit veröffentlicht haben, kann man eindeutig sehen/lesen und erfahren das wir ein Projekt sind das sich Mühe gibt, selbst Ihre Partys mit einem Bewusstsein zu füllen, das weit über das einer normale Party Gruppe hinausgeht. Mögen unsere Wege vielleicht gerade bei politisch Aktiven Gruppen belächelt werden und unsere Aussagen und Texte nicht die politischen Erfordernisse erfüllen, ist es ein Ansatz und eine Form des Ausdrucks den Wir als den unseren bezeichnen. Diesen sollte man ebenso tolerieren, wie gelernt haben andere Wege und Ansätze zu tolerieren. Die Grundlage dafür ist Respekt gegen über anderen Gruppen/Menschen und deren Gedanken.

So fand auch deine Kritik einen durchaus sehr respektierten Rahmen und brachte uns, als Gruppe, definitiv wieder ein Stück weiter. Alleine, weil wir uns mal wieder mit der Thematik Sexismus auseinander gesetzt haben. Konfrontation mit sich selbst tut immer gut und man lernt viel.
Dazu kam, dass es sehr schön zu sehen war, wie einig wir uns als Gruppe und Menschen zu einem solchen Thema sind und waren.

Als nun vorletzten Punkt unseres Textes, wäre an zu bringen, dass es kein guter Weg ist sämtliche Flyer weg zu schmeißen. Den Punkt des Entfernens mögen wir absolut akzeptieren. Denn so wie wir in unsere künstlerischen Freiheit toleriert werden möchten, tolerieren wir Regeln, die Häuser wie das A und das B haben. Selbstverständlich. Allerdings kosten Flyer Geld und auch die Handlung an sich wirkt sehr respektlos. Eine E-Mail hätte es getan und man hätte die Möglichkeit gehabt sie abzuholen. So waren sie Verschwendung und endeten im Müll. Sehr schade.
Noch mehr in frage stellen wir das Verhalten, dass sich im C, Dienstags, beim Barabend abspielte. Dort wurden unsere Flyer persönlich verteilt. Unschön wurde es für die Person, als Sie direkt angesprochen wurde und Sie mit der Aussage :“ Früher hätte es dafür auf Maul gegeben“ eingeschüchtert werde sollte. Das dies nicht auf eine positive Reaktion stieß, kann man sich durchaus denken.
Das solche Vorfälle unsere Gruppe eigentlich nur traurig stimmen, möchte ich hier betonen. Wir fragen uns welche Absichten hinter solchen Aussagen stehen. Denn Effekt der Angst, vor körperlicher Gewalt, lösen solche Aussagen nicht aus. Vielmehr aber machen wir uns sehr ernste Gedanken darüber, wieso solche Verhaltensweisen toleriert werden. Doch auch dieses Thema würde den hiesigen Rahmen überschreiten.
Ebenfalls möchten wir die boshafte Absicht unserer Seits, wir wollen Gäste der Soli-Party im A abwerben, klar zurück weisen. In keinem Falle, wollen wir eine Soli-Party im A, die für politische Initiativen steht gefährden oder Publikum abwerben. Ein solcher Gedanke ist unangebracht. Vielmehr sind wir eine Gruppe, die jeder Zeit mit sich reden lässt ob man solche Soli Partys etc. nicht unterstützt.
Unsere letzte Bitte ist, dass die junge Frau auf dem Motiv, die nun schon mehrmals angesprochen wurde, mit Äußerungen wie „sie habe sich billig verkauft“ oder „sie sähe billig aus“, bezüglich dieses Themas/Flyers in Ruhe gelassen wird. Dies verletzt Sie persönlich sehr. Es ist kein schönes Gefühl, öffentlich angegriffen zu werden, als Person, in dem Falle als Frau, und sich auf der einen Seite Sexismus Vorwürfe anhören zu müssen und auf der anderen Seite durch sexistische Bemerkungen und Aussagen beleidigt zu werden.
Wir hoffe das diese Situationen nun bei den wenigen Vorfällen bleiben, da es keine schönen Erfahrungen für die junge Frau und uns als Gruppe sind.

