keine patrioten

mann (ich zumindest) kommt sich schon mal vor wie der voll-assi par excelance vor, wenn man einen tieferen blick in das waschbecken nimmt bei tageslicht, gut, das jenes gerade in ablösung einer glühlampe, die arbeit des erhellens verrichtet, aber was sich dort so tummelt, seit tagen. plus zähneputzen. hände waschen. rauf auf den berg. egal. nicht so schlimm wie der rosetten-bart tragende ober-faschist, welcher als rechtsausleger tätig, in der feinen hansestadt mit seinen jüngern und jüngerinnen ausgerechnet am 11.9. eine demonstration, gegen das schanzenfest plant. nicht das es besseres an diesem denkwürdigen tag gäbe als ein patriotisches stadteilfest in frage zu stellen. aber der hamburger innenminister oder wie auch immer sein titel heisst hat ja auch was gegen dieses lokalpatriotische fest. daher ein dickes dankeschön an herrn arschhobel für seine solidarisierung mit herrn »ich ruf mal um hilfe bei den umliegenden bundesländern für spritzmaschinen die ich selber nicht hab«. auch wenn der gewählte startpunkt, fern ab, von berlinertor wohl kaum den anspruch erhebt bis rüber nach westen in die schanze zu führen. it`s just lame! der tenor von der ganzen schiessbuden veranstaltung »Recht und Ordnung durchsetzen – Schanzenfest dauerhaft verbieten!« ist ja wohl auch die lachnummer. als wenn die sich jemals einen spucknapf voll gedanken darüber gemacht haben was recht ist. von ordnung ganz zu schweigen, welche ja bekanntlich nur aus dem chaos entstehen kann. tja und der arme herr alhaus hat jetzt die wahl, sack auf und rein und knüppel drauf, mit denen die in der tradition der NSDAP stehen oder eben sack auf und rein und knüppel drauf auf die, die gerne ein stadteilfest und ein wenig lokal patriotismus feiern wollen auf der anderen seite.

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Französisch-Guayana

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Wenn sich jemand dafür interessiert, womit ich mich während meines Praktikums in Französisch-Guayana so beschäftigt habe, bzw. für die Situation von Asylsuchenden und und Menschen, die illegalisiert in Französisch-Guayana leben: Meine Reportage für die Lateinamerika Nachrichten dazu ist jetzt auch als Vollversion online zugänglich Jahre zwischen Hoffen und Bangen

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Virginie Despentes: alles platzen lassen

Der Feminismus ist kein Alphamädchen und keine Kuschelparty. Es geht nicht darum, gut auszusehen, von allen geliebt zu werden oder um jeden Preis verstanden zu werden. Auf Dauer salonfähig zu sein macht im übrigen auch gar nicht so viel Spaß. Und Virginie Despentes ist mir deshalb viel näher als irgendwelche selbsternannten neuen deutschen Mädchen:

„Der Feminismus ist eine Revolution, nicht etwa eine Neuordnung bestimmter Marketinganweisungen, keine schwammige Werbung für Fellatio oder Partnertausch, und es geht auch nicht darum, sich seinen Nebenverdienst aufzubessern. Feminismus ist ein kollektives Abenteuer, für Frauen, für Männer und für die anderen. Eine Revolution, die gut läuft. Eine Sichtweise der Welt, eine bewusste Entscheidung. Dabei geht es nicht darum, die kleinen Vorteile, die den Frauen eingeräumt werden, gegen die kleinen Errungenschaften der Männer auszuwiegen, sondern in der Tat darum, alles platzen zu lassen. Also tschüss dann, Mädels, das war`s, und in Zukunft noch eine viel bessere Reise …“
[Virginie Despentes in King Kong Theorie]

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Samstag, 5. September 2009 – 18 Uhr: »still not lovin‘ Germany«-Infoveranstaltung zur bundesweiten Demo am 10. Oktober in Leipzig

