frankfurt

Donnerstag, 11. November 2010, 20.00 Uhr // Filmvorführung »2 Balkone«

Nach dem Warschauer Aufstand im Jahr 1944 nahmen die deutschen Besatzer 160.000 Menschen der Stadt gefangen und verschleppten sie in Arbeits- und Konzentrationslager. Einige von ihnen kamen in das Konzentrationslager »Katzbach« in Frankfurt, wo sie in den Adler­werken Zwangsarbeit leisten mussten. Der Dokumentarfilm »2 Balkone« von Andrzej Falber lässt die Überlebenden an historischen Orten in Warschau und Frankfurt zu Wort kommen, unter ihnen auch vier ehemalige Häftlinge des KZ »Katzbach«.

Anschließende Diskussion mit Friedrich Radenbach (Claudy-Stiftung)

18. November 2010, 20 Uhr // Konzert: Skäerbaqt (live)

Donnerstag, 18. November 2010 | 20 Uhr

Skäerbaqt (live)

Musik in einem Raum mit über 115 jähriger Vergangenheit geprägt von Leid & Unterdrückung. Musik in einem Raum der heute Freiraum für Kultur bietet & die Solidarisierung mit der Initiative »Faites votre jeu!«. Musik für die Zukunft des Klapperfelds vom frei improvisierenden ambient-industrial-dada Duo Skäerbaqt aus Leizig/Frankfurt.

Eintritt frei. Spenden ok.

Samstag, 30. Oktober 2010, 12 Uhr // Abschiebungen über den Frankfurter Flughafen verhindern lernen

Dies ist eine Einladung mit uns zusammen zu lernen, Abschiebungen über Frankfurt gemeinsam zu verhindern. Und das Gelernte danach in die Tat umzusetzen.

Wir wollen uns am Samstag den 30.10 einen Tag Zeit nehmen, um uns gegenseitig beizubringen, was alles getan werden kann, um Abschiebungen über den Frankfurter Flughafen zu verhindern. Zu tun gibt es genug – die Zahl von statistisch gesehen 10 Abschiebungen am Tag über den Frankfurter Flughafen macht die Runde. Vor allem wird es um Abschiebungen gehen, bei denen bekannt ist, dass die betroffene Person sich wehren wird.

Aktionstage gegen den 10. Deutschen Akademikertag des CDA/CDK

Es sei auf einen Aufruf mit dem Titel “Der Reaktion ins Bier spucken” hingewiesen. Er richtet sich gegen den 10. Deutschen Akademikertag des CDA/CDK (Dachverband der Burschenschaften) in Frankfurt/Main. Angekündigt sind unter anderem eine Kundgebung am 6. November, als auch koordinierte Aktionen unter dem Motto “Fang den Hut” am 5. November. Der Aufruf sei im Folgenden dokumentiert:

Der Reaktion ins Bier spucken. Verbindungen auflösen. Für ein selbstbestimmtes Leben.

Vom 5.-7. November 2010 richten der Convent deutscher Korporationsverbände (CDK), in dem Verbindungsstudenten organisiert und der Convent deutscher Akademikerverbände (CDA), in dem Alte Herren organisiert sind, ihre Herbstconvente und den 10. Akademikertag in Frankfurt am Main aus. Die Stadt Frankfurt sieht kein Problem darin, den reaktionären Kräften vom CDA/CDK zum Empfang in den Römer zu laden. An diesem Wochenende und darüber hinaus wollen wir der Organisierung und Zelebrierung antiemanzipatorischer Einstellungen und Handlungen entschieden entgegen treten!

FatzerBraz: ein Fleischexperiment

FLEISCHEXPERIMENT Etwas über Bertolt Brechts ‚Ästhetik des Hungers’ und die Performance FatzerBraz Links, 2, 3: „Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zum Fressen, bitte sehr!“ (Einheitsfrontlied) Dass der Mensch vordringt zu der Kenntnis, dass zu … Weiterlesen

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 19.30 Uhr // Davidstern und Lederball – Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball


Foto vom Titel des Buches: Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.): Davidstern und Lederball – Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball

Vortrag von und Diskussion mit Dietrich Schulze-Marmeling, Autor und Fußballhistoriker; Veranstaltende: Arbeitskreis Geschichte

Jüdische Bürger spielten im deutschen und internationalen Fußball einst eine bedeutende und prägende Rolle – als Funktionäre, Mäzene, Trainer und / oder Spieler. So u.a. bei Bayern München, Eintracht Frankfurt, 1.FC Nürnberg, Austria Wien, MTK Budapest oder AS Rom.

