Ich kann die Auschwitzscheiße nicht mehr hören…

[Wie Autonome Antinationalisten den Schlussstrich unter die deutsche Geschichte ziehen wollen]

Als vor zwanzig Jahren wieder zusammenwuchs, was zusammengehörte und sich die Deutschen der letzten verhassten Erinnerungen an die Schmach des verlorenen Krieges endlich entledigen konnten – die Mauer fiel, der Russ’ und Ami gingen heim –, begaben sich die Deutschen auf die Straßen um zu […]

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Jutta Schwarzkopf: Die Bedeutung von Gender in Geschichte der britischen ArbeiterInnenbewegung

Am 4. Januar 2009 ging es in unserer Vortragsreihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen” um “Die Bedeutung von Gender in Geschichte der britischen ArbeiterInnenbewegung”. Apl. Prof. Dr. Jutta Schwarzkopf ist zurzeit Vertretungsprofessorin am Institut für fremdsprachliche Philologien, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg.

Der Vortrag bezieht sich auf den Begriff ‚Geschichte’ in dessen doppelter Bedeutung von historischer Entwicklung einerseits und geschichtswissenschaftlicher Erforschung andererseits. Unter der ersten Perspektive beleuchtet der Vortrag die Selbsttransformation der englischen Arbeiterschaft zur Klasse im Zuge der Massenbewegung des Chartismus, die sich die grundlegende Demokratisierung des politischen Systems in Großbritannien zum Ziel gesetzt hatte. Für den Chartismus waren die Entwicklung sowie der Kampf um die Durchsetzung eines neuen Verständnisses von Männlichkeit und Weiblichkeit von zentraler Bedeutung, und das neue Geschlechterverhältnis wurde für die sich formierende Klasse konstitutiv. Es führte zu einer erheblichen Entmächtigung (disempowerment) von Arbeiterinnen, die lange Zeit weder eine legitime Teilhabe an der maskulinisierten Arbeiterbewegung einfordern noch sich auf diese im Kampf um die Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Lage stützen konnten.

Unter der zweiten Perspektive werden die Veränderungen in der Darstellung der Geschichte der englischen ArbeiterInnenbewegung umrissen, die auf der Integration von Methoden und Erkenntnissen der historischen Frauen- und Geschlechterforschung zurückzuführen sind und die nicht zuletzt durch diesen Vortrag selber verdeutlicht werden.

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Gute Staatsbürger.

elke wittich könnte es dabei belassen die piratenpartei für die offenheit nacht rechtsaußen zu kritisieren. dann wäre ihr artikel vermutlich ein guter geworden. als besorgte und gute staatsbürgerin macht sich frau wittich jedoch vor allem sorgen um den ruf der brd. so schließt sie ihren artikel mit :
Um sich klarzumachen, was das postideologische Geschwafel […]

bloss weg

buah. bloss weg aus hamburg. reeperbahn festival. es gibt kein schlimmeren ort in hamburg.

nrrrdz000002: keine wahlempfehlung

In der zweiten Folge von Nrrrdz greifen wir kurz vor der Bundestagswahl ein hot topic der Netzszene auf. Wir sprechen über die Piratenpartei, Feminismus und Geschlechterpolitik. Wie haben wir die Diskussion wahrgenommen, was sind für uns die wirklich wichtigen Fragen, und warum ist das alles nicht so einfach? Passend dazu auch der Facepalm des Monats: Franziska Heine im Interview mit dem Piratenpartei-Podcast.

Links zur Folge:

  • Die Piraten-Feminismus-Debatte (Linksammlung)
  • Zusammenfassung der Diskussion bei der Mädchenmannschaft
  • Felix Neumanns Kritik am Politikverständnis der Piraten
  • Fiddle.Knows zur “Junge Freiheit”-Debatte
  • Strömungen innerhalb des Feminismus (Wikipedia)
  • Sociological Images (Löhne in Männer- und Frauenberufen)
  • PiPaPo: Podcasts für und über die Piratenpartei
  • Zum Schluss: Ein großes Danke an sv für den Jingle!

    Download (mp3, 65MB)

    Guter Dreck, schlechter Dreck

    Markus Schreiber, Chef des Bezirksamts Mitte, äußert sich im taz-Interview mit Iris Hellmuth und Sven Stillich über die Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse in St. Pauli und Wilhelmsburg und meint “Fast alle können dort bleiben”.

    Wir wollen die Künstler nutzen, um eine Atmosphäre zu schaffen. Die Künstler kommen zuerst, dann wird der Stadtteil aufgewertet. Gentrifiziert. Die sind die Vorhut.

    Der Begriff Gentrifizierung, von vielen vor ein paar Monaten noch als zu sozialwissenschaftlich, zu abstrakt und lebensfern wahrgenommen, ist ja mittlerweile in aller Munde. Dass ein SPDler und Bezirksamtsleiter ihn affirmativ verwendet, überrascht mich aber doch ein bisschen. Es ist aber auch wirklich kein Geheimnis, warum sich die Künstler_innen des Gängeviertels – für die er nur warme Worte übrig hat – lieber in Wilhelmsburg einnisten sollen.
    […]

    Über uns

    Joke, Marlen und Steff sind eine polyfidele Dreierbeziehung aus Hamburg und podcasten Anekdötchen aus den Untiefen ihres queeren Alltags.

    Zum Podcasten haben uns verschiedene Ideen und Wünsche gebracht: Wir wollten etwas machen, was nicht täglich passieren muss und Platz für viel Inhalt lässt. Wir haben nach etwas zwischen schnelllebigen Performances und arbeitsintensiven Texten gesucht. Wir brauchten dringend einen Ort, an dem wir mit den Stolperfallen der heteronormativen Welt produktiv umgehen können. Wir haben keinen queeren Podcast gefunden, also machen wir selbst einen.

    Seit Oktober 2008 produzieren wir immer etwa am ersten Freitag im Monat. Wir haben ein monatlich wechselndes Hauptthema, über das wir uns ohne Längenvorgabe auslassen.

    Am Ende jeder Folge gibt’s ein freies Musikstückchen auf die Öhrchen. Unser großes Ziel ist dabei thematische Anbindung, das haben wir allerdings bisher eher selten geschafft.