unconditional basic income

Magisterarbeit ueber die Entwicklung und normative Rechtfertigung eines armutsvermeidenden und gerechten sozialen Grundsicherungsmodells in Anlehnung an die Theorie des unbedingten Grundeinkommens (unconditional basic income) http://copyriot.com/ubi/

Armut, Gerechtigkeit und soziale Grundsicherung

Inhalt und Einleitung A: Armut und Armutsforschung B: Grundsicherungssysteme zur Bekämpfung von Einkommensarmut C: Gerechtigkeit und soziale Grundsicherung D: Vorschlag für ein gerechtes Reformmodell zur Vermeidung von Einkommensarmut Literatur

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Die Zivilgesellschaft und die kritische Theorie

Toni Arnold

Die Zivilgesellschaft und die kritische Theorie

Kommentar zu einem Grundlagentext des Frankfurter Instituts für Sozialforschung im Zusammenhang mit dem Kosovo-Krieg


"Zur Entwicklung einer zivilgesellschaftlichen politischen Kultur in Deutschland" aus: Forschungsarbeiten des IFS Bestialität und Humanität unter Habermas versus Was der Mensch tun sollte, aber nicht tut von Michael Jäger
Aus historischen Gründen wird das Frankfurter Institut für Sozialforschung oft mit kritischer Theorie assoziiert. Insofern kritische Theorie sowohl auf die Erkenntnis als auch auf die Überwindung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung zielt, kann festgestellt werden, dass beides am genannten Institut eher dementiert denn praktiziert wird. In einem zweiten Teil versuche ich anhand der Habermas/Jäger-Kontroverse um Kant und Kosovo zu zeigen, dass wir es hier mit der "kritischen Theorie unter Habermas" zu tun haben, die inzwischen unverzichtbarer funktionaler Bestandteil des militärisch-industriellen Komplexes geworden ist. Eine später hinzugekommene Ergänzung namens Habermas und das System behandelt etwas genauer Habermas' Theoriekonzeption in Hinblick auf das genannte Thema. Der offenbar 1997 verfasste programmatische Text des Frankfurter Instituts für Sozialforschung beginnt mit der Feststellung, dass sich am Institut personell etwas geändert hat. Ein von Helmut Dubiel, Adalbert Evers, Ludwig v. Friedeburg, Ute Gerhard, Axel Honneth und Wilhelm Schumm vorgelegtes Arbeitsprogramm legt die zukünftige Ausrichtung der empirischen Forschung des Instituts fest. Es bringt die "Wiederaufnahme sozialpolitischer, feministischer und psychoanalytischer Fragestellungen" auf der Basis von "Konzepten der Zivilgesellschaft, der Anerkennung und der Erinnerungskultur". Darin weist die Zivilgesellschaft "auf den Prozeß der demokratischen Revolution" hin, der seit dem 18. Jh. in kapitalistischen Gesellschaften festgestellt werden könne. In dieser "demokratischen Republik" lebt und wirkt der "gleichberechtigte" "Aktivbürger" in "selbstorganisierten Aktivitäten und Assoziationen." Dieser bildet den "Volkssouverän" und "symbolisiert" sich als "plurales Wir". Die Republik selbst konstituiert einen "öffentlichen Raum der Meinungs- und Willensbildung". Die "Einheit" und "Einhegung" der Republik wird "symbolisiert" durch die Verfassung. Die "Stelle der souveränen Macht" bleibt "leer", weil das Volk "plural symbolisiert" wird und "friedlich", also "zivil" Argumente austauscht, sich "wechselseitig überzeugt", zu "beschlussfähigen Mehrheiten" kommt und damit ihre "divergierenden Interessenlagen" in Einklang bringt. Der Staat wird in diesem Zusammenhang ex negativo bestimmt, jedenfalls müssen "die zivilgesellschaftlichen Akteure", also die "ihre Kommunikationsrechte wahrnehmenden" gleichberechtigten Aktivbürger, darauf verzichten, den "Ort des Staates einzunehmen". Als Beispiele für solch ungehöriges Tun wird ein "fixierter Wertekanon im Sinne der freiheitlich demokratischen Wertordnung" und eine "Revolution im Namen einer bestimmten sozialen Gruppe" genannt, was einer "Usurpation und einer Blockierung des öffentlichen Raums" gleichkomme. Die vorher im 18. Jahrhundert verortete schon fast rührend kitschig geschilderte bürgerliche Demokratieideologie jenseits aller strukturellen Zwänge wird anschliessend plötzlich in den "neuen sozialen Bewegungen" verortet. Es wurde untersucht, ob "die großen überregionalen Zeitungen die Themen, Akteure und Protestformen der sozialen Bewegungen argumentativ ernst nahmen und sie in den öffentlichen Raum inkludierten" - ein seltsamer Widerspruch zum zuvor gemalten Aktivbürger, der die Öffentlichkeit durch Wahrnehmung seiner Rechte konstituiert und nun doch durch die grossen Medienkonzerne repräsentiert wird. Immerhin wird festgestellt, dass die "massenmediale Öffentlichkeit" zu Anti-AKW- und Anti-Flughafen-Bewegung gespalten und polarisiert blieb, die Einleitung des Textes also eher utopisch-normativen denn deskriptiven Charakter für sich in Anspruch nehmen kann. Es wurde auch die Textproduktion der Bewegungen selbst untersucht, zum Beispiel hinsichtlich der Frage, ob auch "Akteure wie Polizei oder Regierung und deren Praktiken als Teil einer zivilgesellschaftlichen Kooperation zwischen gleichen Bürgern begriffen wurden", was wenig erstaunlicherweise nicht der Fall war. Dies wird als "eigenartig institutionalistisch fixiertes Politikverständnis" gedeutet. In den folgenden Jahren wurden jedoch die "institutionellen Akteure" als "politisch Gleiche" anerkannt - wo doch vorher dieselben Institutionen den Staat konstituierten, dessen Ort die politisch Gleichen gerade nicht einnehmen sollten. Bedauernd wird festgestellt, dass die moderne Gesellschaft immer noch metaphysische Legitimationen des Staates benutzt, die neuen sozialen Bewegungen also noch nicht vollständig zur Legitimation des bürgerlichen Rechtsstaates funktionalisiert sind. Die moralischen Grundlagen werden noch nicht ausschliesslich diskursiv von den grossen Medienkonzernen - oder, im besprochenen Text synonym, vom gleichberechtigten Aktivbürger - gesetzt.