Gedenktafel zur Erinnerung an Günter Sare und seine Tötung vor 25 Jahren

Günter Sare starb am 28. September 1985 bei einem Wasser­werfer­einsatz der hes­sischen Polizei. Günter hatte an einer Kund­gebung gegen eine Wahl­kampf­veran­staltung der NPD im Bürger­haus Gallus teil­genom­men. Zahl­reiche Demons­trant_innen hatten versucht, den Zugang zum Haus Gallus zu blockieren.

Die »Autonome Gruppe zur Erinnerung an Günter Sare« hat 25 Jahre nach seinem Tod in der Nacht vom 12. zum 13. Oktober eine Gedenktafel zur Erinnerung an Günter Sare an der Frankenallee, Ecke Huf­nagel­straße, angebracht.

Ein Ort der Erinnerung

Geschichte: Erweiterte Dauerausstellung im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld in Frankfurt eröffnet

Main-Echo Aschaffenburg, 16.01.2009 (download pdf)


Ort der Ausgrenzung seit langer Zeit: das ehemalige Polizeigefängnis in der Frankfurter Klapperfeldstraße. Heute werden die Räume von der Kulturinitiative »Faites votre jeu!« bespielt, die auch eine sehenswerte Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses konzipiert hat. Foto: dpa

FRANKFURT. Ende April letzten Jahres zog die Initiative »Faites votre jeu!« in das ehemalige Polizeigefängnis Klapperfeld in Frankfurt. Bereits im Juli 2009 präsentierte der Arbeitskreis erste Ergebnisse seiner geschichtspolitischen Auseinandersetzung mit der Geschichte der Institution. Im August fand die Eröffnung des ersten Teils der Dauerausstellung zum Klapperfeld statt. Darüber hinaus waren immer wieder Referenten zu geschichtspolitischen Themen und Zeitzeugen zu Gast.

Das ehemalige Polizeigefängnis »Klapperfeld« in Frankfurt am Main 1886 – 2003

In der Ausgabe Nr. 157 des GedenkstättenRundbrief ist ein Artikel des Arbeitskreis Geschichte erschienen. Der GedenkstättenRundbrief erscheint sechs Mal im Jahr und wird von der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin herausgegeben.

GedenkstättenRundbrief Nr. 157, Oktober 2010

(download pdf: Einzelseiten | Doppelseiten)

Von Sarah Friedrich, Mirja Keller und Jörg Schmidt

Die Initiative Faites votre jeu! besetzte Anfang August 2008 ein ehemaliges Jugendzentrum in Frankfurt – Bockenheim. Ein selbstverwaltetes Projekt entstand. Obwohl das Projekt gut angenommen wurde hat die Stadt Frankfurt mit der Räumung gedroht. Nach Verhandlungen mit Vertreter_innen der Stadt im Jahr 2009 entschied sich die Initiative das ehemalige Polizeigefängnis in der Klapperfeldstrasse 5 als Ausweichqaurtier anzunehmen.

Dienstag, 28. September 2010, 19 Uhr // Veranstaltung zum 25. Todestag von Günter Sare

Frankfurt, den 28. September 1985, 20.54 Uhr. Ein Mann liegt auf der Straße, überfahren von einem Wasserwerfer. Es ist der 36-jährige Günter Sare, Arbeiter und Vorstandsmitglied im ältesten Frankfurter Jugendzentrum, dem JUZ Bockenheim. Über seinem Körper schlagen Polizisten auf einen zu Hilfe eilenden Jugendlichen ein. Günter Sare hatte gegen eine Veranstaltung der NPD demonstriert. Wenige Stunden später, erlag er seinen Verletzungen.

Veranstaltung zum 25. Todestag von Günter Sare:
Dienstag, 28. September 2010 um 19 Uhr im Klapperfeld

Eine umfassende Dokumentation zum Tode von Günter Sare findet ihr hier:
http://www.antifa-frankfurt.org/Sare/sare-dokumentation.html

Pressemitteilung 19.09.2010 – Erfolgreiche Eröffnung von zwei Ausstellungen im Klapperfeld

Erweiterung der Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfeldes und Gastausstellung »Frauen im Konzentrationslager 1933 – 1945. Moringen – Lichtenburg – Ravensbrück«

Heute, am Sonntag den 19. September 2010, eröffnete der Arbeitskreis Geschichte der Initiative »Faites votre jeu!« die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Polizeigefängnisses während des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19.Jahrhundert, die Funktion des Gefängnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army während der Entnazifizierung.

Parallel dazu ist für sechs Wochen auch die Wanderausstellung »Frauen im Konzentrationslager 1933 – 1945. Moringen – Lichtenburg – Ravensbrück« vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945 und der Lagergemeinschaft Ravensbrück zu sehen. Diese zeichnet die Biografien von Frauen nach, die in Konzentrationslagern inhaftiert waren und legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Widerstand der Gefangenen.