derivat

Pressekonferenz zum Manifest „Not in our name, Marke Hamburg“

Pressekonferenz zum Manifest „Not in our name, Marke Hamburg“
Mit Ted Gaier (Die Goldenen Zitronen), Melissa Logan (Chicks On Speed), Rocko Schamoni, Tino Hanekamp (Uebel & Gefährlich)

Moderation: Christoph Twickel, Journalist
Donnerstag, 29. Oktober, 12:00 Uhr
Gängeviertel / Treffpunkt Valentinskamp 39
Liebe Medienvertreterinnen und -vertreter,
es war an der Zeit, einmal etwas Grundsätzliches zum Selbstverständnis
Hamburgs als „Unternehmen“ und „Marke“ zu sagen – und zu der Rolle, die
die „Kreativen“ darin spielen. Aus der Debatte zwischen einigen
Hamburger Kulturschaffenden ist das Manifest „Not in our name, Marke
Hamburg“ entstanden. Über den Wirbel, den dieser Text bereits vor der
Veröffentlichung ausgelöst hat, sind wir selbst ein wenig überrascht.
Offensichtlich hat er einen Nerv getroffen. Wir haben das Manifest vor
zwei Wochen ein paar Kolleginnen und Kollegen aus der Musik- und anderen
kreativen Branchen geschickt, mit der Bitte, es zu unterzeichnen.
Anderntags waren unsere Email-Postfächer überfüllt mit enthusiastischer
Zustimmung – und der Support hat bis heute angehalten. Die Liste der
Unterzeichnerinnen und Unterzeichner umfasst u.a. mittlerweile fast das
komplette Who-is-Who der Hamburger Musikszene.

Wer unterzeichnet hat, erfahren Sie am Donnerstag auf der
Pressekonferenz – einige der Unterzeichner haben sich außerdem bereit
erklärt, persönlich ein Statement dazu abzugeben und Ihre Fragen zu
beantworten. Einzelinterviews im Anschluss an die PK sind möglich.

Wir halten die Pressekonferenz bewusst im Gängeviertel ab. Zum einen
steht dieser Ort derzeit wie kein zweiter für die Initiativen und
Proteste, die Hamburg nicht länger der Finanzbehörde und der von ihr
umworbenen Investoren überlassen wollen. Zum anderen zeigt sich dieser
Tage im Gängeviertel geradezu beispielhaft, wie nichtig das
Marketing-Gerede vom „Kreativstandort Hamburg“ ist, wenn die Stadt
Immobiliengeschäfte machen will.

Die Pressekonferenz findet am Vortag der „Recht auf Stadt“-Benefiz-Gala
am 30. Oktober im Uebel & Gefährlich statt, die wir mit unserem Manifest
ausdrücklich unterstützen. Nähere Informationen dazu unter
http://www.uebelundgefaehrlich.com/index.php?toggle=home&id=1003

Buch & Kritik 09 – Veranstaltungsreihe zur Buchmesse in Frankfurt a. M.

1.) Mi., 14.10., 20 Uhr: „Dialektik und Kritik“ mit Lutz Eichler, Jens Meisenheimer und Stefan Müller (alle Frankfurt) im Café KoZ der Universität Frankfurt, Jügelstraße 1.

Marx sah den Fortschritt und Springpunkt seiner Kritik der politischen Ökonomie darin, die Frage nach dem Grund der dialektischen Existenz der Ware und der in ihr vergegenständlichten Arbeit nicht nur beantwortet, sondern überhaupt erst gestellt zu haben; in der Dialektik der Aufklärung machten Horkheimer und Adorno das Gelingen der Aufklärung davon abhängig, ob es dieser gelinge, sich durch Reflexion auf ihr rückläufiges Moment über sich selbst aufzuklären; gesellschaftskritische Potenz wurde Freuds Psychoanalyse unter der Voraussetzung zugebilligt, dass sie sich ihrer impliziten Dialektik bewusst werde und ihren Psychologismus kuriere.
Das Unternehmen der Kritik scheint mit dem der Dialektik auf eine bestimmte Weise liiert zu sein, auch wenn im Namen beider oft „ganz dialektisch“ das gerade Gegenteil betrieben wurde. Ob und wenn ja, was das D- und das K-Wort miteinander zu tun haben, diese Fragen werden zu beantworten versucht.

