rhizom

Queer Theater Soli Party

Regenr_Innen* – Drag. Ein Kleidungsstück – so hieß das das Theaterdebüt von V.D. Emde, das sich auf künstlerisch-kritische Weise mit einer queeren Subkultur auseinandersetzte, die sich zwischen leidenschaftlicher Gesellschaftskritik und avantgardistischem Pseudo-Tiefgang vor allem in der Berliner Szene bewegt.

Wer gleichermaßen vom Stück begeistert war, tobe sich auf der SOLIPARTY am 11.12.09 im Koma F / Köpi aus, um das Projekt nachträglich zu unterstützen oder auf neue Bühnen zu befördern.

DJ_Anes: Le Bronze, Wify, radio gaga & LCavaliero

Die Geschichte vom Palmrest-Sensor

Heute schreib ich mal was ohne Feminismus, Gesellschaftskritik und so. Aber es geht um digital life. Um daran teilnehmen zu können, brauchen wir ja Gerätschaften. Mein Macbook ist innen weiß, außen mittlerweile Schwarz und schon ein paar Jahre alt und leistet mir noch gute Dienste. Nur war seit einiger Zeit der Lüfter ohne triftigen Grund auf Dauerbetrieb. Das stört nicht nur, das ist dem Fangirl auch peinlich. Zunächst hatte ich natürlich Flash und “seltsame Prozesse im Hintergrund” im Verdacht, aber da war nichts. Es musste an der Hardware liegen.

Mit einem ehemaligen von Apple zertifizierten Servicetechniker (so jemanden im Freundeskreis zu haben ist einfach Gold wert) habe ich einen Hardwaretest durchgeführt, demzufolge der linke Palmrest-Sensor kaputt war. Der misst die Temperatur dort, wo die Handfläche ruht, also beim Akku. Normalerweise weiß dann der Lüfter, wann es dem Gerät zu heiß wird, weil zum Beispiel gerade der Akku explodiert. Ist der Sensor kaputt, wird pro forma gelüftet.

Nun gut, ein neuer Sensor muss her. Aber wo sitzt der denn?
Der Techniker des Vertrauens war überzeugt, dass er auf dem Topcase sitzt. Das ist der Teil des Macbooks mit der Tastatur, dem Trackpad usw. Das Topcase wurde getauscht, doch das Lüften nahm kein Ende.
“Oha”, sagte der Techniker des Vertrauens, “dann ist das wohl auf dem Logicboard.” Viele Schrauben raus, altes Logicboard raus, neues rein, Schrauben wieder rein. Und der Lüfter? Bläst weiter.

Die Geschichte endet wie im Märchen, denn aller guter Dinge sind drei, und den entscheidenden Geistesblitz hatte schließlich ich: “Wenn der Palmrest-Sensor die Temperatur beim Akku misst, vielleicht sitzt er dann ja am Akku?” – Voilà: Akku raus, Macbook nur am Stromnetz betrieben und der Lüfter gibt Ruhe. Mit neuem Akku ist jetzt alles wieder in Ordnung. Himmlische Ruhe!

Vortragseinladung – Smilla Ebeling: Geschlechterpolitik in Zoologischen Gärten

Prof. Smilla Ebeling
Geschlechterpolitik in Zoologischen Gärten
Mittwoch, 09. Dezember 2009 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Unserem Anliegen, die Anwendung ‘queerer’ Ansätze auf neue Bereiche zu erproben, leistet Smilla Ebeling aus Oldenburg einen wichtigen Beitrag, unsere – der Anhäufung von Interessanz verpflichteten – Reihe um eine möglicherweise zentrale Kategorie zu erweitern:

