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„Der Junge von nebenan“. Lesung mit Martin Büsser

„Der Junge von nebenan“. Lesung von Martin Büsser Ein Junge ohne Namen, eine Jugend in den Siebzigern. Während sich die Eltern für den bewaffneten Kampf im Untergrund entscheiden, erlebt der Erzähler sein schwules Coming-out. BRD-Geschichte und ‚éducation sentimentale’ verschmelzen zu einer stilistisch einzigartigen Bildgeschichte, angesiedelt im Graubereich zwischen Graphic Novel und illustrierter Erzählung, in der die Niedlichkeit und Naivität der Bilder immer wieder durch drastische, dramatische und ernüchternde Momente gebrochen wird. (aus dem Klappentext)

Martin Büsser, geboren 1968, ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel zu Popkultur, bildender Kunst und Kulturkritik. Er schreibt unter anderem für konkret, Jungle World und WoZ. Martin Büsser lebt in Mainz und arbeitet dort unter anderem in der testcard-Redaktion. “Der Junge von nebenan” ist seine erste graphische und fiktionale Veröffentlichung.

Martin Büsser – Der Junge von nebenan. Verbrecher Verlag, Berlin 2009

Vortragseinladung: 05.05.2010 – Heteronormativität in ‘Star Trek – The next Generation’

Verena Schuh, Jos Schaefer-Rolffs
Heteronormativität in ‘Star Trek – The next Generation’
Mittwoch, 05. Mai 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Spätestens seit dem “Cultural Turn” ist die Populärkultur legitimer Forschungsgegenstand und wenige Phänomene dieser erreichte derartige Beliebtheit und Verbreitung von Star Trek. Wir nehmen uns einen häufig übersehenen Aspekt des Vielgesehenen vor:

Science Fiction hat sich schon seit ihrer Erfindung als Spiegel der Gesellschaft gezeigt. Auch wenn bereits in der klassischen Serie des Star Trek Franchise aus den 1960er Jahren liberale Ansätze deutlich wurden, zieht sich ein heteronormatives Narrativ auch durch die Folgeserien bis zum aktuellen Kinofilm aus dem Jahr 2009. Dies schlägt sich nicht allein erschöpfend an den Geschlechterrollen nieder. Heteronormativtät zeigt sich auch auf der Ebene einer symbolischen Ordnung, wodurch nicht nur klassische Rollenbilder reproduziert werden.

Der Beitrag soll am Beispiel der weiblichen Protagonisten der Serie Star Trek: The Next Generation dieser These nachgehen. Dies soll im theoretischen Rahmen, auch mit Hilfe von Beispielen aus der Serie, aufgezeigt werden.

Nicht mehr ganz neu: Rezension zu MC.Sex

[…]

Eine Sexualisierungswelle rollt über Europa…
… zumindest nach Meinung zahlreicher Veröffentlichungen, die sich mit Sexualität und Pornografie beschäftigen und eine zunehmende “Verrohung” und “sexuelle Verwahrlosung ” von Jugendlichen konstatieren.
“Can you control your hoe?” rappt Snoop Dob und folgt damit den hip-hopenden Kollegen , die sexistisches Liedgut als postmoderne Poesie zu verkaufen suchen. Nach Myrthe Hilkens, einer niederländischen Musikjournalistin ein Phänomen der Pornifizierung: 13-Jährige, die ihre Freundinnen um ein Rendevous zum Analsex bitten, Stringtangas in Kindergrößen bei H&M und Brazil als schicke Untenrum-Frisur und Plastik-Brüste für Obenrum.
In Mc.Sex hält uns Hilkens das sexistische Frauenbild der Hip- Hop Szene vor die Nase. Mädchen berichten von zweifelhaften Vorbildern (Britney Spears, Beyonce) und eindeutigen Angeboten im Internet. Hilkens hat Justine Levy’s Buch “female chauvinist pics” gelesen, die Anti-Porno Debatte in den 80ern um McKinnon, Dworkin verinnerlicht und zitiert aus zahlreichen Studien. Dabei versteht sich Hilkens nicht als Anti-Porno Feministin. Im Gegenteil – Hilkens ist stolzes Kind der „sexuellen Revolution“.