2.) Do., 15.10., 20 Uhr: „Deutschland, die Mullahs und das Atom“ mit Matthias Küntzel (Hamburg) im Gemeinderatssaal der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Westendstraße 43.

Die Zeitbombe tickt. Wird die internationale Staatengemeinschaft den iranischen Griff zur Bombe noch verhindern können? Berlin ist in dieser Auseinandersetzung besonders exponiert: Deutschland wurde gemeinsam mit den fünf Vetomächten des Sicherheitsrats mit den Iran-Verhandlungen betraut und ist besonders verpflichtet, einem Regime, das den Holocaust leugnet und Israel auslöschen will, entgegenzutreten. Gleichzeitig ist die Bundesrepublik bis heute der mit Abstand wichtigste Handelspartner und der bevorzugte Ansprechpartner der Mullahs im Westen.
Die besondere Beziehung zwischen Teheran und Berlin ist historisch bedingt, wie Küntzel anhand einer Fülle bislang unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Washington und Berlin in seinem Buch „Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“ beweist. In einer spannenden Darstellung beleuchtet er die Rolle deutscher Unternehmen beim Aufbau der persischen Industrie, beschreibt die „Achse der Arier“ während des Dritten Reichs, erinnert an die Freundschaft zwischen Westdeutschland und dem Schah und analysiert das deutsch-iranischen Verhältnis von den Anfängen des Mullah-Diktatur bis zur Gegenwart.

3.) Sa., 17.10., 20 Uhr: „Der Wahn vom Weltsouverän – Zur Kritik des Völkerrechts“ mit Gerhard Scheit (Wien) im Café Kurzschlusz der Fachhochschule Frankfurt, Kleiststraße 5.
Im Anschluss Party zu 100 Jahre Tel Aviv mit DJ Guy Pary (Tel Aviv).

Der Weltsouverän ist „das Gegenteil jener versöhnten Vielfalt, die allein ein menschenwürdiger Zustand wäre“ (Adorno), der „freien Assoziation der Individuen“ (Marx) zur staaten- und klassenlosen Weltgesellschaft. Er ist die Symbiose von Internationalem Strafgerichtshof und Sharia, UNO und Theokratie. Seine Intention ist es, den westlichen Begriff der Souveränität ebenso zu unterminieren wie die Kritik der politischen Ökonomie zu ersetzen, also Hobbes Leviathan und Marx’ Kapital mit kommunikativer Vernunft und Koran zu widerlegen. Die Gesellschaft, die auseinander bricht in diffuse barbarische Vielheit, kann sich aber Weltinnenpolitik, Global Governance oder Umma nur dann als politische Lösung vormachen, wenn sie einen gemeinsamen Feind halluziniert, der bereits heimlich die Welt beherrsche. Der Weltsouverän entpuppt sich zuletzt als der „positive“ Ausdruck des schlimmsten antikapitalistischen Wahns: Der Weltverschwörung des Judentums. Und Israel ist auserkoren, sie zu verkörpern. Deshalb gezwungen, seine Souveränität ständig unter Beweis zu stellen, legt die Politik dieses Staats in Wahrheit stets aufs Neue dar, dass es keinen Weltsouverän gibt, aber jeder Versuch, ihn doch zu realisieren, gegen die Juden gerichtet ist: Er nimmt ihrem Staat die Souveränität, die sie im Ernstfall allein schützt.

Veranstalter:
Autonome Liste Café Kurzschlusz, Initiative Honestly-Concerned, Initiative Studierender im I.G. Farben-Haus, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen, Prozionistische Linke Frankfurt und Zionistische Organisation Deutschland

Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt und AStA der Fachhochschule Frankfurt

Weitere Infos unter: www.prozion.de

sexismus ist die schönste nebensache der welt: heute: piratenpartei

via kopfundherz
kommen ein paar hübsche beispiele normaler alltags-sexistischer denk-fühl-handlungsweisen vor dem hintergrund einer diskussion um die besetzung der wahlkandidaten(!)-liste der piratenpartei.

auf twitter gibt es zur zeit eine heftige diskussion über die piratenpartei.
geschürt wurde das thema noch durch einen blogbeitrag von danilola, in dem er erläutert, warum er die piratenpartei nicht wählen wird, u.a. deswegen, weil die piratenpartei eine männerpartei sei.