Die Habermas/Jäger-Kontroverse

Obwohl auf Jürgen Habermas nicht explizit Bezug genommen wird, repräsentiert dieser Text die bürgerliche Wende in Habermas' Theoriearbeit, wie sie z.B. im 2. Vorwort zu seinem Best- und Longseller "Strukturwandel der Öffentlichkeit" verbreitet wird (zur Neuauflage 1990). In diesem 1962 erschienen Buch konstatiert Habermas einen Verfall der bürgerlichen Öffentlichkeit mit dem Ergebnis, dass dieses in der Moderne substanzlos gewordene bürgerliche Ideal zur Legitimation der modernen Demokratie nicht mehr taugt. Im 2. Vorwort legt Habermas "die normativen Grundlagen der kritischen Gesellschaftstheorie tiefer" (S.34) und kommt damit zu optimistischen Ergebnissen für den bürgerlichen Staat. Tenor: alles halb so schlimm. Zentral ist die Einführung des Konzeptes von System und Lebenswelt. "Ökonomie und Staatsapparat" sind "systemisch integrierte Handlungsbereiche, die nicht mehr von innen demokratisch umgestaltet, d.h. auf einen politischen Integrationsmodus umgestellt werden könnten, ohne in ihrem systemischen Eigensinn beschädigt und damit in ihrer Funktionsfähigkeit gestört werden." (S. 36) Im Klartext: Normative Forderungen nach Demokratisierung von Ökonomie und Staatsapparat sind nach Habermas a priori irrational, unmodern, veraltet. Die Demokratie findet in der Zivilgesellschaft statt. Dieses Programm widerspiegelt sich im Text des Frankfurter Instituts: Der Ort des Staates liegt ausserhalb der zuerst lebensweltlich organisierten, empirisch dann aber doch durch die die systemisch-ökonomisch integrierten Massenmedien repräsentierten Zivilgesellschaft. Das Konzept der Kolonialisierung der Lebenswelt erweist sich als äusserst flexibel: Einmal ist die Öffentlichkeit Lebenswelt, einmal System, einmal ist der Staat System und dann doch wieder plural und lebensweltlich symbolisiert, je nach argumentativem Bedarf. Der logische Widerspruch ist in der Theorie von System und Lebenswelt kein sporadischer Unfall, sondern das eigentliche Prinzip der Ideologie: Die inneren Widersprüche der bürgerlichen Gesellschaft werden damit gegen Kritik immunisiert. George Orwell hat in seinem bekannten Werk "1984" beschrieben, wie der moderne Totalitarismus sich eine eigene Sprache - "new speak" oder dt. "Neusprech" - schafft, welche durch ihre innere Beschaffenheit jeden Widerspruch unmöglich macht. Habermas verwirklicht dieses totalitäre Projekt in seiner kommunikativen Praxis, das Frankfurter Institut für Sozialforschung institutionalisiert die Lüge in seinen Forschungsprogrammen. Deutlich zeigt sich Habermas' Meisterschaft in solchen Taschenspielertricks in seinem Text zur Legitimation des Nato-Angriffskrieges gegen Jugoslawien. Eingangs stellt er fest: die zivile BRD führe "Krieg", nenne ihn jedoch propagandistisch "Luftschläge". Gleichzeitig lobt Habermas die "glasklare normative Sprache" der Agenten des Krieges wie auch der Kriegsgegner. Habermas Gesinnungsfreunde Fischer und Scharping setzten sich ganz unbescheiden die "Transformation des Völkerrechts in ein Recht der Weltbürger" und damit die Negierung des real existierenden Völkerrechts auf die Agenda. Laut Michael Jäger ist Habermas mit ein Urheber dieser Praxis, da Fischer in einem "Kreis" regelmässig mit Habermas zusammentraf und sich von ihm seine