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Slavoj Zizek: Die Krise bietet keine Katharsis, sie schürt unsere Fesseln noch enger

Zizek: „Wir dürfen nicht einfach den Zug der Geschichte mitfahren, wir müssen die Notbremse ziehen bevor wir an die Wand fahren. Das müssen wir uns bewusst machen, es hängt alles von uns ab. Wenn wir die historische Entwicklung einfach so weiterlaufen lassen, dann wird es in einer noch nie dagewesenen sozialen und ökologischen Katastrophe enden. Wir müssen endlich handeln, ohne darauf zu hoffen, dass ein großer Anderer oder die Geschichte auf unserer Seite ist. Niemand ist auf unserer Seite.“
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Radiobeitrag: SWR2, 22.08.2009, Journal am Abend

Ra­dio­bei­trag zur Thea­ter­auf­füh­rung „Auf der Kippe – Selbst­mord­ex­pe­ri­ment in ge­schlos­se­ner Ge­sell­schaft“. Aus­zug aus dem Pro­gramm von SWR2:

„Auf der Kippe – Selbst­mord­ex­pe­ri­ment in ge­schlos­se­ner Ge­sell­schaft“ so der Titel eines Stü­ckes der Künst­ler­grup­pe „Fai­tes votre jeu!“ Frank­furt/M. Es han­delt von den Selbst­mör­dern Klaus Mann, Ste­fan Zweig und Hein­rich von Kleist, die sich ge­mein­sam mit der Tra­gö­di­en­fi­gur Pent­hise­lea im Po­li­zei­ge­wahr­sam Klap­per­feld“ tref­fen, zu dem „Selbst­mord-​Ex­pe­ri­ment in ge­schlos­se­ner Ge­sell­schaft“./Ein Bei­trag von Ur­su­la Böh­mer
Pre­mie­re: heute Abend um 20:30 Uhr, eine wei­te­re Vor­stel­lung ist am 23. Au­gust um 20:30 Uhr

Mythos Ver-männlichung

Liebe Caster,

Es freut uns zu hören, dass Du nicht mal mehr zwei Minuten brauchst um 800 Meter zu laufen. Vielleicht hättest Du jedoch nicht gleich zwei Sekunden schneller als Deine Konkurrentinnen sein müssen, hätte nicht eine Sekunde gereicht? Ihr rückt den Männern (gerade im Laufen doch zusehends auf die Pelle) Das ist bedrohlich für eine Sportwelt, die Leistungen nach Geschlecht beurteilt. Das macht den Organisationen schon Angst, wenn da so ein Wirbelwind wie Du dahergerannt kommt, der partout nicht in die Vorstellung einer weiblichen Läuferin passen will.

Überlegen wir mal, was wäre passiert, wenn Usain Bolt statt einen Rekord nach dem anderen zu laufen, plötzlich langsamer gewesen wäre, ein bißchen breiter um die Hüften und vielleicht sogar ein bißchen Brustansatz. Natürlich man hätte sich über die Ernährungsgewohnheiten oder eine plötzliche Medikamenten (doping?) Umstellung des Läufers gewundert, man hätte leise gelacht über seine „weibliche“ Erscheinung und vielleicht hätte sich der eine oder andere Amerikaner ins Sprinterbein gepinkelt vor Freude (Tyson Gay), aber sicherlich hätte man seine Ver-weiblichung nicht als Bedrohung empfunden.

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Gängeviertel

Gestern Abend war ich in den letzten Überresten des Hamburger Gängeviertels, wo Künstler_innen mit einer Besetzung gegen den Abriss protestieren. Hintergrundinfos gibt es auf gaengeviertel.info, den aktuellen Stand der Entwicklung erfahrt ihr ebenfalls dort, oder auf twitter. Oder besucht das Gängeviertel, sprecht mit den Leuten und schaut euch die Exponate in der kleinen Ausstellung über das Viertel an.
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Selbstmord hinter Stacheldraht

Stu­die­ren­de ma­chen das eins­ti­ge Ge­fäng­nis an der Klap­per­feld­stra­ße zur Thea­ter­büh­ne

Frank­fur­ter Rund­schau, 25.​08.​2009 (down­load pdf)

Von Kris­tia­ne Schnei­der

Dra­ma­tik ge­hört zum Thea­ter im Klap­per­feld. (Bild: Schick)

Der Mensch ist doch auch im Krei­se jeg­li­cher Freun­de immer nur al­lei­ne. Froh kann ich nur in mei­ner ei­ge­nen Ge­sell­schaft sein – das kann man nicht unter Men­schen.“ Es war eine eher düs­te­re Sicht auf die Welt, die Stu­die­ren­de der Frank­fur­ter Hoch­schu­le für Musik und Dar­stel­len­de Kunst, der Goe­the-​Uni, der Bil­den­den Kunst­uni­ver­si­tät Wien und der Fried­rich-​Alex­an­der-​Uni­ver­si­tät Er­lan­gen-​Nürn­berg am Wo­chen­en­de ver­brei­te­ten.
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freaky – queer art conference vom 28.-30.08.2009 Berlin

Zeitgenössische Kunstpraxen aus queer-theoretischer Perspektive betrachtet.

Die Konferenz „freaky“ hat Kunst- und Queertheoretiker_innen eingeladen vier künstlerische Arbeiten zu besprechen. Natürlich sind diese vier Arbeiten während der Konferenz zu sehen.

Die Debatte fokussiert sich auf Queer freaks, queere Exotika und Differenzen.

Ein Film- und Performance Programm wird weitere Perspektiven, kün­stlerisches Material und visuelle/ linguistische Praxen beisteuern.

Ort: Naunynstraße 27, Berlin (U-Bahn Kottbusser Tor)

weitere Infos:: www.freaktheory.de

Fuckparade 2009

Wie immer findet die Fuckparade einmal im Jahr statt und wie immer sind die dort vertretenen politischen Inhalte fragwürdig bis jenseits von grenzwertig. So auch am vergangenen Samstag. Mit dem Satz „Berlin gehört den Berlinern und nicht ein paar global agierenden Kapitalisten und Möchtegern-Demokraten“ endete der Aufruf zur Fuckparade 2009 und dies entspricht dem […]