es gibt auch eine zahl, in der piratenpartei sind anscheinend 15% frauen, jedoch wurden zur bundestagswahl die listenplätze 1 ausschließlich an männer vergeben.

inzwischen haben sich auf danilola.wordpress.com über hundert kommentaren angehäuft, die wirklich teilweise eklig sind.
ich habe auf twitter bereits kundgetan, dass sie einen „kotzreiz“ bei mir ausgelöst haben. hier einige beispiele:

[…]

… gibt doch eine nette sexistische ignoranz-front mit umsganze

supplement von ihdl mit einer auswahl von diskussionen

Update Felix Otto Fax Campaign/Addresses – Stop the Deportation!

Internet: http://thecaravan.org // Internet: http://thevoiceforum.org

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Hamburg, 16. August 2009

English:
Solidarity with Felix Otto – Update of the Fax-Action

On Saturday, 15th August, there were actions of solidarity for the release
and deportation stop for Felix Otto in different German cities. Many
people signed faxes that will be sent to the internal ministery and the
foreigners‘ authority on Monday.

But the fax action for Felix Otto will not be ending with that. At least
till the 3rd of September because Felix Otto is acutely threatened by
deportation. Therefore keep on sending faxes to the internal ministery and
the foreigner’s authority in Saale-Orla-Kreis and demand:

Freedom for Felix Otto!
No deportation!
Abolition of residential obligation (Residenzpflicht)!

Letters to the Internal Minister and The Foerign Authority:
ProtestFax template english download –
http://thecaravan.org/files/caravan/Protestfax_Felix_Otto_en.pdf

An:
Innenminister Manfred Scherer
im thüringischen Innenministerium
Steigerstraße 24; 99096 Erfurt
Tel.: 0361/37 900; Fax: 0361/37 93 111

Kopie an:
Ausländerbehörde Schleiz / Landratsamt Saale-Orla-Kreis:
Telefon: 03663 – 488-540
Fax: 03663 – 488- 453

******
German:
Faxkampagne fortsetzen!!!

– Mehr als 200 Menschen unterschreiben bei der Kundgebung und den
Informationstischen in Wuppertal und Hamburg Protestbriefe für die
Freilassung von Felix Otto.
– Der Protest gegen die Abschiebehaft und die Doppelbestrafung des
Flüchtlings aus Kamerun wächst weiter.

An:
Innenminister Manfred Scherer
im thüringischen Innenministerium
Steigerstraße 24; 99096 Erfurt
Tel.: 0361/37 900; Fax: 0361/37 93 111

Kopie an:
Ausländerbehörde Schleiz / Landratsamt Saale-Orla-Kreis:
Telefon: 03663 – 488-540
Fax: 03663 – 488- 453

Fax template english download –
http://thecaravan.org/files/caravan/Protestfax_Felix_Otto_en.pdf

Musterfax deutsch download –
http://thecaravan.org/files/caravan/Protestfax_Felix_Otto_0.pdf
Fax template english download –
http://thecaravan.org/files/caravan/Protestfax_Felix_Otto_en.pdf

The VOICE Refugee Forum und die KARAWANE rufen zu höchster Wachsamkeit auf .
Die Faxprotestkampagne soll nach der konzentrierten Aktion am morgigen
Montag weiter auf höchstem Niveau geführt werden. Die Behörden und
Verantwortlichen für das Unrecht gegen Herrn Otto stellen sich trotz der
seit der Inhaftierung am 30. März laufenden Solidaritätskampagne taub. Die
Ausländerbehörde hat sich über die kamerunische Botschaft ein
Passersatzpapier zur Abschiebung besorgt, welches bis zum 03. September
gültig ist. Das Innenministerium Thüringen schweigt beharrlich und die
Ausländerbehörde Greiz und das Landratsamt Saale-Orla Kreis arbeiten
weiter daran, Herrn Ottos Leben zu zerstören.
Doch wissen wir, dass der massive Protest bei ihnen angekommen ist. Gerade
deshalb wird die Situation zugespitzter und der Gegner der Menschenrechte
unberechenbarer.

