stellungnahme des harzwerk zu ihrem newyearsbash 13

harzwerk müller-esterlt

frankfurter party-veranstalter_in harzwerk konnte mit Gottes Hilfe einen “Schmierfinken identifizieren” und macht richterin konkurenz: wobei diese die restlichen Graffitisprayer noch nicht per kopfprämie zur jagd freigibt:

stellungnahme des harzwerk zu ihrem newyearsbash

“War mal wieder eine nette Sause, doch die scheiß Graffittiwichser nerven echt ab. Fickt euch. Wir müssen euer hässliches Geschmiere verantworten und ertragen. Lernt erst mal Malen und übt das nicht auf unseren Partys. Orginellere Sprüche könntet ihr euch auch mal ausdenken. Und eure Schweizerplatz Aufkleber könnt ihr euch sonst wohin kleben.
Gott sei Dank konnten wir einen von Euch Schmierfinken identifizieren. Solltest Du also nicht wollen, daß dein Foto samt Personalien an die Polizei und die Deutsche Bahn übermittelt wird, dann melde dich innerhalb einer Woche bei uns.
Wer uns weitere Schmierfinken ausliefert und oder uns über deren Identität informiert, bekommt auf allen zukünftigen Harzwerksausen Getränke umsonst.
Wir haben echt keinen Bock auf den Scheiß, aber langsam nervt es…
Vielen Dank fürs Feiern,
Harzwerk (das Techno Wunder vom Main)”

von: http://www.harzwerk.com/

13 thoughts on “stellungnahme des harzwerk zu ihrem newyearsbash

  1. ♥Tekknoatze Jan 11,2010 15:32

    Ach du Scheiße, was für Arschlöcher.

  2. circle of life Jan 11,2010 22:33

    ironie und internet passt einfach nicht zusammen. der aufruf entstand aus einer aggroaufräumlaune heraus. der verfasser hatte an dem tag mit peter lustig geduscht und es wurde sich bereits für den aufruf entschuldigt.

  3. w Jan 11,2010 22:41

    ähnliche arschlöcher wie die fusion-crew:

    http://archiv.fusion-festival.de/2007/

    “offensichtlichste Ärgernis war dieses Jahr die Zerstörung von Kunstwerken durch Graffitihonks. Wir waren absolut genervt darüber, dass bereits am Donnerstag eine Handvoll Schmierfinken sämtliche Dekoobjekte und Projektionsflächen respektlos getagt und besprüht hatten. Dazu kam, dass im Verlauf des Festivals Sanitärcontainer, Müllcontainer, Toiletten, Luftschloss, der Spacebar-Dom, die anderen Barzelte, einfach alle gut ersichtlichen Flächen krass getaged und zugebombt wurden. Die Betonklötze, die nicht so im Fokus der Massen lagen, blieben weitgehend unverziert, was ja auch schon für sich spricht.

    Allen, die daran beteiligt waren, wollen wir an dieser Stelle sagen: Eure Dummheit kotzt uns an – bleibt nächstes Jahr wo ihr herkommt oder lasst die Dosen und Eddings zuhause! Wir werden uns nicht an der dämlichen Diskussion um Kunst vs. Vandalismus beteiligen. Wir sagen dazu nur so viel: Wer nicht komplett umnachtet ist, der/die muss von alleine darauf kommen, dass wir für Sachschäden auf dem Festival, an von uns gemietetem fremdem Eigentum, aufkommen müssen. Die Rechnungen die uns hier gerade für Reinigung, Neulackierung usw. einflattern sind gewaltig. Viel schlimmer ist allerdings, dass FusionistInnen die z.T. seit Jahren mit uns zusammenarbeiten und mit Ihren Zelten oder Ihrer Kunst- und Installationsobjekten das optische Bild des Festivals maßgeblich mitbestimmt haben einfach abgegessen und frustriert sind und kaum mehr bereit, ihr Material hier aufzubauen.

    Wenn also im nächsten Jahr nicht alle zusammen verhindern, dass sich diese Scheiße wiederholt, dann wird es die Fusion so wie wir sie lieben danach nicht mehr geben und das Festival zu einer 08/15 Kulisse mit dem Charme eines S-Bahnhofs verkommen! Respekt an dieser Stelle an die vier Frauen, die im Cabarethangar einen Tagger auf frischer Tat gestellt, zu Boden gebracht und mit seinem eigenen Edding mitten in die Fresse getagt haben.”

    scheiss linke selbstmitleidige mittelschichts-alternativ@s!

  4. teknoratte Jan 13,2010 01:53

    finde eher die tager sind hier die arschlöcher, gefährden ein geiles fstival und underground parties in frankfurt. wieso besprühen diese möchtegern anarchos nicht einfach die deutsche bank oder die zeil anstatt gleichgesinnte zu schädigen. bin mir sicher, daß sich diese jung selbst irgendwann über ihre dummheit ärgern. wem bringt das was. schmiert öffentliche plätzte voll, aber belästigt nicht gleichgesinnte. hab das damals auf den schulklos schon nicht verstanden. es ist einfach objektiv gesehen hässliche schmiererei. gegen geile grafittis hab ich überhaupt nix. finde das im gegenteil richtig geil. aber tagen ist kingerquatsch….

