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Bülow/Holm: What men are made of
Die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2011 liegt nun hinter uns. Bis wir im Oktober in die neue Saison starten habt ihr also genügend Zeit, verpasste Vorträge im Podcast nachzuhören oder euch eine Repetition zu gönnen. Diese Woche präsentieren wir euch einen Vortrag von Morten Hillgaard Bülow und Marie-Louise Holm, die sich mit Männlichkeit, Testosteron und Hormonforschung auseinandersetzen: “What men are made of – The construction of concepts of masculinity in research projects about testosterone in Denmark from the 1910s to the 1980s”. Morten Hillgaard Bülow ist PhD Fellow am Medical Museion der Copenhagen University und Mitglied des board of Network for Research on Men and Masculinities (NeMM), Dänemark. Marie-Louise Holm ist Forschungsassistentin am Institut für Psychologie und Education Studies der Roskilde Universität und ebenfalls im NeMM aktiv.
Samstag, 16. Juli 2011, 20 Uhr // Konzert: »Lappen-Pack II: Der zweite Versuch«
Nachdem die erste Veranstaltung im Januar ein solcher Erfolg war, haben wir uns entschlossen, euch wieder eine kleine musikalische Rundschau durch die Region zu ermöglichen.
Nach einigem hin und her, hier nun das definitive Line-up für Samstag: los gehts mit dem Grind/Thrash der Mainaschaffer Chaotencombo DIE KACKBRATZEN, bevor POGOS PROJEKT (www.myspace.com/pogosprojekt) mit Streetpunk für klare Verhältnisse sorgt. Die Groovewalze haben MICHAEL ACTION (www.myspace.com/michaelactionrockband) aus Aschaffenburg im Gepäck, die den Frankfurtern SCÜM (www.myspace.com/scumhc) den Weg für ihren schnellen HC/Punk bereiten werden und den auch unsere Gäste von POINT OF BREAK (www.myspace.com/pointofbreakhc) beschreiten werden. Zuletzt werden CLIFFSIGHT (www.myspace.com/cliffsightband) aus hanau mit mit ihrem Prog den Abend so ausklingen lassen wie er begonnen hat: als Feier.
Radio August-September
Das Radioprogramm für die nächsten Monate ist ‘raus. Folgende Vorträge präsentieren wir Euch – reich garniert mit Kommentierung, Musik und Veranstaltungshinweisen. Die Sendung ist 14:00-15:30. Mehr dazu erfahrt Ihr hier, unsere Sendung bei FSK findet Ihr hier
Vortragseinladung 2011-07-13: Kritik an Queer
Tove Soiland
Warum sich gesellschaftliche Verhältnisse nicht dekonstruieren lassen: Eine an Marx und Foucault orientierte Kritik an queer.
Mittwoch 13.07.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079
Zum Ende des Semesters – daß wir die vorgetragene Kritik gleich durch Auflösung der AG umsetzen könnten – präsentieren wir Tove Soiland aus Zürich. Sie ist feministische Theoretikerin und erfüllt Lehraufträge an diversen Universitäten. Sie stellt uns ihre Kritik an “queeren” und dekonstruktivistischen Ansätzen vor. Wir können uns also vorwefen lassen, scheißliberal zu sein
Die Referentin zu ihrem Vortrag:
Veranstaltungshinweis 2011-07-13: Wolfgang Maiers
Wolfgang Maiers
Neurowissenschaftliche und kritisch-psychologische Sichten auf die Debatte um den “freien Willen”. Vortrag und Diskussion
Mittwoch 13.07.2011, 19:15, Von Melle Park 11 (“Rattenstall”) Hörsaal
Wem die Diskussion in unserer Vorlesungsreihe zu dieser Zeit um Widerlegungen von Queer zu kontrovers oder nicht marxistisch genug ist, kann sich parallel diesen Vortrag aus dem Bereich der Kritischen Psychologie zu gegenwärtigen neurowissenschaftlichen Debatten anhören.
Mehr dazu auf kripsyhamburg.wordpress.com.
Florida goes to Frankfurt
Das Recht auf die Stadt und die „kreative Klasse“
Der Slogan „Recht auf die Stadt“ scheint in anschaulicher und zutreffender Weise Themen der gegenwärtigen Stadtentwicklung zu bündeln: Privatisierung kommunaler Güter, Gentrifizierung und kontrollpolitische Durchdringung öffentlicher Räume. Der französische Philosoph Henri Lefebvre, der diese Parole 1968 erstmals auf die politische Agenda gesetzt hat, verfolgt damit ein staats- und herrschaftskritisches Projekt, dessen Anspruch über das bestehende System hinausweist.