politischen Ansichten "formen" liess. Habermas ist sich nicht zu schade, die Kriegsherren Fischer und Scharping als Pioniere in der Verwirklichung von Kants ewigem Frieden darzustellen. Die Absurdität dieser Behauptung hat Jäger in seinem Artikel deutlich gemacht. Ich möchte an dieser Stelle auf einen anderen Punkt hinweisen: die Zustimmung zum Krieg liegt in der Konsequenz des Habermasschen Denkens und damit des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und ist kein zufälliger Betriebsunfall. Ein typisch Habermasscher Satz ist etwa: "Aus dem Dilemma, so handeln zu müssen, als gäbe es schon den voll institutionalisierten weltbürgerlichen Zustand, den zu befördern die Absicht ist, folgt jedoch nicht etwa die Maxime, die Opfer ihren Schergen zu überlassen." Der voll institutionalisierte weltbürgerliche Zustand ist nach Habermas selbst zwingend systemisch organisiert und damit zwingend antidemokratisch. Gleichzeitig wird er legitimiert durch die Zivilgesellschaft, die sich lebensweltlich in den kommerziellen Massenmedien konstituiert, die von der von Habermas verteidigten Nato selbst als systemische Kriegspartei deklariert wurden. "Hätte die Nato die Zerstörung des staatlichen Rundfunks nicht eine halbe Stunde vorher ankündigen sollen?" - dann hätte das Bombardement wohl als praktische Verwirklichung des herrschaftsfreien Diskurses in der Zivilgesellschaft durchgehen können. Aber es ist ja nur das Fernsehen eines totalitären beinahe-noch-kommunistischen Staats-Überrests, die zivilgesellschaftlichen Medienkonzerne des Westens liefern jedoch schön lebensweltlich "die erschütternden Bilder von den Vertriebenentrecks auf den Routen nach Mazedonien, Montenegro und Albanien" und damit "die Evidenzen für eine von längerer Hand geplante ethnische Säuberung", was wiederum die Bomben legitimiert. Man lese genau: "Evidenzen" genügen, denn die Nato-treuen Medienkonzerne repräsentieren per Habermas-Definition die lebensweltliche Zivilgesellschaft und müssen daher nicht systemischen Imperativen wie intersubjektive Überprüfbarkeit oder Masstäben der Empirie genügen, es reichen psychologische "Evidenzen"! Laut ADN vom 27. Dezember 1999 haben "die deutschen Rüstungsexporte (...) unter der rotgrünen Bundesregierung ein Rekordhoch erreicht. Die Ausfuhren seien 1999 von 1.383 auf 3.2 Milliarden gestiegen." (Quelle: Konkret 3/00, S. 10) Das ist der Massstab, an dem das System seine Erfolge bewertet. Der Aufbau einer militärischen Zivilgesellschaft in aller Welt kommt also gut voran. Unter Habermas macht sich damit die kritische Theorie erstmals auch monetär bezahlt, ist also im besten bürgerlichen Sinne erfolgreich. Was wiederum die Bourgeoisie veranlasst, Habermas mit Preisen und Ehrungen für seine Verdienste um die Aufklärung einzudecken. Es kann abschliessend festgestellt werden, dass zwischen "kritischer Theorie unter Habermas" und "kritischer Theorie" der Kriegszustand herrscht. Habermas' "unfriendly take-over" und Monopolisierung der kritischen Theorie war, zumindest im deutschen Staats- und Parteiapparat und damit der medialen und universitären Öffentlichkeit, erfolgreich. Der Preis dafür war die Verbannung der Logik aus den Sozialwissenschaften. Wann endlich erhält Habermas die goldene Kanone von der deutschen Kriegswirtschaft?

