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“Allein schon Weiße”

„Rassismus? Das ist doch nur ein Problem bei den Nazis! Heute gibt es in Deutschland vielleicht eine gewisse Fremdenfeindlichkeit, aber Rassismus ist doch eher Geschichte. Und hier auf dem Campus sind eh alle tolerant und an anderen Kulturen interessiert.“ – Diese verbreitete Ansicht, dass die Rassist_innen nur am „Rande der Gesellschaft“ zu finden sind und Rassismus durch „Multikulti“ überwunden wurde, blendet aus, dass die gesamte Gesellschaft von verschiedenen Rassismen durchzogen ist.

Presseerklärung: Erneut brutale und überzogene Polizeiaktion von Beamten des 17. Reviers gegenüber Roma (17.5.2010)

Aus Solidarität mit den Betroffenen und aufgrund der Tatsache, dass die Öffentlichkeit und die bürgerliche Presse das in der folgenden Pressemitteilung dokumentierte, wiederholt gewaltätige Verhalten von Frankfurter Polizist_innen gegenüber Roma – wenn überhaupt – nur als Randnotiz wahrnehmen wird, dokumentieren wir hier eine Presseerklärung des Förderverein Roma e.V.:

Blessless Mahoney und Didine van der Platenvlotbrug: Neuronen, Mesonen und Matronen

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenEs gehört bei uns zur guten Tradition zum Ende eines jeden Wintersemesters zwei Koryphäen der Tuntologie zu Gast in unserer Reihe begrüßen zu dürfen. Blessless Mahoney (Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser) und Didine van der Platenvlotbrug (Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen) sind zwei äußerst charmante Wissenschaftlerinnen mit multidisziplinärem Horizont. Im Wintersemester 2009/2010 führten uns Mahoney/Platenvlotbrug in die Welt der “Neuronen, Mesonen und Matronen: Die Götter im Nacken des Unbewussten. Überschminkungen der Lebenswahrnehmungen: Willensfreiheit als Verwischung in der Bran-Spin-Zeit-Unendlichkeit. Kurz: Die Bedeutung des Paralellwelt-Seins”. Ohne die fantastischen Visualisierungen ist die Vortragsleistung der beiden renommierten Professorinnen nicht in Gänze zu erfassen. Wir bitten dies zu entschuldigen und gerne auch um Feedback dazu hier in den Kommentaren.
Verwiesen sei an dieser Stelle auch auf ihren wegweisenden Beitrag zur “Internationalen Queenismusforschung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert”, erschienen im “Jenseits der Geschlechtergrenzen”-Sammelband von 2001 sowie die Radiosendung “Zwei Stimmen im Fummel” auf FSK (Termine) – um nur zwei Aspekte ihres umfangreichen Werkes anzusprechen.

Veranstaltung zu Evangelikalismus 17.05.2011

Evangelikalismus vs. emanzipatorische Werte

Fundamentalistische Bibelauslegung, „Judenmission“ und homophobe Politik – der Evangelikalismus kollidiert mit den Werten emanzipatorischen Lebens.
In Deutschland fördern Evangelikale sogenannte Reparativtherapien für homosexuelle Menschen, propagieren die traditionelle, strikt geschlechtsbezogene Erziehung von Kindern und stellen sich gegen die Frauenordination. In den USA sprechen sich Evangelikale gegen Verhütungsmittel und für den „Lebensschutz“ von der Befruchtung der Eizelle an aus. In Uganda sind von US-Amerikaner_innen missionierte evangelikale Politiker_innen für einen Gesetzentwurf verantwortlich, der die Todesstrafe für Homosexuelle fordert.
Homophobie und Frauenfeindlichkeit – nur zwei Punkte, in denen sich die Wertestruktur der evangelikalen Bewegung mit rechten Moralvorstellungen deckt.
So ist es kaum verwunderlich, dass inhaltliche, organisatorische und personelle Überschneidungen zwischen Evangelikalismus und extremer Rechter an vielen Stellen zu Tage treten.
Der Göttinger Theologe Hartwig Hohnsbein und der Kölner Soziologe und Journalist Jörg Kronauer verdeutlichen uns in einer Podiumsdiskussion die Unvereinbarkeit des Evangelikalismus mit emanzipatorischen Werten.

Mithu Sanyal: Vulva – die große Unbekannte

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenDie Düsseldorfer Kulturwissenschaftlerin Mithu Melanie Sanyal besuchte uns in der vergangenen Woche, um über die Vulva und ihre kulturelle und kulturgeschichtliche Bedeutung zu sprechen. Wir freuen uns, euch diesen sehr höhrenswerter Vortrag über das weibliche Geschlechtsorgan, welches viel zu häufig fälschlich als Vagina bezeichnet wird, präsentieren zu dürfen – allerdings in suboptimaler Tonqualität, die der Aufnahme im Hörsaal geschuldet ist. Mehr über Mithu Sanyal und ihre vielfältige Arbeit als Autorin und Journalistin findet ihr auf ihrer Homepage. Ihre Dissertation erschien 2009 unter dem Titel “Vulva: Die Enthüllung des ‘unsichtbaren Geschlechts’” bei Wagenbach.

Sonntag, 8. Mai, 15.00 Uhr // Befreiungsschlag statt Muttertag

wir danken den kämpfer_innen im widerstand und den Alliierten Armeen von UDSSR, USA, GB & F für die befreiung von der nationalsozialistischen barbarei und möchten mit euch feiern. ab 15h auflegerei mit sandy und pienzig, ab 19h uber allem thront das flug LIVE. es gibt kuchen und cocktails. bringt euren grillkram mit!

Freitag, 6. Mai 2011, 19 Uhr // Vortrag mit Matthew Hannah

»Bundesdeutsche Volkszählungskontroverse der 1980er Jahren: Informationelle Selbstbestimmung versus epistemische Souveränität«

Die Volkszählungskontroversen von 1983 und 1987 werden als Anlass genommen, neue Formen von sozio-politischen Auseinandersetzungen – die im ›Informationszeitalter‹ immer häufiger zu sehen sind – aus kritisch-geographischer Sicht zu analysieren. Dabei wird der Versuch unternommen, der Foucault‘schen Analyse von Gouvernmentalität eine stärker territoriale Dimension zu verleihen. Die Veranstaltung ist der Abschluss einer dreitägigen Reihe zum Zensus-Boykott.