Im Jahre 2009 feiert sich die deutsche Nation: 60 Jahre Bundesrepublik und 20 Jahre »friedliche« Revolution werden begangen. In diesen Feierlichkeiten vergewissert sich die deutsche Nation ihrer selbst, präsentiert sich als Nation der Moderne und bietet der Bevölkerung einen entspannten Nationalismus, ein entspanntes Gemeinschaftsgefühl an. Um diese Angebote machen zu können, wird zurechtgebogen, was nicht passen will und der deutsche Nationalismus rehabilitiert. In der Veranstaltung wollen wir die deutschen Mythen der Nation destruieren, erklären, warum es sich bei der deutschen Geschichte nach 1945 nicht um eine Entwicklung von Freiheit, Demokratie und Wohlstand handelt. Und wir wollen fragen, was Deutschland 2009 heißt, ob es sich hierbei um eine besondere Nation handelt oder um eine weitestgehend normalisierte Nation in der internationalen Standortkonkurrenz. Und wir wollen darlegen, warum auch 2009 weder Deutschland speziell noch Nation allgemein für positive Bezugnahmen oder ein entspanntest Zurücklehnen geeignet sind. Die Veranstaltung ist eine inhaltliche Mobilisierungsveranstaltung für die bundesweite Demonstration am 10. Oktober 2009 in Leipzig. Eine Veranstaltung des »Arbeitskreises 2009« (Leipzig) Flyer als pdf: download Infos zur Demo auf antide2009.blogsport.de

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Podcast: Patrick Baur – Zerstreute Geschlechter. Heidegger, Derrida und die sexuelle Differenz

Mit einem philosophischen Vortrag aus dem Wintersemester 2008/2009 leiten wir das letzte Augustwochenende ein. Patrick Baur, Philosoph und Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg, spricht über die Figur der sexuellen Differenz bei Martin Heidegger und Jacques Derrida. [...]

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nrrrdz000001: woher wohin

nrrrdz ist da!!!111einself! Marlen (vom heiter scheitern Podcast) und ich unterhalten uns über Feminismus und Netzkultur. In der ersten Folge sprechen wir darüber, was wir mit dem Podcast vorhaben, wie wir ins Internet geraten sind, und was Geschlecht mit dem Zugang zu Technik und zum Netz zu tun haben könnte. Wir erinnern uns an die Utopie des Internet als geschlechtsneutralem Raum und überlegen, warum nichts daraus geworden ist, und wie wir das finden. Zum Schluss präsentieren wir den Facepalm des Monats, dieses Mal mit Mobile Macs. Download (mp3, 60MB) [...]

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Gossip spielt in München

Wie sollen wir das nur Igittyvett erklären? Die wird die nächsten Monate wohl ein radikales Schönheitsprogramm einlegen und futtern was das Zeug hält, damit sie Beth Ditto in bester körperlicher Verfassung gegenübertreten kann. Die Frage ist nur, was macht Sie, wenn Beth ihre Annäherungsversuche beim Konzert zurückweist oder sie gar von der Bettkante stößt? Wer sich dieses spannende Ereignis nicht entgehen lassen möchte, sollte am 25.11. zum Gossip Konzert in der Tonhalle (Kultfabrik) in München gehen.

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Slavoj Zizek: Die Krise bietet keine Katharsis, sie schürt unsere Fesseln noch enger

Zizek: „Wir dürfen nicht einfach den Zug der Geschichte mitfahren, wir müssen die Notbremse ziehen bevor wir an die Wand fahren. Das müssen wir uns bewusst machen, es hängt alles von uns ab. Wenn wir die historische Entwicklung einfach so weiterlaufen lassen, dann wird es in einer noch nie dagewesenen sozialen und ökologischen Katastrophe enden. Wir müssen endlich handeln, ohne darauf zu hoffen, dass ein großer Anderer oder die Geschichte auf unserer Seite ist. Niemand ist auf unserer Seite.“ [...]

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