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GLULX? BLORB? BLURB? GLK?

Wichtigste Änderung http://www.copyriot.com/tarnold/

Um weiterhin mit dem normalen Inform-Compiler compilieren zu können, MUSS am Anfang des Spiele-Quelltextes folgendes eingefügt werden: #ifndef TARGET_GLULX; Constant TARGET_ZCODE; Constant WORDSIZE 2; #endif;

Eine kurze Erklärung

  • GLK
  • So nennt sich das neue universelle "Interaktive-Belletristik-vordere-Ende", welches Andrew Plotkin der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Wer sich nicht mit der Programmierung von Glulx-Kode-Interpretern herumschlägt, braucht eigentlich nur zu wissen, das er/sie diese DLLs installieren muss, um Spiele im
  • GLULX
  • Format spielen zu können. Wozu, wenn's doch auch mit Zip und Frotz geht? Nun, Glulx ist die neue 32-Bit-virtuelle-Maschine für den entsprechend angepassten Inform-Compiler, Glulxe der entsprechende Interpreter. Damit können erstens megagigantomagigantische Spiele gespielt werden und es können
  • BLORB (und hier bei Graham Nelson)
  • Spiele gespielt werden. Blorb ist ein Datenformat, in dem zusammen mit einem Glulx-Interpreter und Glk Spiele mit Grafiken und Tönen gespielt werden könnten - wenn es denn schon eine Menge von Spielen dafür gäbe. Ist bis Dato leider noch nicht der Fall, also, Spieleschreiber, ihr wisst, was ihr zu tun habt!
  • BLURB ist nur für multimediale Spieleschreiber von Interesse: es ist eine kleines Script-Format für perlBlorb von Graham Nelson, mit dem die Grafiken und Töne zusammen mit dem Spiele-Kode in eine einzige Datei gepackt werden können.