In dem Sinne möchten wir Dir danken und freuen uns bald mal persönlich mit dir sprechen zu können.
Treffen tut man sich bestimmt bald mal wieder.
Schön wäre es, wenn von vornherein eine positivere Herangehensweise statt finden würde, da dann ein solch persönliches Gespräch durch aus sehr konstruktiv verlaufen kann, ohne sich mit Vorwürfen und Rechtfertigungen zu überschütten.
Denn ja da geben wir dir recht: Sexismus hat keinen Platz in unseren Kulturkreisen.
In guten Gedanken
xxxx aus dem könICHreich

16 thoughts on “stellungnahme könICHreich zu ihren sexistischen Flyern

  1. fruchtig Jan 26,2010 15:11

    das passt ja auch prima zur harzwerk-action, bei der in frankfurt zur jagd auf tagger und writer aufgerufen wird und als kopfgeld ein lebenslanges komasaufen auf den harzwerk-parties winkt.

  2. flix Jan 27,2010 01:45

    Vielleicht geht es uns gar nicht darum, ein Bild von „der Frau“ oder „dem Mann“ zu vermitteln.

    … deswegen gibt es auch einen flyer mit „der Frau“ und einen, mit „dem Mann“

  3. spaceplace Jan 27,2010 11:58

    naja, das sind halt esoterische party-macher, die am ende auch nur geld verdienen wollen und dafür das label „offspace“ oder „underground“ benutzen.

  4. lol Jan 27,2010 14:03

    das die nix kapiert haben, siehst du da, wo die im text so beleidigt sind, weil ihre flyer weggeschmissen wurden (da die viel geld gekostet haben): stattdessen wollen sie die flyer abholen um den sexistisxhen mist dann woanders wieder zu verteilen.

  5. danke Jan 29,2010 01:52

    welcher könich sind Sie?
    – Der Überrasch-mich-Typ?
    – Der Was-kostet-das-Typ?
    – Der Umsorg-mich-Typ?

  6. debord Jan 29,2010 16:10

    „Das Spektakel kann nicht als Übertreibung einer Welt des Schauens, als Produkt der Techniken der Massenverarbreitung von Bildern begriffen werden. Es ist vielmehr eine tatsächlich gewordene, ins Materielle übertragene Weltanschauung. Es ist eine Anschauung der Welt, die sich vergegenständlicht hat.“

  7. daisy dislike Jan 31,2010 20:55

    Königreich: unsäglich, gefühlte 10 Seiten Schwall ins All, die nächsten Einnahmen einer Soli Party sollten vielleicht zweckgebunden sein: ein Volkshochschulkurs Politik und Argumentation. Der Text enthält bestenfalls 5 Argumente, entspricht auf jeden Fall nicht dem Textumfang. Vielleicht sollte man denen auch noch mal eine Rückmeldung geben, weil Dummheit tut auch weh.
    Und wenn Tina und Manfred demnächst erotische Aufnahmen machen, sollten sie das doch lieber in ihr Wohnzimmer, neben die Neckermann Schrankwand hängen und nicht in Form eines Flyers veröffentlichen. Dieser Unterschied zwischen der Inszenierung einer solchen Szene im Privaten und der Veröffentlichung derselben, existiert im Königreich nicht. Also wo ist die Gesellschaft?

    „Nein ganz im Gegenteil, ich denke das dieser Flyer in zusammen Arbeit von zwei Menschen entstanden ist, die sich keine Gedanken über Themen wie Sexismus oder ähnliches gemacht haben. Vielmehr gingen sie Ihrem Drang nach Ausdruck und Entfaltung nach. In diesem Falle arbeiteten Frau wie Mann, Hand in Hand und waren sich bewusst darüber was Sie taten.“

    Der Abschnitt beginnt mit ‚Zusammenarbeit von zwei Menschen‘, impliziert: einfach mensch sein, es gibt keine Unterschiede, wir sind im Paradies, Gleiche unter Gleichen, ohne Geschlechter; warum Manfred sich dann nicht auf dem Phallus räkelt ist mir schleierhaft.