Zahlreiche Beispiele aus dem Alltagsleben (wie etwa Kosenamen, Redewendungen, Literatur, Filme, Grußkarten und Werbung) zeigen, dass Menschen Tiere verwenden, um über sich und Gesellschaft nachzudenken und um sich auszudrücken. In Anlehnung an Daston & Mitman (2005) gehe ich davon aus, dass dieses „Denken mit Tieren“ weit verbreitet und etwas Selbstverständliches ist. In meinem Vortrag untersuche ich das „Denken mit Tieren“ im Kontext von Geschlecht und Sexualität in der öffentlichen Bildungseinrichtung des Zoologischen Gartens. Dabei wird deutlich, dass Zoologische Gärten vermeintlich wilde und natürliche Tiere in einem heteronormativen Rahmen präsentieren und ein Bild von der Tierwelt als eine zweigeschlechtlich strukturierte vermitteln. Das „Denken mit ‘wilden’ Tieren“ in Zoologischen Gärten hat Einfluss auf die Vorstellung und Akzeptanz von Geschlecht und Sexualität in der Gesellschaft. Es trägt dazu bei, bestimmte Geschlechter und Sexualitäten als „natürlich“ zu legitimieren und andere als „unnatürlich“ zu verwerfen. Zu diskutieren ist, ob diese Geschlechterpolitik mit Tieren für queere Anliegen genutzt werden kann, etwa durch die Darstellung von Homo-, Inter- und Transsexualität unter Tieren.

Soziale Ungleichheit und Netzneutralität

The Internet provides our communities with a medium to access services, find jobs, connect to friends, make inexpensive international phone calls to family members, and to advocate for social change. Many of the most valuable things we do online are noncommercial; they exist because the Internet is the first mass media system with no gatekeepers to dole out privilege to the highest bidder. That freedom and openness is what makes the Internet different from broadcasting and cable. We can’t allow Comcast, AT&T, Verizon and other broadband providers to deliver substandard Internet service to our communities.

Spannend: Netzpolitische Kommentare werden ja meistens aus einer scheinbar neutralen, universellen Perspektive verfasst, die wenig situiert ist. Im Gegensatz dazu diskutieren Malkia Cyril, Chris Rabb und Joseph Torres das wichtige Theme der Netzneutralität in ihrem Artikel The Internet Must Not Become a Segregated Online Community aus einer dezidiert verorteten Perspektive (via feministing).

[…]

links for 2009-12-02

Queering Gentrification

Dieser Text ist erschienen in [sic!] Forum für feministische Gangarten Nr. 64, S. 32-33 unter dem Titel “Gibt es eine queere Ökonomiekritik?”
Seit geraumer Zeit finden vielfältige queer-theoretische Auseinandersetzungen mit Kapitalismus und Neoliberalismus statt, die nach den Zusammenhängen von Heteronormativität und sexuellen Politiken mit ökonomischen Verhältnissen und Arbeit fragen. Für eine queere Ökonomiekritik stellt sich immer […]

LGBTI (Lesbian Gay Bi Trans Intersex People) in Südafrika

Veranstaltung im ehemaligen Klapperfeld
Klapperfeldstrasse 5, Frankfurt
Donnerstag 10.12.2009 um 20 Uhr

Wir haben Phumzile S. Mtetwa (Executive Director) vom The Lesbian and Gay Equality Project aus Johannesburg eingeladen. Sie wird über die Situation von schwarzen LGBTI Leuten im heutigen Südafrika sprechen.
Dabei wird ihr besonderer Fokus auf den Veränderungen für LGBTI Menschen im Transformationsprozess vom Apartheidregime zur Demokratie sowie auf den sogenannten Hate Crimes (Verbrechen an LGBTI People aufgrund ihrer sexuellen Orientierung) liegen.
Veranstaltung für alle Geschlechter offen, der Vortrag wird auf Englisch sein, die Diskussion deutsch-englisch. Übersetzung bei Bedarf.

