digitale evolution

dj/rupture in der spex:
»In den meisten Ländern der Welt gibt es etwa gar kein Bedürfnis nach Meisterwerken, da hier der sozialökonomische Kontext ein ganz anderer ist – hier kommt und geht Musik und hat nur als Kontinuum einen bleibenden Wert, aber nicht als Ausdruck einzelner ›Genies‹ oder ›Künstler‹. Als Musiker zu arbeiten, bedeutet hier nicht Künstler oder Genie zu sein, sondern einer Arbeit als Tagelöhner nachzugehen – jeder Riddim bringt eine Mahlzeit. «

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Shut Up and Speak am Schwarzen Kanal

Shut Up and Speak: A Night of Spoken Word, Poetry, and Stories With Open Mic come share your words! Freitag, 31. Juli, 2009 20 Uhr die Bühne nur für Frauen + Trans Schwarzer Kanal Michaelkirchstr. 20 10179 Berlin Support Schwarzer Kanal!!! [...]

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Zitat des Tages – Avtar Brah

"What I am proposing here is that border crossings do not occur only across the dominant/dominated dichotomy, but that, equally, there is traffic within cultural formations of the subordinated groups, and that these journeys are not always mediated through the dominant culture(s). ... My argument is that they are not `minority´identities, nor they are at the periphery of something that sees itself as located at the centre, although they may be represented as such."

Brah, Avtar (1996): Cartographies of Diaspora. Contesting Identities. London, New York, S.209f.

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Podcast: Bini Adamczak – Kritik der polysexuellen Ökonomie

Zur zweiten Ausgabe unseres Podcasts präsentieren wir euch einen Votrag vom 23. April 2008. Bini Adamczak ist Autorin von “Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird” und “Gestern Morgen. Über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft” und spricht im Vortrag über die “Kritik der polysexuellen Ökonomie” (direkt Download). [...]

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Kaffee und kolonialrassistische Kontinuität

Dass bei mancher Edeka-Filiale kein Gespür für Eurozentrismus und Rassismus vorhanden zu sein scheint, wissen geneigte Leser_innen dieses Blogs schon seit Alibabas Ananasshow (dieser Artikel bringt im übrigens immer viele Leute über das Suchergebnis zu “Ananas schneiden” auf die Seite). Im Edeka hier in der Nähe gibt es seit längerem Kaffeespezialitäten von Becking Kaffee. Die Hamburger Firma schmückt ihre Verpackungen mit einem klassisch kolonialrassitischen Motiv: Einem dienenden Schwarzen Jungen.1 Ich hatte vor einiger Zeit eine Email an Becking Kaffee geschrieben, die bis heute leider unbeantwortet blieb. [...]

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Verbot von Homosexualität in Indien abgeschafft – ein Relikt der Kolonialzeit

Wenn nun auch nicht mehr auf der Höhe der tagespolitischen Neuigkeiten, möchten wir nicht verpassen, der Bekanntgabe Raum zu geben, dass das Verbot von Homosexualität in Indien per offiziellen Richterspruch abgeschafft wurde. Interessant bei d...

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Zitat des Tages – Pauline Park

"I reject the assumption that the presence or absence of the penis determines my status as a man or as a woman. While cross-dressers often find me too transsexual to elate to because I live full-time as a woman, transsexuals find me puzzling becau [...]

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Eröffnungsveranstaltung und Ausstellung: Frankfurt-Auschwitz

Einladung zur Eröffnungsveranstaltung und zur Ausstellung Frankfurt-Auschwitz. Die Eröffnungsveranstaltung beginnt am 11.8.09, 19.30 Uhr. Die Ausstellung findet vom 11.8. bis 11.9.2009 statt. Die Öffnungszeiten sind: Di.-Fr. 11.00-14.00 Uhr u. 17.00-20.00 Uhr sowie Sa. 11.00-14.00 Uhr Der Förderverein Roma e. V. wird anlässlich des 65. Jahrestages der Liquidation des „Zigeunerlagers" Auschwitz-Birkenau eine dokumentarisch künstlerische Ausstellung in den Räumen der ehemaligen Haftanstalt Klapperfeld in der Klapperfeldstraße 5, Ffm., zeigen. Durch die unterschiedlichen Darstellungsweisen bietet die Ausstellung den Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti im Nationalsozialismus auf vielseitige Weise auseinanderzusetzen. Der dokumentarische Ausstellungsbereich thematisiert die Täter, die Vernichtung der Roma und Sinti in Auschwitz, die Erinnerung der Opfer und Überlebenden. Fotos, Beschreibungen, Vorträge und Filme, u. a. ein 1962 von Valentin Senger geführtes Interview mit der NS-Rasseforscherin Eva Justin und ein Beitrag über die Vita der Romni Maria Weiss, erläutern die Position der Stadt Frankfurt am Main im Netz der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. 16 Bilder des Saarbrücker Künstlers Bernd Rausch haben die Auslöschung, sowohl des Einzelnen als auch der Gemeinschaft der Roma und Sinti, durch die Nationalsozialisten zum Inhalt. Die Arbeit des Förderverein Roma, des Trägers der Ausstellung, wird auf drei Tafeln vorgestellt. Begleitet wird die Ausstellung von