Eine grafische Erklärung

O O__ O _ / -/ / / \ \_|_| / \ / \ / \ Maler Flötist Hacker | | | Scanner Sampler GlkInform | | | Bilddatei Sounddatei Spieledatei .jpg/.png .aiff/.mod .ulx (statt .z5) \ | / --------------------- | BLURB-Skript läuft durch perlBlorb.pl | | ---------------------------- | multimediale Spieledatei | | .blb | ---------------------------- | | GLULXE-Interpreter .exe | Glk-Front-End .dll | Windows oder Mac | IC's und Kondenser = Deine Kiste ===> mehr Spielfreude dank Bild und Musik \O/ \O/ \O/ \O/ \O/ \O/ \O/ \O/ | | | | | | | | / \ / \ / \ / \ / \ / \ / \ / \ Toni Arnold, Dezember 1999

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foucault-shredder

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queer: kongress in frankfurt am main

queer-kongress in frankfurt am main

Queer beliebt oder beliebig ???? Tagung am 13. und 14. November 1999 in Frankfurt/M. In der Tagung "Queer - beliebt oder beliebig ????" soll es um Fragen zur konkreten Ausgestaltung von 'queer politics', darüber hinaus aber auch zur gesellschaftlichen Produktion von Sexualität und ‚Begehren' gehen. Dabei stellt sich die Frage nach der Problematik der Übertragung des Konzeptes 'queer' auf den bundesrepublikanischen Kontext: Es entsteht die paradoxe Situation, daß sich ein in den USA in politischen Praxen gelebtes Modell in der BRD fast ausschließlich im akademischen Diskurs finden läßt.Gerade diese Paradoxie veranlaßte uns zu dem Versuch die akademischen Diskurse zu 'queer' mit gelebten Praxen in Bezug zu setzen. Diese Punkte wollen wir nun zum Thema einer zweitägigen Veranstaltung machen, um sie breiter, expliziter und ideenreicher zu diskutieren. Den Hintergrund der kommenden Tagung 'Queer - beliebt oder beliebig ????' bilden somit Fragen danach:
  • wer ‚queer politics' und ‚verqueere' geschlechtliche / sexuelle Arrangements gestalten kann,
  • und ob es bestimmte gesellschaftliche Voraussetzungen gibt, diese zu leben.
'Queer politics' Samstag, den 13. November 1999 Corinna Genschel wird die Gegenüberstellung von 'queer politics' und 'Identitätspolitik' problematisieren. Ausgehend von einem Identitätsverständnis, das nicht nur die geschlechtliche, ethnische, sexuelle etc., sondern auch die politische Verortung umfaßt, wird sie Fragen nach dem Verhältnis dieser scheinbar festgelegten Politikformen in Bezug auf den politischen Kontext und die politischen Ziele stellen. Ausgangspunkt bleibt, daß "Queer" seine politische Sprengkraft nicht als neues (Des-) Identifikationsangebot entfaltet, schon alleine deshalb nicht, weil es so Gefahr läuft, als "Identität" verdinglicht zu werden, sondern als Methode kritischer Reflexion von Politik und Theoriebildung innerhalb jeweils konkreter politischer Verhältnisse. Volker Woltersdorf und Nancy Nüchtern wollen in ihrem Vortrag auf schwule Identität in den Begriffen der Ideologie-Kritik eingehen und Vorschläge für politische Ziele und Handlungsmöglichkeiten nach dem Ende dieser Identität entwickeln. Mit Althusser wird die Subkultur als ideologischer ("Staats") Apparat verstanden, der Praktiken und Rituale der Anrufung bündelt. Die (kapitalistische) Ökonomie dieses Apparates und seine (z.B. juristisch fixierte) Struktur haben in seinem "Produkt" 'schwule Identität' deutliche Spuren hinterlassen. Identitatskritik lässt sich in politisches Handeln umsetzen, wenn die materiellen Bedingungen der Identitätsproduktion ebenfalls kritisiert werden. Der Vortrag soll auch Beispiele für anti-identitäre Politik vorstellen und diese kritisch würdigen. Nico Beger wird sich mit der Beziehung von 'queer politics' zu offiziellen Politikstrukturen befassen. Von Interesse ist dabei, ob sich hier zwei konkurrierende Politikmodelle gegenüberstehen, die sich nicht einfach verbinden / ergänzen können. Drei Geschichten aus dem Leben gegriffen sollen die Problematik und die unlebbaren Brüche illustrieren, um diese dann theoretisch zu kontextualisieren und somit das Dilemma oder die Dynamik des Zusammenspiels von Kritik und politischer Praxis herauszuarbeiten. Nico Beger wird versuchen die Spannung, wenn auch nicht aufzulösen, so doch fruchtbar zu machen, durch eine Anwendung des Konzepts von Hybridität. Encarnacion Gutierrez-Rodriguez und Maria del Mar Castro Varela werden sich den Paradoxien von sexual politics im Kontext von Asyl und Migration zuwenden. Seit 1992 unterscheidet die EU zwischen EU-BürgerInnen und sogenannten Drittstaatenmitgliedern. In den feministischen und queertheoretischen Ansätzen finden diese Ereignisse keine Berücksichtigung. Es wird nicht gefragt, wenn allgemein von "Frauen", "Lesben", "Schwulen" die Rede ist, in welchem geographischen Kontext diese eingebettet sind. Vor diesem Hintergrund wird in dem Vortag der Blick auf eine Gruppe von "Frauen" gerichtet, die zu mehreren gesellschaftlichen Achsen quer zu liegen scheint: die Gruppe der im Exil und in der Migration lesbisch lebender Frauen. 