Veranstalterinnen: Faites votre jeu und AFLR, Autonomes FrauenLesben
Referat und Autonomes AuslänerInnen Referat, Uni Frankfurt

Installation: Die Autorität der Couch

leg dich auf die couch // fragmente // spiegelbilder // zitate // was siehst du // bist du ein ganzes? // ein mobile deiner selbst? // konfrontationen //

Eine Couch, zerbrochene Spiegel, ein Mobile – die Besucherin legt sich auf die Couch: Slavoj Zizek, Jacques Lacan, Jessica Benjamin, Luce Irigaray, Sigmund Freud, Julia Kristeva, Gilles Deleuze, Michel Foucault und Judith Butler. Zitate begleiten den Zuhörer in das Unbewusste. Am Horizont spuken die Gespenster der Binarität: Polymorphe Perversionen, transzendente Wesen und der ewig lesbische Phallus konkurrieren um die Aufmerksamkeit des Zuhörers. Melancholisch verabschiedet sich die Besucherin.
Installation // Julia Jäckel // Zara Pfeiffer

[…]

Donnerstag, 26. November 2009, 19:30 Uhr // »Umsonstfahren für‘s Klima?!«

In Bremen, Hamburg, Berlin und in anderen Städten fanden in diesem Jahr »Umsonstfahrtage« statt, die die Forderung nach dem Recht auf Mobilität für alle mit »Klimaschutz« in Verbindung gebracht haben.
Olaf Bernau vom Bremer Klimaplenum / NoLager diskutiert mit uns die Verknüpfung von linker Klimapolitik und sozialen Rechten anhand der lokalen Praxis des »Umsonstfahrtags« – vor dem Hintergrund der im Dezember in Kopenhagen stattfindenden UN-Klimakonferenz (+ N.N.).

Außerdem noch bis zum 4. Dezember: Plakatausstellung
Im Rahmen der Vorbereitung der Proteste zum UN-Klimagipfel in Kopenhagen (7. bis 18. Dezember 2009) werden acht Plakate des Berliner Anti Atom Plenums (AAP) gezeigt. Die Plakatreihe beschäftigt sich mit dem Klimawandel aus linker Perspektive und dem Zusammenhang mit Flucht, Krieg, Kapitalismus, Landwirtschaft und vielem mehr.

[…]

Das Geschlecht der Anderen – Internationale Konferenz

Das DFG-Graduiertenkolleg Geschlecht als Wissenskategorie der HU Berlin veranstaltet am 11. und 12. Dezember 2009 eine Internationale Konferenz mit dem Titel „Das Geschlecht der Anderen. Narrationen und Episteme in Ethnologie, Kriminologie, Psychiatrie und Zoologie des 19. und 20. Jahrhunderts“.

Ausgangspunkt der Konferenz ist die Beobachtung, dass die Konstitution von Geschlechterpositionen und –metaphern besonders seit dem 19. Jahrhundert an diverse Konstruktionen eines „Anderen“ gebunden ist. Jene Konstruktion wirkt über die Definition und Zuschreibung von Binaritäten wie rational/wahnsinnig, kulturell entwickelt/primitiv, deviant/„normal“ und menschlich/tierisch. Über diese vergeschlechtlichten Formen des Anderen bildet sich ein Wissen, das sich sowohl in Diskursen der Psychiatrie, der Ethnologie, der Zoologie und der Kriminologie als auch in künstlerischen und literarischen Formen verdichtet.

Konzeption: Florian Kappeler, Julia Roth, Anne Stähr, Vojin Saša Vukadinović, in Kooperation mit Sophia Könemann, Dr. des. Julie Miess, Susann Neuenfeldt

aus dem Programm 11.12.09 Freitag
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Vortragseinladung: Svenja Schröder: Feministische Netzkultur

Svenja Schröder, M.Sc.
Feministische Netzkultur – Spielwiese oder Kriegsgebiet?
Eine interdisziplinäre Betrachtung einer Netzlandschaft
Mittwoch 25.11.2009, 19:15, Von Melle Park 5 (”Wiwi Bunker”) 0079

Mittwoch behandeln wir mit der virtuellen Vernetzung ein aktuelles Thema, wie immer in ‘queerem Kontext’. Umso bemerkenswerter, wie selten diese Themenbereiche zusammen gedacht werden. Als linkreichen Einstieg in die zu behandelnde (queer)feministische Blogosphäre empfehlen wir Interessierten jenen aus unseren Reihen: I Heart Digital Life

Die Referentin Svenja Schröder ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Informatik und angewandte Kognitionswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Sie leitet ihren Vortrag stilecht folgendermaßen ein:

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