  • einer Veranstaltung zu der historischen Dimension des Themas und der besonderen Rolle der Stadt Frankfurt am Main bei der Verfolgung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus mit Dr. Peter Sandner, Historiker und Autor des Buches Frankfurt-Auschwitz (3.9.09, 19.30 Uhr),
  • Gesprächen mit Roma, deren Familienangehörige in der NS-Zeit ermordet wurden (Lothar Winter, Amari Bacht, 27.8.09, 19.30 Uhr, Ursula Rose, Romni aus Ffm. und Leika Peter Böttcher, Roma-Union, 11.9.09, 19.30 Uhr) sowie
  • einem Abschlusskonzert mit Mitgliedern des Philharmonischen Verein der Roma und Sinti, Ffm., am 11.9.09, 19.30 Uhr.
Darüber hinaus werden Führungen und Gespräche für Gruppen und Schulklassen angeboten (Anmeldung unter 069/44123 AB, Förderverein Roma). Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen Joachim Brenner, Förderverein Roma e. V., Stoltzestraße 17, 60311 Ffm.

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“Ums Ganze”: Die Rückkehr des Hauptwiderspruchs in der Affirmation der deutschen Normalität

Fußnote i) auf seite 16 aus Ums Ganze: “Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit”

i Dieser Text verwendet bei Gattungsbegriffen das grammatische Maskulin. Wir sind uns der Diskussion um die sprachliche Repräsentation anderer geschlechtlicher Identitäten bewusst, vertreten dazu aber keine einheitliche Position.
... und finden das auch nicht so wichtig und benutzen deswegen halt weiter die hegemonialen heteronormativen Kategorien. dass gesellschaftliche verhältnisse hierbei nicht nur beschrieben, sondern zugleich (re-)produziert werden, wird einfach ignoriert. dass sich theorie und praxis genausowenig wie "privater" umgang im alltag und "politische" positionen auf dem papier nicht voneinander trennen lassen (und wenn, dann nur im metaphysichen modus --- da hilft auch keine dialektik mehr) - oder wie ich als pomo sagen würde: dass und wie sich diskurse materialisieren - läßt sich auch an den unterschiedlichen männlichkeits-konstruktionen bestimmter antifa-kadergruppen und deren kritiker(!) nachzeichnen. da war die frankfurter campusAntifa immerhin schon bei der
'öffentliche' Tuchfühlung mit einem Thema, das – wie wir wahrscheinlich alle gemerkt haben – ‚so im Raum steht’ und ehr diffus durch die Szene geistert.
eine kurze zusammenfassung der thesen und kritiken, die bei der werbeveranstaltung der autonomen antifa [f] für den ug-text im club voltaire vorgetragen wurden, gibt es bei overdose eine kritik am subjektbegriff im Staat?Weltmarkt?Herrschaft?derfalschen?Freiheit?-text findet sich bei den vorstellungsrepraesentanzen unter dem titel "Fußnotenunsinn" hat ♥Tekknoatze eine kleine auswahl weiterer fußnoten zum geschlechterverhältnis in texten gelistet. ich verstehe die haupt-/nebenwiderspruchs-fußnoten allerdings nicht als unsinn sonden sehe deren sinn genau darin, die komplexität der von menschen gemachten machtverhältnisse (intersektionalität) in bestimmten situa- und positionen unsichtbar zu machen und zu natur- oder normalisieren. interessanterweise gibt es hier eine korrelation zwischen dem arbeitsbegriff und dem auftauchen solcher wir-sind-nicht-böse-sondern-nur-ignorant-fußnoten. den anfang einer überarbeiteten version der Ums Ganze broschüre: “Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit” gibt es nun von sinistra². für nicht-dadaist_innen gibt es von a²s eine kritik an der bundesdeutschen schlussstrich-sehnsucht im "Gegen Deutschland helfen keine Gedichte"-Text, zweier ums-ganze antifa-gruppen. nachschlag: iz3w und trend und waiting.

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