    Sie haben sich ,keine Gedanken über Themen wie Sexismus oder ähnliches gemacht‘.
    Also, Kunst ist ein Raum, der so frei ist, dass man sich auch über Sexismus keine Gedanken machen muss und das erscheint hier fast wie ein Ideal-Zustand. Sich Gedanken über Sexismus zu machen erscheint hier als Gegensatz zu dem Drang nach Entfaltung. Man könnte auch auf den Gedanken kommen, dass es sich gegenseitig ausschließt, was, das sich Gedanken über Sexismus machen, denunziert.
    Ausserdem schwingt hier so etwas wie künstlerische Unschuld (hier bezogen auf eine heterosexuelle Paarbildung) mit. Adam und Eva, Frau und Mann im Pradies ‚Hand in Hand‘, (grusel, grusel, bibber, bibber) und das Ergebnis ist, dass sich Eva auf Adams Phallus räkeln darf in Betonung der sekundären Geschlechtmerkmale und das wird ausgestellt. Der Mann schaut, die Frau wird beschaut etc. etc. Was entfaltet sich hier, was ist der Ausdruck?

    „dass könICHreich kein definiert linkes Projekt ist. Vielmehr sind wir ein Projekt das sich gerade durch die bunte Mischung an Menschen auszeichnet. Definitiv haben wir eine feste Verankerung in die der Linken Szene, betrachtet man das Projekt. Doch betrachtet man die einzelnen Menschen, ist dem nicht so. (…)Um endlich zum Thema Sexismus zu kommen, mag ich an dieser Stelle ganz klar sagen, dass das Projekt könICHreich bei solchen Themen definitiv die Stellung der Linken Szene unterstreicht und sich hinter deren Standpunkte stellt. Allerdings ist es für uns oft schwieriger diesen klar zu definieren, da unter dem Aspekt der Kunst oft Grenzen überschritten werden und auch müssen.“

    Im Grunde ist es so ein wischiwaschi, wir wollen auch unter dem Label links laufen, uns aber nicht mit den Inhalten auseinandersetzen. Also eigentlich eine Verarschung. Und wenn es ganz dicke kommt machen wir auch sexistische Werbung. Das hatte ich oben vergessen, was wollen die denn ihrem Publikum mitteilen, hier gibt es Brüste, Autos, geschminkte Frauen, Hüfte und Bein? Ach so ich vergaß, dass war ja nur eine Sache zwischen Tina und Manfred und die anderen haben zufällig mitgelesen.
    Und zum Schluss kommt die Moral Keule, ihr wart so gemein zu uns, wir sind open minded ihr macht ‚unsere‘ Leute fertig. Hm, alles komisch aber irgendwie störts mich schon dass die sich als die wahrhaft offenen präsentieren, es mag einen linken Muff geben, aber gerade hier liegt er meines Erachtens nicht.
    Außerdem krieg ich Kopfschmerzen, wenn ich diesen Senf lesen muss. Ich möchte auch nicht, dass die mit Soli-Geld, dass die im IVI verdienen ihre Eso-Zeitschrift veröffentlichen, die find ich nämlich auch super-eklig. Da können wir den verrückten Gitarren-Christen vom Campus auch anbieten eine Party zu machen, das dürfte theoretisch gar nicht so weit entfernt sein. Diese Broschüre wurde im Gegensatz zur Umsganze- Broschüre nicht kritisiert, obwohl auch das bitter nötig gewesen wäre.

