westerwelle in english

Wir haben Geburtstag! Ein Jahr heiter scheitern heute stilsicher mit einem Wein-Stößchen aus den Zonen der Unbewohnbarkeit. Wir aktualisieren die erste Folge und plaudern ungeniert aus dem Nähkästchen. Das ist zeitweise relevant, zeitweise banal und zwischendurch versteigen wir uns in die Benutzung des Konzeptes “Hobby”. Was uns auch nicht weiter bringt. Fazit: Alles irgendwie zufällig wie gehabt. Zweites Fazit mit Herz: Vielen Dank an unsere Hörenden und Kommentierenden!
Wir verschieben den podcast-Termin ab November auf den 2. Freitag im Monat.
Download (mp3, 81,6 MB)
Musik: Diablo Swing Orchestra – Pink Noise Waltz
Links: lost in eimsbush
[Deutschlands Rolle in der Rekonfiguration des Nationalen in Europa]
erschienen in: phase 2 (33)
»Sie begraben ihre Toten
Und schauen dich groß an
Was gibt es hier denn noch zu tun?
Am besten weiterfahren!«
(Turbostaat – Haubentaucherwelpen)
Entgegen allen anderslautenden Prognosen, Hoffnungen und Befürchtungen nahm die Bedeutung des Nationalen trotz immer weiter voranschreitender internationaler Vernetzung in den letzten Jahrzehnten nicht ab. Weder erwies sich die Europäische Union als »postnationale Konstellation« (Habermas) noch als »kosmopolitisches Projekt« (Beck). Die Wiederkehr des Nationalen zeigte sich nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus zunächst in den zerfallenden ehemaligen Staaten des »Ostblocks« in aller Deutlich- und Hässlichkeit. Bekanntermaßen huldigten aber auch die Deutschen ihrer endlich groß und frei gewordenen Nation traditionsbewusst qua Pogrom und antimigrantischer Gesetzgebung. Die Entwicklung in Deutschland ist dabei nicht nur binnenperspektivisch bedeutsam, sondern auch in Hinblick auf die Vorreiterrolle, die der außenpolitisch materialisierte deutsche Diskurs um Volk und Nation seit den neunziger Jahren in Europa zu spielen begann. Wir gehen davon aus, dass sich zentrale Veränderungen in Form und Inhalt der rekonfigurierten Nation aus ganz spezifischen Gründen von Deutschland aus verbreiteten. Hier geht es vor allem um Verschiebungen im Verhältnis des Nationalen zum Territorium, das heißt um in der nationalen Denk- und Praxisform sich ausdrückende Verschiebungen des gesellschaftlichen Raum-Zeit-Gefüges.
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Politischer Reisebericht zu Theorie und Praxis des EU-Grenzregimes und des »No-Border-Camps« auf Lesvos im August 2009 mit Bildern, Videos und Ouzo-Bar.

Begleitende Fotoausstellung von 1. bis zum 17. Oktober 2009
Fotoausstellung: Grenzerfahrungen – No Boder Camp Lesvos 09
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letztens hatte sich jemand beim meinem set ca. eine halbe stunde lang immer wieder „voll auf die fresse“ gewünscht. in rastatt hat sich jemand „geilen drum and bass wie von oder von pendelum“ gewünscht. gleich nächsten tag in freiburg war wieder einer da mit dem selben wortlaut (oder war es derselbe, ein penetranter schatten der mir jetzt hinterher reist und sich immer diese mir unbekannte musik wünscht).
Ich habe aufgeräumt. Hier kommen die Links der letzten Tage.
Wahlblog'09 | Klarmachen zum Kentern. Die Piratenpartei-Leseliste, Folge 6
Wer sich noch weiter mit den Piraten auseinandersetzen will: Im Blog der Heinrich Böll Stiftung gibt es Links.
(tags: piratenpartei politik)
Was die Piraten noch lernen müssen | emptysignifier | The Weblog of Jacob Fricke
(tags: piratenpartei politik mouffe)
Arbeitsrecht: Schikanieren erlaubt […]
[Wie Autonome Antinationalisten den Schlussstrich unter die deutsche Geschichte ziehen wollen]
Als vor zwanzig Jahren wieder zusammenwuchs, was zusammengehörte und sich die Deutschen der letzten verhassten Erinnerungen an die Schmach des verlorenen Krieges endlich entledigen konnten – die Mauer fiel, der Russ’ und Ami gingen heim –, begaben sich die Deutschen auf die Straßen um zu […]
In der zweiten Folge von Nrrrdz greifen wir kurz vor der Bundestagswahl ein hot topic der Netzszene auf. Wir sprechen über die Piratenpartei, Feminismus und Geschlechterpolitik. Wie haben wir die Diskussion wahrgenommen, was sind für uns die wirklich wichtigen Fragen, und warum ist das alles nicht so einfach? Passend dazu auch der Facepalm des Monats: Franziska Heine im Interview mit dem Piratenpartei-Podcast.
Links zur Folge:
Zum Schluss: Ein großes Danke an sv für den Jingle!
Download (mp3, 65MB)
Markus Schreiber, Chef des Bezirksamts Mitte, äußert sich im taz-Interview mit Iris Hellmuth und Sven Stillich über die Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse in St. Pauli und Wilhelmsburg und meint “Fast alle können dort bleiben”.
Wir wollen die Künstler nutzen, um eine Atmosphäre zu schaffen. Die Künstler kommen zuerst, dann wird der Stadtteil aufgewertet. Gentrifiziert. Die sind die Vorhut.
Der Begriff Gentrifizierung, von vielen vor ein paar Monaten noch als zu sozialwissenschaftlich, zu abstrakt und lebensfern wahrgenommen, ist ja mittlerweile in aller Munde. Dass ein SPDler und Bezirksamtsleiter ihn affirmativ verwendet, überrascht mich aber doch ein bisschen. Es ist aber auch wirklich kein Geheimnis, warum sich die Künstler_innen des Gängeviertels – für die er nur warme Worte übrig hat – lieber in Wilhelmsburg einnisten sollen.
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