Wir erinnern hier an das nächtliche Kidnapping des togoischen Flüchtlings,
Alassane Moussbaou, im Januar 2006( http://no-racism.net/article/1548).
Er wurde entgegen der Zusagen der Behörde an seine Rechtsanwältin über
einen Abschiebetermin zu informieren, nachts um drei aus seinem Bett in
der Krankenstation des Gefängnisses Bützow gerissen und direkt zum
Flughafen gebracht. Die Geheimhaltung über die Nacht und Nebel Aktion der
Mecklenburger Behörden dauerte bis in den Nachmittag. Erst als Herr
Moussbaou außer Landes gebracht war, wurde der Rechtsanwältin Auskunft
gegeben.
Herr Moussbaou wurde in Togo durch die Sicherheitskräfte massiv bedroht
und mußte umgehend fliehen. Bis heute lebt er unter schweren Bedingungen
in einem Nachbarland Togos. Die Kritik und der Druck auf die
Landesregierung führte drei Monate später zu einem Abschiebestop nach
Togo.

Wir erinnern hier an diese Erfahrungen im Kampf gegen das Abschiebesystem,
um die Brisanz der Auseinandersetzung und die Skrupellosigkeit der
Abschiebebehörden allen UnterstützerInnen von Felix Otto deutlich zu
machen. Die Faxkampage soll zunächst bis zum 03. September so intensiv wie
möglich geführt werden. Auf alles was dazwischen passieren kann, sollen
wir vorbereitet sein, uns für Aktionen zu mobiliseren.

Freiheit für Felix Otto!
Keine Abschiebung!
Abschaffung der Residenzpflicht!

Mehr Information: www.thevoiceforum.org

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Hamburg, Brigittenstr. 5, 20359 Hamburg
Tel. 040-43189037
E-mail: free2move at nadir.org
Internet: http://thecaravan.org

Eröffnungsveranstaltung und Ausstellung: Frankfurt-Auschwitz

Einladung zur Eröffnungsveranstaltung und zur Ausstellung Frankfurt-Auschwitz. Die Eröffnungsveranstaltung beginnt am 11.8.09, 19.30 Uhr.

Die Ausstellung findet vom 11.8. bis 11.9.2009 statt. Die Öffnungszeiten sind: Di.-Fr. 11.00-14.00 Uhr u. 17.00-20.00 Uhr sowie Sa. 11.00-14.00 Uhr

Der Förderverein Roma e. V. wird anlässlich des 65. Jahrestages der Liquidation des „Zigeunerlagers“ Auschwitz-Birkenau eine dokumentarisch künstlerische Ausstellung in den Räumen der ehemaligen Haftanstalt Klapperfeld in der Klapperfeldstraße 5, Ffm., zeigen. Durch die unterschiedlichen Darstellungsweisen bietet die Ausstellung den Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti im Nationalsozialismus auf vielseitige Weise auseinanderzusetzen.

Der dokumentarische Ausstellungsbereich thematisiert die Täter, die Vernichtung der Roma und Sinti in Auschwitz, die Erinnerung der Opfer und Überlebenden. Fotos, Beschreibungen, Vorträge und Filme, u. a. ein 1962 von Valentin Senger geführtes Interview mit der NS-Rasseforscherin Eva Justin und ein Beitrag über die Vita der Romni Maria Weiss, erläutern die Position der Stadt Frankfurt am Main im Netz der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.

16 Bilder des Saarbrücker Künstlers Bernd Rausch haben die Auslöschung, sowohl des Einzelnen als auch der Gemeinschaft der Roma und Sinti, durch die Nationalsozialisten zum Inhalt.

Die Arbeit des Förderverein Roma, des Trägers der Ausstellung, wird auf drei Tafeln vorgestellt.

Begleitet wird die Ausstellung von

  • einer Veranstaltung zu der historischen Dimension des Themas und der besonderen Rolle der Stadt Frankfurt am Main bei der Verfolgung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus mit Dr. Peter Sandner, Historiker und Autor des Buches Frankfurt-Auschwitz (3.9.09, 19.30 Uhr),
  • Gesprächen mit Roma, deren Familienangehörige in der NS-Zeit ermordet wurden (Lothar Winter, Amari Bacht, 27.8.09, 19.30 Uhr, Ursula Rose, Romni aus Ffm. und Leika Peter Böttcher, Roma-Union, 11.9.09, 19.30 Uhr) sowie
  • einem Abschlusskonzert mit Mitgliedern des Philharmonischen Verein der Roma und Sinti, Ffm., am 11.9.09, 19.30 Uhr.