    …, das es auch eine männliche-Flyer-Version gibt, ist ja witzig, nur die war weder in der printversion sichtbar, noch im netz zu finden(diskoroyal, oelverteiler, könichreich) naja liegt vielleicht noch in der Schublade…

  8. Opus Feb 4,2010 17:39

    Interessantes Thema, mit vielen Gesichtern. Lasse man den Auftritt von „könichreich“ mal aussen vor, finde ich es besonders bemerkenswert, wie sich in einer Situation wie dieser die doch eigentlich angebrachte Kritik (in diesem Falle die des Sexismusvorwurfes), in eine geballte Ladung unsachlicher und eigentlich fast schon über aller Massen intoleranter Arrgumente umwandelt. Es fällt mir schwer mich weiterhin auf das Thema Sexismus zu beschränken, wenn ich seit beginn dieser Kreisenden Debatte verstärkt Arrgumente mitbekomme, die die Gruppe „könichreich“ eigentlich nur noch versuchen Abzustempeln und schlecht zu machen. Ich habe „könichreich“ immer als Gruppe wahr genommen, die versucht in Frankfurts Linker Szene neue Wege zu gehen. Oftmals etwas unbeholfen, manchmal vielleicht in Irrwegen verstrickt, aber ein so schwarzes Schaf wie viele aktuell in Ihren Formulierungen behaupten ist diese Gruppe eigentlich nicht. Eher im Gegenteil, empfinde ich diese Gruppe als eine der wenigen Angenehmen Gruppen, die sich in einer mittlerweile sehr durch Prolls, Fußballschläger und Drogenorientierten Linken Szene versuchen zu behaupten. So wird diese Gruppe angegriffen dafür, das sie öffentlich äussert sie sei kein rein Linkes Projekt, sondern offen für verschiedenste Kulturkreise. Wieso frage ich mich? Sind Linke Hooligans, die sich mit Gangbetitelungen schmücken etwa ein Links anerkanntes Erscheinungsbild? Ich könnte nun weitere Beispiele führen denke aber das es besser ist sie aus solchen Medien wie dem Internet raus zu halten.
    Natürlich hat „könichreich“ eine Hippie Attitüde, doch die Frage ist ob das so schlimm ist? Ist es nicht viel mehr gefragt ein tolerantes miteinander zu finden. Viele aus der Linken schreien laut auf bei diesem aktuellen Thema, und verhalten sich im gleichen Zuge grenzwertig intolerant. Beginnen auf niedrigem Niveau eine Gruppe zu denunzieren und fühlen sich im anonymen der Linken Szene wohl und sicher.
    Der Text, stellt zwar eine seltsame Art und Weise der Stellungnahme dar und um genau zu sein geht er kaum auf das Thema Sexismus ein, zeigt aber wiedereinmal das diese Gruppe eine der wenigen ist, die sich die Dinge zu Herzen nimmt und sich eben sehr wohl mit den einschlägigen Themen auseinander setzt. Dazu kommt das sie keine Historie hat, auf der sich ausruhen kann und sich im Zuge der Menge verstecken kann. So finde ich gut das die gruppe „könichreich“ mal wieder mit Ihrer vielleicht manchmal sehr naiven Art konfrontiert wird, denke aber das man aufpassen sollte wie man sie kritisiert. Vielmehr wäre ein Support und Zusammenhalt evt. genau das richtige für diese Gruppe.
    Vergleiche wie ich sie alleine in diesem Blog teilweise lesen konnte, zeigen, dass wer in der Linken nicht spurt mit Peitschenhieben versucht wird die Spur wieder zu finden.
    Ein Weg den ich für fraglich halte…
    In dem Sinne werde ich mal hören was sich weiterhin ergibt im Brei aus Vorurteilen, über Nachrede, Gerüchten und Flyern( Männlicher Flyer wurde bereits letztes Jahr zu Beginn der Disko Royal Reihe verteilt und fand seine Wege ebenfalls ins Linke Zentren)

