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Nachbericht: Social Media Politik und Queer-Feministisches Bloggen

Am Samstag war ich in Hannover, um bei der Tagung Social Media Politik einen Workshop über Frauen_Lesben_Trans* in der digitalen Welt und queer-feministisches Bloggen durchzuführen. Trotz des Stichwortes DIY habe ich beim “Workshop” die meiste Zeit geredet und konnte den Teilnehmer_innen so hoffentlich einen Einblick in die (queer-)feministische Netzszene geben. Es war mir wichtig zu zeigen, wie das eigentlich konkret aussieht mit der Vernetzung, welchen Stellenwert Blogs und andere Medien darin spielen und was für Projekte dabei entstehen können. Ganz durchgekommen sind wir nicht, und ich hatte auch den Eindruck, dass die Teilnehmer_innen sich das Ganze doch praktischer gewünscht hätten. Zum einen hatten aber nicht alle Notebooks zur Verfügung. Zum anderen bin ich nicht sicher, was sinnvollerweise praktisch gemacht werden kann in einem zweistündigen Workshop, bei dem eben nicht klar ist, ob überhaupt alle anfangen wollen zu Bloggen oder zu Twittern. Allerdings konnte ich die Gelegenheit nutzen, den Leuten Etherpads zu zeigen. Dazu hatte ich ein Pad mit Links zu Seiten, Tools und Projekten, die im Vortrag vorgekommen sind, angelegt. Ich bin nicht sicher, ob das alles richtig angekommen ist, aber sie haben es mal gesehen und eine hat auch was reingeschrieben. Bei dem ganzen Web 2.0 Zeug gilt ja wahrscheinlich auch, dass eine es einfach mal ausprobieren muss, dabei aber die Berührungsängste und Lerngeschwindigkeiten einfach sehr unterschiedlich sind.

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hs32 gehört

Dies ist der vorab veröffentlichte Versuch, uns beim Trans*tonalen Ohrenfest senden zu lassen. Wir reden körperlos und multidimensional über Gehörtes und Gesprochenes und eigentlich fast nichts Unerhörtes. Im Übrigen heute nur zu zweit (Reisestößchen!) und mit ordentlicher Verspätung. Aber guter Dinge, versiert am Verhaspeln und redeverwirrt wie immer. Fürwahr.

Download (mp3, 58 MB)

Musik: Terre Thaemlitz1980′s Christian New Wave

Links: quEAR! das Trans*tonale Ohrenfest

 

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Fotos aus dem Klapperfeld

Wir haben es endlich geschafft, einige Fotos des Klapperfelds online zu stellen:
http://www.flickr.com/photos/faitesvotrejeu/

Natürlich ist das nur ein Anfang. Mit der Zeit sollen weitere Bilder ergänzt werden. Auch eine Album mit Fotos des von uns besetzen JUZ‘ Bockenheim ist in Planung.

Wenn ihr Fotos vom Klapperfeld oder aus JUZ-Zeiten habt, würden wir uns natürlich freuen, wenn ihr uns diese zur Verfügung stellt. Also schreibt uns (faitesvotrejeu[ät]yahoo.com), ruft an (0160 95656439) oder kommt einfach vorbei!

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Robert Kulpa: Con-Temporal Peripheries

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenIm Mai diesen Jahres war Robert Kulpa bei uns zu Gast. Der aus Polen stammende Queer Theoretiker lebt seit einigen Jahren in London, wo er seine Doktorarbeit im Department of Psychosocial Studies am Birkbeck College schreibt. Darin, wie auch in seinem Vortrag, beschäftigt er sich mit Zeit, Raum, Wissen und Aktivismus zwischen den Sexualitäten Zentral-/Osteuropas und des Westens. Wenn aus westlicher Perspektive darüber gesprochen wird, die Gesellschaften und queer Bewegungen Zentral- und Osteuropas seien noch nicht “so weit” wie wir, wird darin ein Narrativ linearer Entwicklung angelegt, bei der “der Westen” voran schreitet und alle anderen diesen Pfad befolgen müssen. In “Con-Temporal Peripheries: Disjunctions in space and time, knowledge and activism, between Central-Eastern European and Western sexualities” wird diese Konstruktion einer zeitlich-räumlichen Peripherie einer Dekonstruktion unterzogen. Künstlerisch haben sich die Pet Shop Boys übrigens schon 1993 im Video zu “Go West” (Video bei youtube) mit diesem Narrativ auseinander gesetzt. Das Video wurde von Robert am Ende des Vortrages gezeigt.

