dates

Ausstellungen im ehemaligen Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße 5

Erweiterung der Dauerausstellung
zur Geschichte des »Klapperfelds«

Als Ergebnis eines ersten erfolgreichen Jahres im »Klapperfeld« eröffnet die Initiative »Faites votre jeu!« die neu ausgearbeitete Dauerausstellung zur Geschichte des Gefängnisses.

Dargestellt werden der Entstehungszusammenhang der Errichtung des ehemaligen Polizeigefängnisses am Ende des 19. Jahrhunderts und die Veränderungen des gesellschaftlichen Umgangs mit dem Prinzip der Haft in dieser Zeit. In einem weiteren Teil der Ausstellung wird die Geschichte des»Klapperfelds« in der Weimarer Republik behandelt. Die Rolle des Polizeigefängnisses während dem Nationalsozialismus stellt aber auch weiterhin den Kern der Dauerausstellung dar. Im »Klapperfeld« wurden in dieser Zeit zahlreiche Verfolgte des NS-Regimes inhaftiert, gefoltert und von dort aus in verschiedene Konzentrationslager oder in andere Gefängnisse verschleppt. Im Zuge der Darstellung der NS-Vergangenheit des Gefängnisses, wird sowohl auf einzelne Biografien Gefangener als auch auf den Gefängnis-Alltag unterschiedlicher Inhaftierter eingegangen. Einen neu hinzugekommenen Aspekt der Dauerausstellung stellt die Nutzung des »Klapperfelds« durch die US-Army während der Entnazifizierung in Frankfurt dar.

Ausstellungen im ehemaligen Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße 5 Weiterlesen »

Fabulous Fab Lab für St. Pauli – Geh doch in die Produktion!

Was ein Fab Lab genau ist, wo die Idee herkommt, wo es schon Fab Labs gibt, und was das möglicherweise mit Recht auf Stadt zu tu hat:

DIE STADTFABRIK – Fab Labs, Eigenproduktion und Neue Arbeit
5. August 2010 – 20 Uhr im Buttclub, Hafenstraße 126

Selbstbestimmte Produktion für alle – mitten in der Stadt:

Das mobile Fab Lab in der Bernhard-Nocht-Straße
Mittwoch 4. August bis Freitag 6. August 2010 von 12-18 Uhr

Das Ersatzteil für den alten Plattenspieler, Kunsthandwerk in Kleinserie, das nächste große Ding oder ein Technik-Workshop mit Jugendlichen – Fablabs sind offene Stadteilwerkstätten, in denen es darum geht, voneinander zu lernen und Ideen zu verwirklichen. Mit computergestützten Geräten wie 3-D-Druckern und Lasercuttern will
„>Fabulous St. Pauli
die Produktion zurück in den Stadtteil holen. Hightech für alle! Damit das nicht nur trockene Theorie bleibt, haben wir ein rollendes Fab Lab aus den Niederlanden eingeladen, um konkret zu zeigen, wie so etwas funktioniert. Offene Besichtigungszeiten und Workshops finden jeweils zwischen 12 bis 21 Uhr in der Bernhard-Nocht-Str. 69 (vor dem ehemaligen Erotic Art Museum) auf St. Pauli statt. Kommt alle vorbei!

Fabulous Fab Lab für St. Pauli – Geh doch in die Produktion! Weiterlesen »

Felix Krämer: Playboy tells his story

Die aktuelle Folge unseres Podcastes führt uns zurück ins Wintesemester 2006/2007, in dem Queer AG Mitglied und damals frisch gebackener Historiker Felix Krämer einen Vortrag zu seiner Magisterarbeit bei uns gehalten hat: “Playboy tells his story. Hegemoniale Männlichkeit und Kriesenszenario in den USA der 1970er Jahre” erzählt davon, wie das Krisenszenario der Männlichkeit im Playboy artikuliert wurde.

Zurzeit ist Felix Doktorand im Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“ der Universität Münster und wir freuen uns schon darauf, ihn demnächst mit seiner Arbeit zu “Geschlecht, Religion und soziokulturelle Ordnung in den USA, 1969 – 1989″ wieder bei uns in der Reihe begrüßen zu dürfen.

Felix Krämer: Playboy tells his story Weiterlesen »

Interdisziplinäres Kolloquium zur Geschlechterforschung – Leipziger Gender-Kritik-Band 2 erschienen

Im letzten Jahr waren wir im Rahmen der Gender-Kritik-Reihe 2009 – Interdisziplinäre Dispute um Körper, Geschlecht und Identifikation“ eingeladen, zu dem Thema „Der junge Feminismus: Aktualisierung der Differenz?“ einen Vortrag zu halten. Dieser Vortrag und (fast) alle weiteren der Gender-Kritik-Reihe sind jetzt in der Reihe 2009 „Interdisziplinäres Kolloquium zur Geschlechterforschung. Die Beiträge Interdisziplinäre Dispute um Methoden der Geschlechterforschung“ erschienen. Leider ist der Zusammenhang des von den Veranstalter_innen erwünschten Streitgesprächs in der Publikation nicht mehr nachvollziehbar – auch weil der Beitrag von Katrin Rönicke, auf den wir uns u.a. bezogen, nicht im Band enthalten ist.