'Begehren' Sonntag, den 14. November 1999 Birgit Wartenpfuhl wird in ihrem Vortrag mit der Organisation von Begehren im Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse befassen. Daran wird sich die Frage anschließen, inwieweit queer, als ein kritischer Begriff, mit dem gerade versucht wurde, essentialistische, psychologistische, wesenmäßige oder natürliche Zuschreibungen und Festlegungen von Begehren zurückzuweisen, auf einer latenten Ebene doch wieder mit der Vorstellung einer authentischen sexuellen Orientierung und Begehren verbunden ist. In diesem Zusammenhang gehört auch die Frage, inwieweit es mit queer gelungen ist, Identitätspolitiken zu verlassen und die Konstruktion von Begehren immer nur als kontextgebunden zu begreifen. Paula-Irene Villa wird sich anhand einer kritischen Lektüre von Judith Butler auf gesellschaftstheoretische bzw. soziologische Defizite in den Erklärungen zum Verhältnis Körper-Sexualität-Subjektivität konzentrieren (wer spricht worüber zu wem?). Sie wird sich dabei folgenden Fragen widmen: Welches sind die Logiken des Denkens, Sprechens und Agierens, die uns zumuten, nur eine substantielle Identität zu haben? Und warum muß Identität (ob sexuell, geschlechtlich, 'ethnisch' etc.) ausschließend sein, d.h. letztendlich gebettet in Dualismen, die sich gegenseitig definieren? Der Vortrag soll sich mit einigen Binaritäten beschäftigen, bei denen der Körper gleichsam zwischen die Fronten geraten ist: Natur vs. Kultur; Sprache bzw. Diskurs vs. Materialität; Konstruktion vs. Authentizität und andere. Wie das genau zu verstehen ist und was das für Identitätspolitik und eigene Lebensentwürfe bedeutet, soll aus körpersoziologischer Perspektive ausgeleuchtet werden. Antke Engel wird sich in ihrem Vortrag mit Begriffen wie Intelligibilität und Nicht- Intelligibilität auseinandersetzen und die damit verbundenen politischen Implikationen herausarbeiten. Im Vortrag werden somit folgende Fragen eine Rolle spielen: Ist der Gegensatz zum Repräsentierten wirklich das Nicht-Repräsentierbare? Wo sind Spielräume innerhalb kultureller Wahrnehmungs- und Darstellungsmuster und Chancen für veränderndes Eingreifen in die Regeln und Mechanismen der Repräsentation gegeben? Die Tagung ist so strukturiert, daß nach jedem Vortrag im Plenum vertiefende Arbeitsgruppen stattfinden, in denen Raum für Diskussionen sein wird. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen sollen zum Tagesabschluß im Plenum zusammengetragen werden. Am Samstagabend werden uns Claudia Krüger und Nykra Kalaschnikowa - auch bekannt als die 'Bösen Tanten' - eine amüsante und denk-würdige Vorstellung geben und das zu freiem Eintritt. Wegen begrenzter TeilnehmerInnenzahl ist eine vorherige Anmeldung zur Tagung dringend notwendig. Die Teilnahmegebühr beträgt 100,- / 70,- (erm.) DM für beide Tage oder 80,- / 60,- (erm.) DM für einen Tag. Darin sind jeweils ein Buffet pro Tag enthalten. Übernachtungsmöglichkeiten für TeilnehmerInnen können wir nicht organisieren, wir bemühen uns aber bei Anfragen, private Schlafplätze oder Pensionen / Hotels zu vermitteln. Nach Eingang der Teilnahmegebühr erhaltet Ihr von uns eine Bestätigung mit weiteren Informationen. Wer mit dem Rolli kommt, sagt bitte vorher Bescheid. Falls Ihr noch Fragen habt, wendet Euch bitte an unten angegebene Adresse. Anmeldung bitte schriftlich bei: 'queer'-AG c/o Autonomes FrauenLesbenReferat im ASTA Uni Frankfurt/M. Mertonstr. 26-28 60325 Frankfurt/M. oder per e-mail: queer@copyriot.com Hiermit melde ich mich verbindlich zur Tagung 'Queer - beliebt oder beliebig?????' am 13./14.11.1999 in Frankfurt/M. an.
für den 13. + 14.11.1999 für den 13.11.1999 für den 14.11.1999
Name: ______________________________
Vorname: ______________________________
Straße: ______________________________
PLZ / Ort: ______________________________
Telefon: ______________________________
Den Teilnahmebetrag habe ich auf das Konto 657 439 600, Postbank Frankfurt/M., BLZ 500 100 60 überwiesen.