  5. derivat Jan 13,2010 02:08

    “schmiert öffentliche plätzte voll, aber belästigt nicht gleichgesinnte”>

    sind “underground parties in frankfurt” denn keine öffentlichen plätze?

  6. johann der crackpirat Jan 13,2010 21:49

    “gegen geile grafittis hab ich überhaupt nix. finde das im gegenteil richtig geil. aber tagen ist kingerquatsch….”

    jojo, hauptsache schön bunt, damit alle drauf klarkommen und sich ja keine/r abfucken muss.

  7. wow Jan 16,2010 20:23

    machen die eine querfront mit dem präsidium der uni frankfurt ?

  8. voll ironisch Jan 22,2010 01:11

    @ circle of life
    so ironisch wars wohl doch nicht gemeint, wenn die adresse von einer eingeschüchterten person, die sich nach der “stellungnahme” bei harzwerk gemeldet hat, an die eigentümer der immobilie weitergegeben wird.

  9. oettinger Jan 31,2010 19:20

    tagger sind deppen!

  10. derivat Feb 1,2010 00:57

    Aus dem Wertgesetz im Sinne der Ökonomie oder im Sinne von Marx […] ist das Wertgesetz im Sinne Saussures geworden: jeder Term/[Tag] eines Systems hat Wert nur durch seine Beziehungen zu den anderen, zu allen anderen Termen/[Tags] ; kein Term/[Tag] hat Wert an sich, vielmehr geht der Wert aus der totalen Austauschbarkeit der Elemente hervor.

    Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod, Matthes & Seitz, München, 1982, S. 20

  11. bleibmirerspartderivat Feb 3,2010 16:45

    oh mann,

    @derivat soll ich dir jetzt ne definition für öffentlich plätze posten? ist doch klar, daß irgendwelche gelände die von partyveranstaltern gemietet werden um dort “umsonst” party zu machen keine öffentlichen plätze sind. wenn du so viel zeit investiert um deine taggerein zu rechtfertigen, im gegenzug dafür aber nicht gerade stehen kannst, wenn dich jemand darum bittet es wegzumachen, weil derjenige sonst wegen “dir” probleme bekommt, dann ist das für mich einfach nur mutwillige zerstörung, gepaart mit respektolser gleichgültigkeit. im unterschied zum öffentlichen raum müssen in oben beschriebenen fällen privatpersonen für den schaden gerade stehen. auch wenn das in deinem augen kein schaden ist, mußt du genau so, wie du respekt für deine form des ausdrucks erwartest akzeptieren, daß es leute gibt die gerne keine tags an den wänden sehen möchten. aber da dir das ja hobbyimmanent sowieso egal sein dürfte würde ich gar nicht auf leute eingehen, die dich dafür kritisieren. insofern verstehe ich deine deine hanebüchenen rechtfertigungen nicht? wenns dir nur ums schmieren geht und nicht um partys, dann bleib doch einfach von solchen veranstaltungen fern, da ist es nämlich ohne vorherige absprache nicht geduldet….
    gruß der party anker

  12. derivat Feb 3,2010 17:31

    liebe*r bleibmirerspartderivat,
    ich mache nur eine kleine diskursanalyse zum thema partypolitics und repression am beispiel des umgangs von sogenannten underground/offscene-partyveranstalter*innen mit taggern und writern. ich gucke also, wie argumentiert wird (repressiv-tolerant, denunziatorisch, personalisierend, verschwörungstheoretisch, präsidial, pathologisierend, autoritär, vorbürgerlich, bürgerlich, konservativ, heteronormativ, lustfeindlich, usw.) , und frage halt bischen nach um mich dann beschimpfen zu lassen. deswegen musst du doch nicht so böse sein auf mich.

  13. bleibmirerspartderivat Feb 3,2010 22:06

    nein, nein

    bin nicht böse….bin ganz lieb. denke nur es ist schade, daß sich sogar im untergrund die neidgesellschaft niederschlägt. wenn leute gute partys umsonst machen, wird sich nie bedank, sondern nur auf fehler gewartet, wie im falle von harzwerk geschehen, um dann wahllos drauf los zu knüppeln. wer die diskussion verfolgt hat, muß bemerkt haben, daß sich bereits mehrmals für den aufruf entschuldigt wurde. wohingegen die tagger, als sie gemerkt haben, daß der aufrauf ein fake war nichts mehr von sich hören ließen und andere die bemalungen entfernen mussten. das man sich im hinter, dann dafür noch kritisieren lassen muß finde ich doof und unfair.
    aber deine diskursanalyse finde ich echt spannend. mir war das so nicht bewusst. deshalb fühl dich nicht beleidigt sondern geehrt:)

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