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Dominique Grisard – (Selbst-)Stilisierungen inhaftierter ‘TerroristInnen’

Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen“(Selbst-)Stilisierungen inhaftierter ‘TerroristInnen’ :
Terrorismus als Widerstand? Männliche Weiblichkeit. Der hungerstreikende Geschlechtskörper” ist der Titel des im Januar 2010 gehaltene Vortrags von Dominique Grisard (PhD), wissenschaftliche Assistentin für Gender Studies an der Universität Basel. Ihre Dissertation widmet sich einer Geschlechtergeschichte des linken Terrorismus mit einem Schwerpunkt auf die Schweiz der 1970er Jahre und erscheint in im Herbst 2010 im Campus Verlag.

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Gendercamp bei Hamburg

GenderCamp 2010 – Der Trailer from ABC Bildungs- und Tagungszentrum on Vimeo.

…da will ich hin GenderCamp 2010
IM IN UR INTERNETZ, DECONZTRUCTIN UR GENDER!

WAS?
Das GenderCamp ist ein 3-tägiges Workshop-Event vom 7. bis 9. Mai 2010 im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll (bei Hamburg). À la BarCamp/Open Space/Unkonferenz (http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp) geht es beim GenderCamp um Themen aus den Bereichen, Schnittmengen und Zwischenräumen von Gender/Queer/Feminismus und Internet/Netzkultur. Was uns umtreibt ist die die Frage nach queer-feministischer Handlungsfähigkeit und Praktiken im Internet.

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Sonntag, 11.April 2010, ab 16.00 Uhr // »Saugemütlicher auskater_innen Nachmittag mit Konzert«

Saugemütlicher auskater_innen Nachmittag im Klapperfeld, bei gutem Wetter auch im Hof
…mit selbstgebackenem Kuchen und live-Mucke auf die Ohren von Krikela (antifolk/poesie punk)

Krikela – ein paar Stichworte: Antifolk und Hamburger Schule treffen Funny van Dannen und Team Dresch und erzählen sich was. Schonungslos ehrliche Texte, gepaart mit unverschnörkelter Gitarren- und Ukulelenmusik und kantigem Gesang. Traurigkeit mit hoffnungsgebender Selbstironie, komischer Humor, punkige Wut, verpackt in viel zu viele Silben pro Takt. Traurig, albern, witzig, kritisch, queer, echt.
You say: liedermaching, we say: DIE!!!
(myspace.com/krikela)

Kaffee und Kuchen ab 16h, Konzert gegen 18h

Irrsinn der Normalität – Nation, „deutsche“ Geschlechter und Sport

Vier Jahre ist es nunmehr her,dass die euphorisierte deutsche Nation fahnenschwenkend und mit allerlei schwarz-rot-goldenen Accessoires ausgestattet in die Fußballstadien und auf die öffentliche Plätze stürmte, um ihre Elf Weltmeister werden zu sehen. Was sie in den Stadien und auf den Plätzen fand, war nicht der Titel, sondern sie fand sich selbst.

Das Bekenntnis zur Nation ist damals zur Normalität geworden – und damit auch ein mehr oder weniger neuer deutscher Nationalismus. Die WM stellt nicht zuletzt den Kulminationspunkt eines langen Prozesses der Umwidmung der Bonner zur Berliner Republik dar.
Anschließend wurde u.a. festgestellt, dass sich viel mehr Frauen für die WM interessiert und als Fans teilgenommen haben als es im normalen Fußball-Alltag üblich ist. Die Eintrittskarte war das Bekenntnis zur Nation.

So lässt sich an dieser Stelle fragen wie das Verhältnis von Nation und Geschlecht zu fassen ist?
Welche zentralen Leitbilder der „deutschen Geschlechter“ haben sich zum Zeitpunkt der Nationenbildung entwickelt? Was hat sich daran verändert? Und welche Rolle spielt dabei der Sport/Fußball?

Diesen Fragen gehen die Berliner Autorin Felicita Reuschling („Deutsche Geschlechter“) und Benjamin Fuchs von der Frankfurter „Projektgruppe Nationalismuskritik“, die das Buch „Irrsinn der Normalität. Aspekte der Reartikulation des deutschen Nationalismus“ herausgegeben hat,nach.
Des weiteren erzählt Gerd Dembowski (Berlin) satirische Anekdoten zur EM 2008.

Wann? Dienstag, 13.4.2010 , 19.30 Uhr
Wo? Tristeza, Pannierstr.5 Berlin, U-Bahn Hermannplatz

Avantgarde/No Wave/Alles Konzert

Tip – Morgen, Mittwoch 7.April in der Roten Flora ab 21 uhr:

Ultralyd
No Wave aus Norwegen: repative rhythmen, spacige e-gitare und saxephone. So könnte krautrock heute sich anhören. Veröffentlichten schon auf load records und rune gramefon.