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aphasie: start

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1000_words_pm: start

1000_words_pm „Identitätsformation und Diskurstyp in der Techno-Kultur – Aus der Perspekive der Poststrukturalismus-Debatte“

0. PRÉFACE SUR LA DEUXIEME EDITION 1. VORWORT 2. ZUR EINFÜHRUNG DER UND IN DIE TECHNO-KULTUR 2.1. Was ist Techno-Musik und wie funktioniert sie? 2.2. Zur Partykultur 2.3. Popmusiken und assoziierte Jugendkulturen in den 90er Jahren 2.4. Einordnung der Techno-Kultur in das skizzierte Dispositiv und Darstellung des Forschungsvorhabens 3. SPRACHE UND DISKURS IN DER TECHNO-KULTUR 3.1. Vorbemerkungen zur Arbeitsweise 3.2. Die Musik, die ohne Text funktioniert 3.2.1 Stimme und Text in der Techno-Musik 3.2.2.Die Implikationen für das Zuhören 3.3. Drei ausgewählte Beispiele reflexiv-analytischer und literarischer Versuche über die Techno-Kultur zu sprechen 3.3.1. Patrick Walder/Philip Anz (Hrsg.) - "Techno" 3.3.2. Ulf Poschardt - "DJ-Culture" 3.3.3. Techno-Kultur und die Bedingungen des Sprechens von ihr bei Rainald Goetz 3.3.4. Zusammenfassung und Auswertung 3.4. Analyse der Diskurse in der Techno-Kultur 3.4.1. Theoretische Vorbemerkung. Michel Foucaults Diskursanalyse unter besonderer Berücksichtigung des Begriffs der diskursiven Strategie. 3.4.2. Zur Sprache von Flyern 3.4.3. Eine techno-spezifische Form des Zeitschriftenformats: Inhaltsanalyse von "Der Partysan" (Ausgabe Juli 1996) 3.4.3.1. Zur vorliegenden Ausgabe von "Der Partysan" 3.4.3.2. Die Funktion der Werbung und das Verhältnis ihres Diskurses zu den übrigen Texten. Bestimmung der ersten diskursiven Strategie. 3.4.3.3. "Der Partysan": Redaktioneller Teil. Die zweite diskursive Strategie. 3.4.4. Das Verhältnis des Diskurses von "Der Partysan" zu kritischen und interpretierenden Diskurse 3.4.4.1. Darstellung der zwei konkurrierenden Diskurse 3.4.4.2. Die Bezugnahme von "Der Partysan" auf die skizzierten Diskurse 3.4.4.3. Die Abwesenheit der Interpretation und der Kategorie der Bedeutung 3.4.5. Techno-Zeitschriften 3.4.5.1. Einleitende Charakterisierung der fünf Zeitschriften 3.4.5.2. Gegliederte Darstellung der enthaltenen Themen 3.4.5.3. Vergleichende Untersuchung eines mehrfach auftauchenden diskursiven Objekts 3.4.5.4. Die dritte diskursive Strategie der Techno-Kultur: Experten-Diskurse. EXKURS: Wie kann man überhaupt über Musik sprechen? 3.4.5.5. Die vierte diskursive Strategie in der Techno-Kultur: experimentelle Diskurse 3.4.6. Auswertung der Analyse-Ergebnisse der Untersuchung von Print-Medien aus der Techno-Kultur 3.5. Der Diskurstyp und die Wahrheitstypen in der Techno-Kultur 3.5.1. Wahrheitstypen und die Diskurse der Techno-Kultur 3.5.2. Zur Funktion von Sprache 3.5.3. Bestimmung des Diskurstyps 4. IDENTITÄTSFORMATION UND SUBJEKTIVIERUNG IN DER TECHNO-KULTUR 4.1. Das Subjekt aus der Perspektive des Poststrukturalismus 4.1.1. Die Stellung der Subjektkategorie in der poststrukturalistischen Theorie 4.1.2. Das Subjekt bei Michel Foucault 4.1.3. Das Subjekt in der postmodernen Kultur 4.2. Der Autor in der Techno-Kultur 4.2.1. Michel Foucaults Konzeption des Autors 4.2.2. Erste Überlegungen zur Autorfunktion in der Techno-Kultur 4.2.3. Der Produzent der Techno-Musik als Autor 4.2.4. Deejayen - Reproduktion und postmoderne Performanz 4.2.5. Die Zerstreuung der Autorfunktion in der Techno-Kultur 4.3. Die Rolle des Körpers 4.3.1. Vorbemerkungen 4.3.2. Als erstes Indiz: Der Körper in den Vocal-Samples 4.3.3. Die zentrale Praktik des Tanzens 4.3.4. Die Funktion des Drogengebrauchs 4.3.5. Die Dezentrierungs-These 4.4. Abschließende Diskussion der Frage der Identitätsformation in der Techno-Kultur 4.4.1. Bestimmung der Techno-Kultur als postmoderne Kultur 4.4.2. Subjektivierung und Techno-Kultur I 4.4.3. Subjektivierung und Techno-Kultur II 5. SCHLUSSBEMERKUNG 6. BIBLIOGRAPHIE

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