Die Geschichte vom Palmrest-Sensor

Heute schreib ich mal was ohne Feminismus, Gesellschaftskritik und so. Aber es geht um digital life. Um daran teilnehmen zu können, brauchen wir ja Gerätschaften. Mein Macbook ist innen weiß, außen mittlerweile Schwarz und schon ein paar Jahre alt und leistet mir noch gute Dienste. Nur war seit einiger Zeit der Lüfter ohne triftigen Grund auf Dauerbetrieb. Das stört nicht nur, das ist dem Fangirl auch peinlich. Zunächst hatte ich natürlich Flash und “seltsame Prozesse im Hintergrund” im Verdacht, aber da war nichts. Es musste an der Hardware liegen.

Mit einem ehemaligen von Apple zertifizierten Servicetechniker (so jemanden im Freundeskreis zu haben ist einfach Gold wert) habe ich einen Hardwaretest durchgeführt, demzufolge der linke Palmrest-Sensor kaputt war. Der misst die Temperatur dort, wo die Handfläche ruht, also beim Akku. Normalerweise weiß dann der Lüfter, wann es dem Gerät zu heiß wird, weil zum Beispiel gerade der Akku explodiert. Ist der Sensor kaputt, wird pro forma gelüftet.

Nun gut, ein neuer Sensor muss her. Aber wo sitzt der denn?
Der Techniker des Vertrauens war überzeugt, dass er auf dem Topcase sitzt. Das ist der Teil des Macbooks mit der Tastatur, dem Trackpad usw. Das Topcase wurde getauscht, doch das Lüften nahm kein Ende.
“Oha”, sagte der Techniker des Vertrauens, “dann ist das wohl auf dem Logicboard.” Viele Schrauben raus, altes Logicboard raus, neues rein, Schrauben wieder rein. Und der Lüfter? Bläst weiter.

Die Geschichte endet wie im Märchen, denn aller guter Dinge sind drei, und den entscheidenden Geistesblitz hatte schließlich ich: “Wenn der Palmrest-Sensor die Temperatur beim Akku misst, vielleicht sitzt er dann ja am Akku?” – Voilà: Akku raus, Macbook nur am Stromnetz betrieben und der Lüfter gibt Ruhe. Mit neuem Akku ist jetzt alles wieder in Ordnung. Himmlische Ruhe!

Vortragseinladung – Smilla Ebeling: Geschlechterpolitik in Zoologischen Gärten

Prof. Smilla Ebeling
Geschlechterpolitik in Zoologischen Gärten
Mittwoch, 09. Dezember 2009 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Unserem Anliegen, die Anwendung ‘queerer’ Ansätze auf neue Bereiche zu erproben, leistet Smilla Ebeling aus Oldenburg einen wichtigen Beitrag, unsere – der Anhäufung von Interessanz verpflichteten – Reihe um eine möglicherweise zentrale Kategorie zu erweitern:

Zahlreiche Beispiele aus dem Alltagsleben (wie etwa Kosenamen, Redewendungen, Literatur, Filme, Grußkarten und Werbung) zeigen, dass Menschen Tiere verwenden, um über sich und Gesellschaft nachzudenken und um sich auszudrücken. In Anlehnung an Daston & Mitman (2005) gehe ich davon aus, dass dieses „Denken mit Tieren“ weit verbreitet und etwas Selbstverständliches ist. In meinem Vortrag untersuche ich das „Denken mit Tieren“ im Kontext von Geschlecht und Sexualität in der öffentlichen Bildungseinrichtung des Zoologischen Gartens. Dabei wird deutlich, dass Zoologische Gärten vermeintlich wilde und natürliche Tiere in einem heteronormativen Rahmen präsentieren und ein Bild von der Tierwelt als eine zweigeschlechtlich strukturierte vermitteln. Das „Denken mit ‘wilden’ Tieren“ in Zoologischen Gärten hat Einfluss auf die Vorstellung und Akzeptanz von Geschlecht und Sexualität in der Gesellschaft. Es trägt dazu bei, bestimmte Geschlechter und Sexualitäten als „natürlich“ zu legitimieren und andere als „unnatürlich“ zu verwerfen. Zu diskutieren ist, ob diese Geschlechterpolitik mit Tieren für queere Anliegen genutzt werden kann, etwa durch die Darstellung von Homo-, Inter- und Transsexualität unter Tieren.

