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Stadt will linkes Zentrum abreißen

Neues Deutschland, 31.03.2010 (download pdf)

(ND). Die Stadt Frankfurt am Main plant den Abriss des ehemaligen Polizeigefängnisses »Klapperfeld«, das derzeit als selbstverwaltetes Zentrum genutzt wird. Seit April 2009 betreibt die Gruppe »Faites votre jeu!« die Räume, die sie in Eigenleistung renoviert hat. Zusammen mit dem Arbeitskreis Geschichte setzt sie sich mit der Historie des Gebäudes auseinander. Eine Dauerausstellung erinnert an die Nutzung des Gefängnisses durch die Gestapo. »Wir halten es für unerlässlich, dass dieser Teil der Frankfurter Geschichte erhalten und allen interessierten Menschen zugänglich bleibt«, erklärte Maja Koster vom AK Geschichte. »Die Abrisspläne werden wir keinesfalls hinnehmen.«

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Programm für das Sommersemester 2010

Pünktlich zum offiziellen Semesterstart morgen ist unser Programmheft für unser 20. Jubiläumssemester fertig geworden! Darin findet ihr kurze Inhaltsangaben zu den wieder sehr vielfältigen Vorträgen, die uns in diesem Semester erwarten: Es wird unter anderem um Hip-Hop, Krisen, Hirne und vielfältige Körper gehen. Wir freuen uns darauf, euch Mittwoch Abends um 19 Uhr im „WiWi-Bunker“, Von-Melle-Park 5, Raum 0079 zu sehen. Selbstverständlich werden wir auch die schöne Tradition aufrecht erhalten, nach den Vorträgen in einer Kneipe in der Nähe etwas zu trinken, zu essen und/oder sich mit den Referent_Innen und anderen Vortragshörenden zu unterhalten.

Die Vortragsreihe begann im Jahre 1990 unter dem Titel „(Männliche) Homosexualität in Kultur und Wissenschaft“; ab 1993 wurde sie von der AG LesBiSchwule Studien organisiert, die sich später in AG Queer Studies umbenannt hat. Seit 1998 trägt die Reihe den heutigen Titel „Jenseits der Geschlechtergrenzen“. 20 Jahre kritische Wissenschaft rund um Geschlecht, Körper, Sex und viel, viel mehr – und vor allem in engem Kontakt mit politischen Bewegungen: Das ist eine Kontinuität, über die wir uns sehr freuen! Deswegen laden wir alle Freund_Innen der Reihe zu unserer Jubiläumsveranstaltung am 19. Juni ins Centro Sociale ein; das genaue Programm wird noch nicht verraten, kann aber kurz vorher hier auf der Seite entdeckt werden.

Außerdem sucht die Queer AG Nachwuchs! Wenn Ihr Lust habt, beim Planen und Organisieren des nächsten Semesterprogramms mitzumachen (es sind keine Vorkenntnisse nötig), sprecht uns gerne an oder meldet euch unter queer.aghh (ätt) gmx (punkt) de.

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Broschüre – Kunst Spektakel Revolution

Kürzlich erschienen ist die Broschüre „Kunst Spektakel Revolution“, die einige Texte zusammenfasst, die im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in Weimar letztes Jahr gehalten wurden. Die Broschüre umfasst Texte von Kerstin Stakemeier, Martin Büsser, Roger Behrens, Biene Baumeister, Hans-Christian Psaar und behandelt aus verschiedenen Perspektiven das nicht unproblematisch Verhältnis von künstlerischer Avantgarde und gesellschaftlicher Umwälzung. Die Texte lassen sich online lesen unter http://spektakel.blogsport.de/broschur/, die Bezugmöglichkeiten für die Druckversion sind auf der Seite ebenso aufgeführt.

Weiterführende Informationen zu der Veranstaltungsreihe – diese wird dieses Jahr mit neuen Vorträgen fortgesetzt – finden sich unter http://spektakel.blogsport.de/.

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Nina Mackert – Juvenile Delinquency und die Produktion normaler Familien in den USA der 1950er

Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen Heute hört ihr in unserem Podcast ausnahmsweise keinen Vortrag aus der Hamburger Reihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen”. Wir haben uns etwas aus Jena organisiert, wo unsere Queer AG Mitstreiterin Nina Mackert im Dezember 2009 einen Vortrag zu ihrem Dissertationsthema “Juvenile Delinquency” gehalten hat: „…as serious as an invasion of the enemy in war time” – Juvenile Delinquency und die Produktion normaler Familien in den USA der 1950er”. Die Vortragsreihe „Wann hört Macht auf? Hier fängt Macht an. Lass uns nicht von Sex reden.“ war eine Veranstaltungsreihe im Wintersemester 2009/2010 zu “Körper, Macht und Sex(ualität) in Zusammenhang und Diskussion”. Die Reihe ist in einem Blog dokumentiert, auf dem ihr auch Audiomitschnitte der Vorträge von Martin Büsser, Volker Woltersdorf, Heinz-Jürgen Voss, Florian Ruttner & Alex Gruber, Tina Denninger, Oliver Lauenstein und Lars Quadfasel finden könnt. Nina Mackert ist Historikerin, promoviert an der Uni Erfurt und lebt in Hamburg.