Bestellt werden kann das Buch u.a. direkt beim Verlag Peter Lang.

Auch in diesem Jahr (Sommersemeter 2010) fand wieder eine spannende Gender-Kritik Reihe statt, in der Nachwuchsforscher_innen ihre Forschungsprojekte vorstellten.

Interdisziplinäres Kolloquium zur Geschlechterforschung – Leipziger Gender-Kritik-Band 2 erschienen Weiterlesen »

Queer Flora Soliparty

Am 7. August findet wieder die alljährliche Queer Flora Party statt – eine Party am CSD Wochenende, die jedoch nicht im Rahmen der üblichen Kommerz-Parade steht, sondern als alternative, queere Soliparty für “Papiere für alle”, ein FrauenLesbenbündnis in Berlin, in der Roten Flora stattfindet. Ich war letztes Jahr dort, es war voll und sehr sehr heiß :)

Queer Flora Soliparty Weiterlesen »

„Ring di alarm – Homophobie in der Dancehall“.

Mit Ramon Esfan (Köln), Don Pepe (Berlin Boom Orchestera), Cable Street
Beat Berlin.

15. Juli 2010, 21.30 Uhr, Lottumstr. 10a, Prenzlauer Berg

Hintergrund der Veranstaltung sind die Reaktionen, Debatten und Aktionen
rund um die Auftritte jamaikanischer Dancehall-„Künstler“ in den letzten
Monaten. So ist einigen Berliner_innen mit Sicherheit die Verhinderung des
Auftritts der Dancehall-Größe Sizzla in der Berliner Kulturbrauerei Ende
November 2009 noch in Erinnerung.

In der Winterausgabe der antifaschistischen Zeitschrift „Lotta“ aus NRW
veröffentlichte Ramon Esfan zum Thema einen Beitrag. Entlang des Artikels
versucht der Referent Homophobie in Jamaika und in der Dancehall anhand
von Bildern und Musik aufzuzeigen und zu erklären.
Dabei geht es einerseits um die Kritik an homophoben Einstellungen in
Jamaika und dem Hass auf Schwule und Lesben in Liedtexten jamaikanischer
„Künstler“, andererseits sollen Sichtweisen und Einschätzungen jenseits
bisheriger Interpretationen des LSVD (Lesben- und Schwulenverband
Deutschland) und diverser linker Gruppen aufgezeigt und diskutiert werden.
Filou Rouge, Frontmann der Berliner Ska/Reggae – Formation Berlin Boom
Orchestra und Menschen von Cable Street Beat Berlin werden im Rahmen der
Veranstaltung über Umgang mit der Problematik aus der Sicht von Artists
und DJ_anes berichten.

Veranstalter_innen: Red & Anarchist Skinheads Berlin/Brandenburg, North
East Antifascists (NEA)

„Ring di alarm – Homophobie in der Dancehall“. Weiterlesen »

Vortragseinladung 14.7.: NeuroGenders

Prof. Dr. Sigrid Schmitz
NeuroGenders : Über Geschlechterdeterminismen und
Geschlechterkonstruktionen in der modernen Hirnforschung
Mittwoch, 14. Juli 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Das Semester beenden wir mit einem weiteren Highlight. Denn Wissenschaftskritik ist uns ein Anliegen und als gelernte Biologin und derzeit Professorin für Genderstudies in Wien ist Siegrid Schmitz durchaus bedeutend für das nach wie vor modische Thema der kognitiven Neurowissenschaft.

Die Vortragende zu ihrem Vortrag:

Vortragseinladung 14.7.: NeuroGenders Weiterlesen »

Mittwoch, 21. Juli 2010, 20.00 Uhr // »Down by Law: Das Verwahren ›Überflüssiger‹ – Bevölkerungsgruppen im US-amerikanischen Gefängnissystem«