[…]

Vortragseinladung: 14.04.2010 – “Queering Hiphop”

Katharina Morawek (Mag.A.)
Andere Sichtbarkeiten?
Queering Hip Hop zwischen Repräsentation und Aneignung
Mittwoch, 14. April 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Für alle die sich schon auf dieses heiß diskutierte Thema gefreut haben und für alle, die es ab jetzt für ähnlich spannend halten, präsentieren wir Katharina Moraweks Vortrag zur Wahnehmung von und subversive Strategien im Hiphop. Die Referentin ist Lehrbeauftragte am Institut für das künstlerische Lehramt an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Die Autorin zu ihrem Vortrag:

Das Bild vom „sexistischen und homophoben Hip Hop“ ist eng verknüpft mit der Projektion, Kulturen des Hip Hop würden lediglich aus Schwarzen, männlichen, heterosexuellen Körpern bestehen – ein Paradigma, das die Soziologin Tricia Rose als „highly visible commercialized rap“ bezeichnet. Die Matrix, die dieser Wahrnehmung zu Grunde liegt, ist eine des Weiss-Seins, welches die eigene Position innerhalb von Populärkultur nicht hinterfragt. Doch wird das reibungslose Kursieren von mit Hip Hop verbundenen, stereotypen Bildern immer wieder von Hip Hop Artists in Frage gestellt und seit einigen Jahren sogar empfindlich gestört: Hip Hop wird offiziell ge-queert. Dabei kommen Repräsentationsstrategien zum Einsatz, die zwischen Parodie und Selbstbehauptung andere Sichtbarkeiten anstreben.
Der Vortrag wird einige Strategien queerer Artists vorstellen.

Es gendert so schön

Der erste Gendersalon mit Chris Koever (Missy), Judith Kabas (fiber.werkstoff für feminismus und Popkultur), Svenja Schröder (Mädchenblog) und Katja Röckel (Mrs. Pepstein), Moderation Julia Jäckel

Wo: Glockenbachwerkstatt München
Eintritt: 3 Euro

Vorher gibt es Chris, Svenja und Katja auf On3 zu hören, bei Christina zu Gast.

Links vom 7. bis 25. Januar 2010

Schaut, was ich für euch zusammengerafft hab. Nach dem Klick.

CCC | Unterstützt die Petition gegen die ELENA-Datenberge!
Eine neue E-Petition liegt vor. Beim CCC steht, warum es sinnvoll ist, sie zu unterzeichnen. Den Link findet ihr dort auch.
(tags: ccc politik deutschland elena datenschutz arbeit)

Planwirtschaft ist machbar, Frau Nachbar
Softwaregestütze Foodcoops? Denkbar!
(tags: ökonomie alternativen koops)

Konflikt mit China – […]

manhattan bridge

usa – 2009:

fyl by rvuu, mente, hmtr
via http://www.reclaimyourcity.net

Links vom 21. bis 25. Dezember 2009

Gesamelte Verweise aus der (Vor-)Weihnachtszeit nach dem Klick.

hs15 femme mit schuss

Bei Glühwein und Plätzchen gibt’s keine Definitionen. Alles klar: Das Thema ist Femme. Hier geht es um Bezeichnungen und Nagellack, um Politiken, Communities und die Frage aller Fragen: scheißen richtige Femmes eigentlich Glitzer? Wir überhöhen und naturalisieren, begehren und werden unsichtbar. Und um am Ende nicht immer bei den Träumen in den erwachenden Morgen zu landen, schließen wir dieses Mal mit zwei aktuelleren Lektürevorschlägen.

Sabine Fuchs (Hg.): Femme! radikal – queer – feminin, Berlin 2009
Del LaGrace Volcano, Ulrika Dahl: Femmes of Power, London 2008

Download (mp3, 82 MB)

Musik: BinärpilotDestroy the popollution

Link: Das Butch-Femme-Forum