Sonntag, 17. Juli 2011, 16 Uhr // »Ravebotta-Sommerlounge«

ravebotta. nix cocoon, velvet, walden oder son scheiß. viel DIY, viel sympathie, viel für lau. haus bis tekkno, von 123 bis 132 bpm, zocken die drei jungs Sir Rätz, flotze2.0 und marius boeyng gerne in läden ohne dresscode. abranz statt hochglanz: im viervierteltakt gegen blingbling.
Ravebotta-Website: www.myspace.com/ravebotta
Vortragseinladung (Schriftgemittelt!) 2011-07-06: “Armlose Wunder”
Lucie Storchová
“Ich will, deswegen kann ich!” Geschlechtliche Markierung der Normalität, Produktivität und “bürgerlichen Tüchtigkeit” in Autobiographien der zentraleuropäischen “armlosen Wunder” (1910–1930)
Mittwoch 06.07.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079
Der folgende Vortrag wird in Kooperation mit zusammen mit unserer PartnerInitiative Zentrum für Disablity Studies (ZeDiS) angeboten. Schriftmittler*Innen werden anwesend sein, d.h. verbreitet diese Ankündigung weiter, solltet Ihr potentiell interessierte kennen.
Lüder Tietz: Kritik der Psychopathologisierung von Homo-, Trans- und Intersexualität
Lüder Tietz ist wahrlich kein Unbekannter in der Reihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen”. Er gründete in den 90er Jahren die AG LesBISchwule Studien (heute AG Queer Studies) und hat – auch als Mitherausgeber des ersten Sammelbandes – die Geschichte der Reihe und AG in besonderer Weise geprägt. Der Ethnologe ist heute wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Materielle und Visuelle Kultur der Universität Oldenburg und zudem als Berater und Trainer tätig. Lüder hat zu Homosexualität und Transidentität im indigenen Nordamerika und ethnographisch zu CSD Paraden gearbeitet. Das Thema seines Vortrages im Sommersemester 2011 war “Kritik der Psychopathologisierung von Homo-, Trans- und Intersexualität”. Die Folien zum Vortrag (PDF) hat er uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Me and Winnipeg
Juni 2011
Dienstag Abend. Morgen ist der letzte Arbeitstag meines ersten “richtigen” (festangestellten) Jobs. Ich bin mit einer Freundin auf dem Weakerthans Konzert im Grünspan. Im Grünspan war ich noch nie in 9 Jahren Hamburg, und ich weiß auch warum (Bier in Plastikbechern. Und ist um 21 Uhr da sein und die Vorband schon verpasst haben heute normal?). Die heutige Freundin hat vor zwei Jahren einen Job bekommen, um den ich mich beworben hatte. So lernten wir uns kennen. Die Weakerthans spielen meine Lieblingslieder von früher, von meiner Platte für die Ewigkeit. Insert more kitsch über Älter werden und wie die Dinge sich entwickeln here (ja, auch graue Haare).
Nachbericht: Social Media Politik und Queer-Feministisches Bloggen
Am Samstag war ich in Hannover, um bei der Tagung Social Media Politik einen Workshop über Frauen_Lesben_Trans* in der digitalen Welt und queer-feministisches Bloggen durchzuführen. Trotz des Stichwortes DIY habe ich beim “Workshop” die meiste Zeit geredet und konnte den Teilnehmer_innen so hoffentlich einen Einblick in die (queer-)feministische Netzszene geben. Es war mir wichtig zu zeigen, wie das eigentlich konkret aussieht mit der Vernetzung, welchen Stellenwert Blogs und andere Medien darin spielen und was für Projekte dabei entstehen können. Ganz durchgekommen sind wir nicht, und ich hatte auch den Eindruck, dass die Teilnehmer_innen sich das Ganze doch praktischer gewünscht hätten. Zum einen hatten aber nicht alle Notebooks zur Verfügung. Zum anderen bin ich nicht sicher, was sinnvollerweise praktisch gemacht werden kann in einem zweistündigen Workshop, bei dem eben nicht klar ist, ob überhaupt alle anfangen wollen zu Bloggen oder zu Twittern. Allerdings konnte ich die Gelegenheit nutzen, den Leuten Etherpads zu zeigen. Dazu hatte ich ein Pad mit Links zu Seiten, Tools und Projekten, die im Vortrag vorgekommen sind, angelegt. Ich bin nicht sicher, ob das alles richtig angekommen ist, aber sie haben es mal gesehen und eine hat auch was reingeschrieben. Bei dem ganzen Web 2.0 Zeug gilt ja wahrscheinlich auch, dass eine es einfach mal ausprobieren muss, dabei aber die Berührungsängste und Lerngeschwindigkeiten einfach sehr unterschiedlich sind.