Vortrag und Diskussion mit Jenny Weyel

Die USA weisen mit 2,3 Millionen Gefangenen sowohl nominell wie auch prozentual die mit Abstand höhste Inhaftierungsrate weltweit auf. Während der Anteil der Gefängnisinsass_innen an der Gesamtbevölkerung über das 20. Jahrhundert hinweg weitgehend konstant geblieben war, hat er sich in den USA seit Mitte der 1970er Jahre verfünffacht. Dies ging auf eine massive Verschärfung der Strafen vor allem im Kontext des so genannten War on Drugs zurück. Zeitgleich zu dem enormen Anwachsen der Zahl der Häftlinge fand ein »blackening« der amerikanischen Gefangenenbevölkerung statt, das heißt, der Anteil der people of color nahm verglichen mit dem der Weißen weitaus schneller zu. Eine bedeutende Veränderung in den vergangenen Jahrzehnten ist außerdem die steigende Privatisierung des amerikanischen Gefängnissystems, die unter anderem in Folge der Überbelegung zahlreicher Gefängnisse ab Mitte der 1980er Jahre vorangetrieben wurde. Ein weiteres Spezifikum des Gefängnissystems der USA ist, dass den Gefangenen in fast allen Bundesstaaten während ihrer Inhaftierung und zumeist auch während der Bewährungsphase ihr Wahlrecht entzogen wird.

Im Rahmen der Veranstaltung soll die Transformation des amerikanischen Gefängnissystems während der vergangenen Jahrzehnte, sowie die aktuellen Veränderungen im Zuge der Wirtschaftskrise und der Präsidentschaft Barack Obamas diskutiert werden.

Jenny Weyel lebt in Denver, Colorado. Sie arbeitet politisch und wissenschaftlich zum amerikanischen Strafvollzug und der Kriminalisierung von people of color.

Veranstaltende: diskus – Frankfurter Student_innen Zeitschrift

Mittwoch, 21. Juli 2010, 20.00 Uhr // »Down by Law: Das Verwahren ›Überflüssiger‹ – Bevölkerungsgruppen im US-amerikanischen Gefängnissystem« Weiterlesen »

Heinz-Jürgen Voss: Biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich hergestellt

Mit der gesellschaftlichen Konstruktion von Geschlechtsgleichheit in verschiedenen biologischen Geschlechtertheorien der Moderne beschäftigte sich Dr. Heinz-Jürgen Voss (Dr. phil., Dipl.-Biol.) in seinem Vortrag vom 12. Mai 2010. Auf Das Ende des Sex erfahrt ihr mehr über den Referenten sowie seine Monographie MakingSexRevisited (transcript, 2010).
Es empfiehlt sich, die Präsentation zum Vortrag anzusehen. Diese kann entweder heruntergeladen werden (Download als PDF) oder weiter unten direkt auf dem Blog angesehen werden. Dort findet ihr auch das Abstract zum Vortrag. Einen einführenden Artikel von Hein-Jürgen Voss findet sich in der ak – zeitung für linke debatte und praxis, Nr. 547 vom 19.2.2010: Alles bio? Auch aus biologischer Sicht gibt es mehr als zwei Geschlechter

Heinz-Jürgen Voss: Biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich hergestellt Weiterlesen »

WM Statement

Zur Lage der Nation: oder warum die AG Queer Studies der Absage eines Vortrags wegen eines Fußballspiels wenig abgewinnen kann

Dieses Jahr ist wieder Fußball-WM. Genauer: Ablebodied-Erwachsenen-Männer-Fußball-WM und Deutschland befindet sich – wenigstens während der Spiele der deutschen Nationalelf – in einem Ausnahmezustand. Dieser betrifft auch die Universität: Es finden in der Staatsbibliothek, im Audimax und im Pferdestall-Hinterhof Fußballübertragungen statt. Die Spiele der deutschen Nationalelf gelten in Seminaren automatisch als Entschuldigungsgrund, bei denen sonst peinlich genau auf die Anwesenheit geachtet wird. Leider hat dieser Ausnahmezustand nun auch unsere Ringvorlesung erreicht. Da nächsten Mittwoch (7.7.2010) „Deutschland“ im Halbfinale steht, muss der Vortrag leider entfallen, da die Referentin lieber das Fußballspiel ansehen möchte. Aus diesem Grund sehen wir uns gezwungen, zu den Ereignissen während der Männer-Fußball-WM einmal grundsätzlich Stellung zu beziehen.

WM Statement Weiterlesen »

Neoliberale Gefühle

Desiring Just Economies – Just Economies of Desire war eine dreitägige Konferenz am letzten Wochenende in Berlin, die vermutlich nur hochgradig spezialisierte Wissenschaftsjournalist_innen sinnvoll zusammenfassen können. Ich fand es inspirierend, kompliziert und lustvoll, angefangen bei Lisa Duggans Keynote, die den Begriff “Feeling” aufs Tablett legte, über die vielen tollen Paper und Vorträge aus postkolonialer, crip und queerer Perspektive bis hin zu Ann McClintocks hinreisend un-akademischen Abschlussvortrag über ihre Kindheit in Südafrika und ihre Erforschung der New Yorker Dominatrix/BDSM Szene.

Neoliberale Gefühle Weiterlesen »