Frank Apunkt Schneider: Die Diktatur des “man”

Frank Apunkt Schneider ist Germanist und Mitglied der Wiener KünstlerInnengruppe monochrom. Er lebt als unfreier Autor (u.a. testcard, Skug, Intro, Jungle World), unfreier Künstler und Hausmann in Bamberg. Im Ventil-Verlag erschien 2007 sein erstes Buch mit dem Titel „Als die Welt noch unterging – Punk und Wave im deutschsprachigen Raum von 1978 bis 1985“. In […]

Soziale Ungleichheit und Netzneutralität

The Internet provides our communities with a medium to access services, find jobs, connect to friends, make inexpensive international phone calls to family members, and to advocate for social change. Many of the most valuable things we do online are noncommercial; they exist because the Internet is the first mass media system with no gatekeepers to dole out privilege to the highest bidder. That freedom and openness is what makes the Internet different from broadcasting and cable. We can’t allow Comcast, AT&T, Verizon and other broadband providers to deliver substandard Internet service to our communities.

Spannend: Netzpolitische Kommentare werden ja meistens aus einer scheinbar neutralen, universellen Perspektive verfasst, die wenig situiert ist. Im Gegensatz dazu diskutieren Malkia Cyril, Chris Rabb und Joseph Torres das wichtige Theme der Netzneutralität in ihrem Artikel The Internet Must Not Become a Segregated Online Community aus einer dezidiert verorteten Perspektive (via feministing).

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Vortrag am Freitag: Queer Animality

Prof. Eva Hayward
Cut Sex Animal – The Social Aesthetic of Trans
Freitag, 4.12.2009, 12 Uhr (c.t.) an der Universität Hamburg
Fachbereich Soziologie, Allende-Platz 1, Raum 245

Außer der Reihe möchten wir Euch zu einem Vortrag mit dem vielversprechenden Titel “Cut Sex Animal – The Social Aesthetic of Trans” einladen, den wir in Kooperation mit der Koordinationsstelle für Frauenstudien/Frauenforschung ermöglicht haben und der am morgigen Freitag, dem 4. Dezember 2009 stattfindet. Prof. Eva Hayward ist zurzeit Guest Researcher am Center for Gender Research an der Uppsala University in Schweden und Assistant Professor am Department of Cinematic Arts des Interdisciplinary Film and Digital Media Program der University of New Mexico.

Im Vortrag (in englischer Sprache) geht es um den Schnitt am transsexuellen Körper als eine materialisation des Selbst, um die Probleme der Kategorie “menschlich”, um “ambiguously specied/sexed bodies”, und um die tierisch-menschliche Vermischung von Buffalo Bills Haut. In ihrem Vortrag überschreitet Eva Hayward Grenzen von Kunst und Wissenschaft sowie von Intimität, Transsexualität und Animalität.

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links for 2009-12-02

Queering Gentrification

Dieser Text ist erschienen in [sic!] Forum für feministische Gangarten Nr. 64, S. 32-33 unter dem Titel “Gibt es eine queere Ökonomiekritik?”
Seit geraumer Zeit finden vielfältige queer-theoretische Auseinandersetzungen mit Kapitalismus und Neoliberalismus statt, die nach den Zusammenhängen von Heteronormativität und sexuellen Politiken mit ökonomischen Verhältnissen und Arbeit fragen. Für eine queere Ökonomiekritik stellt sich immer […]