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Präsentationen und Texte

Kleiner Werbeblock

Aufgrund regen Interesses hat Lüder Tietz die Präsentation seines Vortrags dankenswerterweise zum freien Download zur Verfügung gestellt. Beachtet, daß wir neben der Audio-Doumentation (im Netz und im Radio) auch einige Präsentationen und Links zu lesenswerten Onlinetexten sammeln und zwar unter “Vortragsreihe->Texte”. Auch die Präsentation zu Antje Schrupps Vortrag ist neuerdings dort verlinkt.

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Aufruf: IMK wegbassen!

“Wir haben was dagegen,
wir wollen das so nicht haben.
Aus Boxen und Verstärkern
bauen wir uns Barrikaden.
Musik ist unsere Waffe,
und wir die Attentäter. “
(Deichkind)

Fast schon müßig erscheint es, erklären zu wollen, warum es Sinn ergibt die am 22. Juni in Frankfurt stattfindende Innenministerkonferenz zu kritisieren. Widerstand ist angebracht, wenn sich die Architekten der Sicherheit überlegen, wie sie Staat und Kapital noch effektiver gegenüber allen tatsächlichen und vermeintlichen Bedrohungen abschotten können. Wir alle wissen warum: Freundinnen und Freunde, die von der – den Innenministern unterstellten – Polizei abgeholt und abgeschoben werden. Kameras überall, die uns davon abhalten sollen rumzualbern, Drogen zu nehmen, aus dem Rahmen zu fallen. Archaische religiöse Feiertagsgesetze, die uns davon abhalten wollen, der elenden Realität durch ein paar Stunden Glück im Feiern zu entgehen. Eine immer weitere Aufrüstung der Polizei mit immer stärkeren Wasserwerfern, mehr CS-Gas, mehr Befugnissen, mehr Vermummung, ohne gleichzeitig die Rechte derer zu stärken, an denen die Technik nachher ausprobiert wird, während es gleichzeitig keine Kennzeichnungspflicht und auch keine unabhängigen Untersuchungskommissionen für Polizeiübergriffe gibt.
Dass es selbstverständlich scheint, dass das gesellschaftliche Kollektiv sich das Recht herausnimmt, die Einzelnen der Gesellschaft gewaltsam auf Linie zu bringen – im Zweifelsfall auch mit Gewalt – ist unerträglich. Gegen diese Repression des Volksmobs und seiner Repräsentant_innen in den Parlamenten helfen leider keine warmen Worte: Freiheiten müssen wir uns erkämpfen. In der Behauptung der Individuuen gegen die Repression der so genannten “Allgemeinheit” bringen wir unsere Körper und Seelen in Stellung gegen eine Gesellschaft, in der der Einzelne nichts, das Volk dagegen alles ist. Eine Gesellschaft in der Einzelne präventiv weggesperrt werden könne, weil irgendein Bürokrat sie als unverbesserlich gefährlich brandmarkt (Sicherungsverwahrung), in der Menschen in Gefängniszellen verbrennen, weil sie die falsche Hautfarbe haben ( Oury Jalloh) und in der Tanzende nicht Tanzen dürfen, weil Fanatiker ihrer religiösen Führer gedenken (Tanzverbot), haben wir beschlossen nicht länger zu akzeptieren: tanzend und unberechenbar werden wir uns ihrer Kontrolle und ihrem Zugriff entziehen.
Unsere Auflehnung kennt keine Forderungen. Wir scheißen darauf von euch Beteiligung an Entscheidungen zu bekommen, die den Sachzwängen eines Systems gehorchen, das uns alle zu Objekten der Geschichte degradiert. Eine Grundlage für einen gemeinsamen Diskurs gibt es nicht.
Wieso sollten wir auch mit Menschen diskutieren, die uns einsperren, abschieben, überwachen und den Mund verbieten wollen?! Was sollte es überhaupt bringen, mit Menschen zu diskutieren, die sich restlos dem Erhalt dieser Gesellschaftsordnung verschrieben haben, die uns erstickt und hilflos macht?!

Wehren wir uns gegen die Beherrschung unserer Leben:
Raven wir gemeinsam durch die Stadt und schmecken ein kleines Stück des ganz anderen Ganzen.
Wir sehen uns. Am 22. Juni 2011 um 18 Uhr, Ecke Bremerstraße/Hansaallee in Frankfurt am Main.

Juni 2011, current for a cosmopolitan insurrection und EigenLeben

 

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