    Opus

  9. delirant Feb 5,2010 11:04

    Hallo ihr Lieben Verblender/innen!
    Offen gesagt kommt einem im Magensaft, der sich nach dem Genuss eurer Egowixerei, aus allen Öffnungen ergiesst- Brocken von Pseudopsychologie Studenten, die eine Auffassung von ( übrigens in der Psychologie vernachlässigten, bzw. nicht mehr gelehrten Ansichten )Freuds bzgl. Phallusgebrauch…eine ziemlich verklärte Blumenwiesenkommunismus-Ansicht,,,in einer Gesellschaft mit klaren geschlechtsspezifischen vorgelebten Verhaltens- und Wertekodex..der aber hauptsächlich für bildungsferne blinde Schichten gilt,,die entweder von Grünen-Freaks oder von reaktionären Spinnern großgezogen wurden und jetzt dementsprechendend entweder einfach alles nachplappern was „die Großen“ sagen oder Sinn und zwecklos rebellieren nur um sich nach der Sturm und Drang Zeit genauso an der bösen Gesellschaft zu verlustieren…weils ja dann doch, auf einmal, nicht anders geht…außer mit Tothauargumenten, Dogmatismus und unendlicher Doppelmoral, was an Burschenschaften und andere pestverseuchte ( übrigens haupsächlich) Männer dominierte Konglomerate, zusammengehalten durch Ellenbogendenken, Angst und ein bißchen Hedonismus, aber ansonsten einfach nur am unteren Rande der Gesellschaft, Kopf voll von Drogen und Träumen von einer Revolution die niemals kommt weil der gängige Sozialismus/Kommunismus bereits aufgehört hat lebbare Alternativen hervor zu bringen, sondern sich auf die pure destruktive und zynische ( weil Doppelmoral ) Kritik in die Sub-Subkultur geflüchtet hat, wo so ein Schmarn noch ohne ernsthafte Konsequenzen verzapft werden kann. Denn die 99% der sexistischen Normalbevölkerung will mit euch nie und nimmer mehr was zu tun haben, außer wenn ihr ihren Boden putzt, oder n‘ burger für sie bratet, oder lieber gleich Sozialhilfe beantragt und euer relativ leeres Hirn mit anderen Sachen füllt… Oh ihr armen Geschöpfe, ich bete dafür das ihr aufwacht, bevor ihr wirklich sterbt!
    El Antifaschista

  10. wort zum sonntag Feb 5,2010 18:49

    @koenichreich: letztendlich geht es euren kritikern glaube ich draum, dass ihr nicht in der lage seit, gesellschaftliche machtstrukturen kritisch zu hinterfragen bzw. euch daran beteiligt, diese investigativ aufzudecken im zuge von aufklärung, sowie als folge daraus zu versuchen diese zu ändern. euer flyer stellt menschliche körper als konsumgut in puff-manier dar. in vorauseilendem gehorsam zum konsumterror seit ihr in meinen augen diejenigen, die durch eure selbsttitulierung als „links“ alles linke als ein hippes-schrilles partygelade denunzieren. ihr bezeichnet euch aus modebewusstsein als etwas, ohne dessen sinnhaftigkeit selbst intellektuell erschlossen zu haben.
    cheers.

  11. pseudoleftismsucks Feb 6,2010 14:55

    denunazantentum der denunzierten die zweite….hahaha die linke macht sich gerade selbst zur lachnummer. armes könichreich….einfach nicht weiter drauf eingehen…bei so viel ansammlung an pseudopolitmüll weiß man nicht ob man weinen oder lachen soll…

  12. könig Feb 10,2010 17:44

    liebes könichreich,
    bei deinem neuen party-publikum kann ich auch gleich nach mallorca zum ballermann fahren oder big-brother schauen. da gibts wenigstens nicht so einen hippie-anstrich und wir-sind-gute-menschen-ausreden

  13. kindergeburtstag mit ölverteiler Feb 27,2010 15:32

    AB IN DAS BLUMEN LAND

    es war einmal eine blume, eine sonnen blume, die sich etwas überlegte. die welt sei zu grau, erfolgsorientiert und nicht so fair wie sie sein könnte.

    also überlegte sich diese blume, viele andere blumen um sich zu versammeln die auch so dachten. so dass blumenbed ist jetzt gefüllllllllllllt mit lauter tollen blumen.

    UND JETZT…………………….. LASS UNS doch in die Mogolei fahren um weisenkindern die möglichkeit zu geben ein lachen kennen zu lernen das hier schon vom game boy und Xbox vertrieben wurde.

    eine blume überlegte sich das es doch echt toll währe für diese lange reise frische erde zu haben.