B-tong
Experimenteller ambient aus der schweiz. Benutzt besonders viele filmzitate in seiner musik. Veröffentlichungen auf verschiedenen internationalen labels.

Interstellar nightmare
Sind h. destruction und a. apparatus. machen experimenteller noise und kommen aus oldenburg. Tiefe töne und drums machen eine düstere Stimmung. Veröffentlichungen auf lo-fi sci-fi records.

Das elektrische Ich
Avantgarde. Zwischen no wave und punk. Kurz und knackig/krachig wie discharge. Stark beeinflußt von no trend.
„Das elektrisches Ich unterscheidet sich von anderen Iches in seiner strukturellen Ergiebkeit. Es ist in keinsterweise ein Verlierer im Gegensatz zum freudschen Überich. Das Surmoi steht jeden morgen auf und quietscht. Das elektrische Ich hingegen lässt es sein mit dem Liegen oder Aufstehen: ganz nach dem Motto: Fenster, Fenster(!) brauch ich nicht.“

QueerFilmFest Rostock: Call for Films

Uns erreichte heute der Call for Films vom QueerFilmFest Rostock:

Liebe Filmschaffende, Künstler_innen, Kings, Queens & Queers,
in diesem Sommer findet in Rostock vom 29. Juli bis zum 31. Juli 2010 zum zweiten Mal unser unkommerzielles und unabhängiges QueerFilmFest statt. Hierfür suchen wir eure Filme! Jeder queere Film ist uns willkommen, gerne zu Themen wie Intersexualität, Trans*, Gender- nicht-konform und queer in Verbindung mit Migration, Illegalität, Klasse…
Wir würden uns freuen, wenn ihr euren Film persönlich in Rostock vorstellt und dem Publikum im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung steht.
Das QueerFilmFest wird in Rostock im Peter-Weiss-Haus stattfinden, einem linken Raum für freie Bildung und Kultur.
Im Rahmen des Festivals gibt es auch Raum für eure Dia-Shows, Ausstellungen, Vorträge oder Workshops. Bei der Abschlussparty am Samstag könnt ihr euch gerne mit euren Performances, Deko-Ideen und DJ-Skillz einbringen.
Für weitere Fragen sind wir unter der E-Mail-Adresse queerfilm@systemausfall.org erreichbar, unsere Website findet Ihr unter www.queerfilmfest.de

Wir freuen uns auf eure Beiträge!
Leitet diesen Aufruf bitte an alle Interessierten weiter!

Vortragseinladung: 07.04.2010 – “Was ist Queer Theory?”

AG Queerstudies
Jenseits der Geschlechtergrenzen und: Was ist Queer Theory?
Mittwoch, 07. April 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

In das neue Semester starten wir mit etwas Grundlegendem, denn wir stellen Euch nicht “nur” wie üblich die AG und das Semesterprogramm vor, sondern klären gängige Fragen zu queerer Theorie und Praxis mit einem Einführungsvortrag:

„Wie lässt sich etwas zu queer sagen, ohne den Begriff als undefinierbar zu definieren? Wie kann eine Skizze queerer Politiken aussehen, ohne ACT UP zu nennen oder Identitätspolitiken zu kritisieren? Wie lässt sich queere Theorie präsentieren, ohne dass Judith, Sex, Gender und Begehren sich die erste Zeile teilen? Wie liest sich ein Text, der doch nicht ohne Verweise auf ebendiese Schauplätze auskommt und dennoch einen anderen Blickwinkel auf queere Theorie und Politiken vorschlägt?” (Engel, Schulz, Wedl 2005)
Wir versuchen es mal: eine möglichst allgemeinverständliche Einführung in die theoretischen Hintergründe unseres Zuganges zu Queer.”

Per Mausklick ins Klapperfeld

Frankfurter Neue Presse, 01.04.2010 (download pdf)


Bedrückend ist die Atmosphäre im Keller des ehemaligen Polizeigewahrsams. Dort wird in einer Schau, die nun auch im Netz steht, an die Geschichte des Gebäudes erinnert. Foto: Weis

Seit einem Jahr nutzt die Initiative «Faites votre jeu» das ehemalige Polizeigewahrsam in der Klapperfeldstraße. Und hat die Geschichte des Gebäudes aufbereitet.

Innenstadt. Düster ist es in dem langen Gang. Obwohl es sich die Mitstreiter von »Faites votre jeu!« mit Tischen und Sofas und sogar einer Bar gemütlich gemacht haben, wirkt das ehemalige Polizeigewahrsam in der Klapperfeldstraße unheimlich. Ein Blick in die engen Zellen lässt Besucher erschaudern. »Kaum zu glauben, dass hier bis 2003 Menschen eingesperrt waren«, sagt Mirja (27).