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Pressemitteilung 25.03.2010 ­– Kein Abriss des »Klapperfeldes«! Konzept des Stadtplanungsamtes zur Umstrukturierung der Innenstadt sieht Neubau auf dem Areal des ehemaligen Polizeigefängnisses vor.

Wie bereits mehrfach in der Presse berichtet wurde, plant die Stadt Frankfurt den Abriss des ehemaligen Polizeigefängnisses »Klapperfeld«. Dies manifestiert sich im vom Stadtplanungsamt vorgestellten sogenannten »Innenstadtkonzept«. Dort heißt es auf Seite 29: »Das Untersuchungsgefängnis soll abgebrochen werden und durch einen Neubau ersetzt werden.«

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Mondäne Orte – über Pornographie und Tourismus.

Das touristische Verhältnis zu Zielgebieten ist ein pornographisches wie das pornographische Verhältnis zu Körpern ein touristisches ist. Beiden eigen ist die Schaulust, die sich permanent als masochistisch-frustriertes Verlangen inszeniert – Zusehen und doch nicht teilhaben können, wollen, dürfen. Im pornographischen Akt werden so viel als mögliche in einer Beziehung erfahrbare Optionen der gegenseitigen Intimität auf grotestk-sportive Weise verdichtet. Die 5-10.000 täglichen TagestouristInnen auf Capri handeln nicht anders, wenngleich aus ökonomischem Interesse: Sie möchten – mich eingeschlossen – dieses in einem Tage erfahren – die blaue Grotte erkunden, das Negligé der aufreizenden Kleinstadtfassade von Nahem erkunden, die höchsten Klippen besteigen und letzlich von dieser hohen Warte aus alles sehen.

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Hackonomy auf der Re:publica

“Making, Crafting, Bausteln: Endgegner des Kapitalismus?”. Es geht um die gesellschaftlichen Potentiale von DIY und Co: Wird der Trend zum Selbermachen die Brötchenfrage letztlich auch nicht lösen und bleibt eine Nische für diejenigen, die es sich leisten können, oder steckt in der Leidenschaft fürs Machen auch die Hoffnung auf eine gerechtere und bessere Zukunft für Alle? Am zweiten Tag der Re:publica 2010 behandeln diese Fragen Jens Ohlig und ich in einem Vortrag, der einen Bogen spannt von der “Marke Eigenbau” über Hackerspaces zur dekonstruktivistischen Ökonomiekritik und wieder zurück.

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Ehemaliger Knast in Frankfurt geht online

linksunten.indymedia.org, 20.03.2010

Von siebenschlaefer

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Die geschichtspolitische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des seit 2009 autonom genutzten, ehemaligen Knasts steht seit dieser Woche im Netz. Zuvor war das Gebäude über 115 Jahre ein kontinuirlich genutzter Ort für Repression und Überwachung. Daher bildetet eine historische Aufarbeitung und Analyse durch den Arbeitskreis Geschichte von Anfang an eine zentrale Grundlage für die gegenhegemoniale Nutzung des Gebäudes.

Seit Februar 2009 wurde der Initiative faites votre jeu das ehemalige Gefängnis und Gewahrsam mitten in der Frankfurter Innenstadt von der Stadt überlassen. Als kulturelles und autonomes Zentrum bietet das weitläufige Gebäude in vielen umgebauten Zellen Raum für emanzipative (Gegen)Kultur und Politik. Die Entscheidung der Initiative auf das Angebot der Stadt einzugehen und das fast ein Jahr besetzte ehem. JUZ Bockenheim zu verlassen war durchweg mit der Diskussion verbunden wie mit dem Knast als geschichtsträchtiger Ort und Synonym für Herrschaftsverhältnisse umgegangen werden kann. Aus diesem Diskurs entstand der AK Geschichte, der neben der Dauerausttellung zur Nazivergangenheit des Knasts jetzt eigene Recherchen und Analysen online gestellt hat.
www.klapperfeld.de

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