    LASS UNS doch eine echt geile party im KOZ feiern. so kamen lauter fleissige bienchen angeflogen ( DAS SEID IHR) um der welt von dieser tollen party zu erzählen und bei ihren face book acounds und twitter und wie das ganze zeug heißt werbung zu machen und um beim flyern und arbeiten zu helfen, da sie alle wussten wie wichtig es ist den kindern die keinen goldenen löffel im po haben zu helfen.

    HIER DIE INFOS DIE IHR BRAUCHT:::::::::::::::::::::::::::::

    einmal eintritt für 2 floors 3 euro

    KATAKOMBEN KELLER ( der Party keller im studierendenhaus wo auch das KOZ ist) : am 06.03. : einlass 22.30- open end, live konzert reaga-ska-rap und noch mehr, danach legt ein DJ, Paul & Schokolade auf (Dance Elektronk, minimel)
    Bar ist vorhanden, Hartz 4 getränke preise

    KOZ : am 06.03. : einlass 23.30- open end, Dj Ölverteiler ( KÖNIGREICH) ( sein ruf eilt ihm voraus)
    spezial, kurze 1.50, wodka energie 2.50 und ansonsten hartz 4 preise

    GEILE PARTY DACHTEN DIE BIENCHEN UND SCHRIEBEN ALLE DEM JAKOB UND HUFFEL DAS SIE HELFEN WOLLEN.

    und wenn sie nicht gestorben sind hat ihre arbeit früchte getragen und die welt ein klein wenig besser gemacht

    Getränke spezial, shot 1.50, Wodka energie 2.50 und sonst auch Hartz 4 getränke preise

  14. könICHreich Feb 28,2010 18:35

    Nach langen Diskussionen haben wir, die weiblichen Mitglieder der Gruppe könICHreich, beschlossen, uns der Männer unserer Gruppe zu entledigen.

    Da wir es leid sind, den Ertrag unserer Arbeit in diesem sexistischen Feld „Parties“, nur von Männern repräsentiert zu sehen, haben wir uns entschieden, zu drastischen Mittel zu greifen und in einer flashmobartigen Aktion die männlichen Mitglieder gewaltsam zum Gruppenaustritt zu zwingen.

    Lange Jahre haben wir uns für ein gleichberechtigtes Miteinander ausgesprochen und eingesetzt und vertreten auch nach wie vor die Position, dass die Liebe, die uns mit dem könICHreich verbindet, über Geschlechtergrenzen hinausgeht, doch seit einiger Zeit können wir unsere Augen nicht mehr vor den Tatsachen verschließen.
    Den männlichen Mitgliedern unserer Gruppe mangelt es zu großen Teilen so grundlegend an dem von uns gelebten Verständnis von könICHreich, dass es für uns nicht mehr tragbar erschien, sie in unserer Gruppe zu dulden.
    Die zunehmenden Verschiebungen der Prioritäten, weg von party- und politics-relevanten Themen, hin zu einem popkulturartigen könICHreich-als-Religion-Habitus, wurden für uns unerträglich.

    Ständig wiederkehrende Konflikte zwischen Gruppenmitgliedern aufgrund von lächerlichen Beziehungsproblemen und die Ignoranz einiger Männer in unseren Reihen, die anscheinend nur in unserer Gruppe aktiv sein wollten um Frauen kennenzulernen, brachten das Fass schließlich zum Überlaufen.

    Wir lassen uns nicht mehr von zeitaufwändigen Schwanzvergleichen in unserer Gruppenentwicklung bremsen und sehen nach endlosen, ertraglosen Debatten unsere Ideale in so großem Maße geringschätzt und durch den Dreck gezogen, dass wir die einzig bleibende Konsequenz gezogen haben- den gewaltvollen Ausschluss.

    könICHreichts, März 2010

  15. mischä Mrz 4,2010 10:44

    …kreativ,,kreativ,,,immerhin

  16. john the long one Jul 25,2011 19:04

    hahaha,
    37,72 Seiten, mit 389404 Worten. das sagt alles zum Thema linke szene und ihr verhältnis zum thema sexismus.
    kein wort gelesen und doch alles mitbekommen.

    hahaha

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