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Programm für das Sommersemester 2010

Pünktlich zum offiziellen Semesterstart morgen ist unser Programmheft für unser 20. Jubiläumssemester fertig geworden! Darin findet ihr kurze Inhaltsangaben zu den wieder sehr vielfältigen Vorträgen, die uns in diesem Semester erwarten: Es wird unter anderem um Hip-Hop, Krisen, Hirne und vielfältige Körper gehen. Wir freuen uns darauf, euch Mittwoch Abends um 19 Uhr im „WiWi-Bunker“, Von-Melle-Park 5, Raum 0079 zu sehen. Selbstverständlich werden wir auch die schöne Tradition aufrecht erhalten, nach den Vorträgen in einer Kneipe in der Nähe etwas zu trinken, zu essen und/oder sich mit den Referent_Innen und anderen Vortragshörenden zu unterhalten.

Die Vortragsreihe begann im Jahre 1990 unter dem Titel „(Männliche) Homosexualität in Kultur und Wissenschaft“; ab 1993 wurde sie von der AG LesBiSchwule Studien organisiert, die sich später in AG Queer Studies umbenannt hat. Seit 1998 trägt die Reihe den heutigen Titel „Jenseits der Geschlechtergrenzen“. 20 Jahre kritische Wissenschaft rund um Geschlecht, Körper, Sex und viel, viel mehr – und vor allem in engem Kontakt mit politischen Bewegungen: Das ist eine Kontinuität, über die wir uns sehr freuen! Deswegen laden wir alle Freund_Innen der Reihe zu unserer Jubiläumsveranstaltung am 19. Juni ins Centro Sociale ein; das genaue Programm wird noch nicht verraten, kann aber kurz vorher hier auf der Seite entdeckt werden.

Außerdem sucht die Queer AG Nachwuchs! Wenn Ihr Lust habt, beim Planen und Organisieren des nächsten Semesterprogramms mitzumachen (es sind keine Vorkenntnisse nötig), sprecht uns gerne an oder meldet euch unter queer.aghh (ätt) gmx (punkt) de.

Broschüre – Kunst Spektakel Revolution

Kürzlich erschienen ist die Broschüre „Kunst Spektakel Revolution“, die einige Texte zusammenfasst, die im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in Weimar letztes Jahr gehalten wurden. Die Broschüre umfasst Texte von Kerstin Stakemeier, Martin Büsser, Roger Behrens, Biene Baumeister, Hans-Christian Psaar und behandelt aus verschiedenen Perspektiven das nicht unproblematisch Verhältnis von künstlerischer Avantgarde und gesellschaftlicher Umwälzung. Die Texte lassen sich online lesen unter http://spektakel.blogsport.de/broschur/, die Bezugmöglichkeiten für die Druckversion sind auf der Seite ebenso aufgeführt.

Weiterführende Informationen zu der Veranstaltungsreihe – diese wird dieses Jahr mit neuen Vorträgen fortgesetzt – finden sich unter http://spektakel.blogsport.de/.

Nina Mackert – Juvenile Delinquency und die Produktion normaler Familien in den USA der 1950er

Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen Heute hört ihr in unserem Podcast ausnahmsweise keinen Vortrag aus der Hamburger Reihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen”. Wir haben uns etwas aus Jena organisiert, wo unsere Queer AG Mitstreiterin Nina Mackert im Dezember 2009 einen Vortrag zu ihrem Dissertationsthema “Juvenile Delinquency” gehalten hat: „…as serious as an invasion of the enemy in war time” – Juvenile Delinquency und die Produktion normaler Familien in den USA der 1950er”. Die Vortragsreihe „Wann hört Macht auf? Hier fängt Macht an. Lass uns nicht von Sex reden.“ war eine Veranstaltungsreihe im Wintersemester 2009/2010 zu “Körper, Macht und Sex(ualität) in Zusammenhang und Diskussion”. Die Reihe ist in einem Blog dokumentiert, auf dem ihr auch Audiomitschnitte der Vorträge von Martin Büsser, Volker Woltersdorf, Heinz-Jürgen Voss, Florian Ruttner & Alex Gruber, Tina Denninger, Oliver Lauenstein und Lars Quadfasel finden könnt. Nina Mackert ist Historikerin, promoviert an der Uni Erfurt und lebt in Hamburg.

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Hackonomy auf der Re:publica

“Making, Crafting, Bausteln: Endgegner des Kapitalismus?”. Es geht um die gesellschaftlichen Potentiale von DIY und Co: Wird der Trend zum Selbermachen die Brötchenfrage letztlich auch nicht lösen und bleibt eine Nische für diejenigen, die es sich leisten können, oder steckt in der Leidenschaft fürs Machen auch die Hoffnung auf eine gerechtere und bessere Zukunft für Alle? Am zweiten Tag der Re:publica 2010 behandeln diese Fragen Jens Ohlig und ich in einem Vortrag, der einen Bogen spannt von der “Marke Eigenbau” über Hackerspaces zur dekonstruktivistischen Ökonomiekritik und wieder zurück.

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