Darüber hinaus werden Führungen und Gespräche für Gruppen und Schulklassen angeboten (Anmeldung unter 069/44123 AB, Förderverein Roma).

Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen
Joachim Brenner, Förderverein Roma e. V., Stoltzestraße 17, 60311 Ffm.

ladyfest goes csd in frankfurt und film „travelqueeries“

der csd in diesem jahr fragt: *Sind wir schon angekommen?

*latsch – „wir“ laufen am samstag mit, vor dem lesbenblock:
Sa. 18. Juli, Start 12 Uhr am Römer (Aufstellung ab 11 Uhr)

im anschluss am samstag zeigen wir um 18h den film:
*travelqueeries* im klapperfeld, roter salon, offen für alle gender.

see you here or there……

Frauengipfel – Missy @ Nitribitt

„Wieso gibt es in Deutschland kein Magazin, das die Berichterstattung über coole Frauen, Popkultur, Politik und Style mit einer feministischen Haltung verbindet? Weil es bisher noch niemand gemacht hat. Weil wir so ein Heft unbedingt lesen wollen und glauben, dass es vielen anderen Frauen genauso geht, machen wir Missy.“ (Missy über Missy)

Frau Peaches auf dem
Cover der dritten Missy

Wir, das sind Sonja Eismann, Chris Köver und Stefanie Lohaus. Seit nunmehr drei Nummern versuchen sie unter prekären Bedingungen ein deutschsprachiges Popkulturmagazin für Frauen zu etablieren.

In den USA hat es schon viele solcher Magazine gegeben – mit unterschiedlichen Erfolgen. Auf dem deutschen Markt ist es der erste derartige Versuch. Im weiten Feld zwischen Brigitte und Spex, Emma und de:bug ist viel Platz – auch Platz, um zwischen allen Stühlen zu landen.

Nach den ersten drei Heften gab es viel Lob für Missy – und viel Kritik. Das geht schon beim Namen los, den nicht wenige ablehnen.

In Zusammenarbeit mit Silke Hartmann vom Raum 121 und Christina Mohr von satt.org haben wir die Missy-Mitherausgeberin und Pop-Feminismus-Autorin Sonja Eismann zu einer Diskussion über das Projekt Missy eingeladen. Im Anschluss: Auflegen mit Auftrag – Platten zum Thema, kommentiert und ohne Worte.

Dienstag, 7. Juli, 20 Uhr
Ort: Raum 121, Mörfelder Landstraße 121 B, Frankfurt am Main

> link >> satt.org, Das Onlinefeuilleton
> link >> Raum 121 – Verein für Kunst und Kultur

> link >> Missy Magazine. Popkultur für Frauen
> link >> bitch. Feminist Response To Pop Culture
> link >> Feminist Magazines (Nordamerika)

Meinungen zu Missy im Netz:
> link >> medien-monitor.com
> link >> bigmouth.blogsport.de
> link >> wolfsmutter.com

Nit-Flyer: Frauengipfel - Missy@Nitribitt

Global Electronic Sit-in In Solidarity with Iranians

Global Electronic Sit-in In Solidarity with Iranians Protesting
against the Rigged 2009 Presidential Elections – 18June2009 – ongoing
until further notice

http://iran2009election.opinionware.net/

Please join us in this urgent action in solidarity with the large
numbers of Iranian people who have been taking to the streets since
June 13, 2009 to claim their right to free and fair elections. This
electronic sit-in targets the websites of the Guardian Council, the
Interior Ministry, the Presidency of Iran, Ali Khamenei,
Hashemi-Rafsanjani, Ahmadinejad and the Islamic Republic of Iran
Broadcasting.

Our demands:

* Ahmadinejad must resign immediately.
* All political prisoners, including all of the people who have been
arrested on political charges in the past several days must be
immediately released.
* A new and independently monitored election must be held.
* The list of presidential candidates must be open and free of
interference by the Guardian Council.

This action is NOT in support of Mir Hossein Mousavi or other
presidential candidates in the 12 June 2009 election. The race for
presidential candidacy was itself fundamentally flawed. The Guardian
Council, a clerical body overseeing the governance of Iran, rejected
90% of eligible candidates the right to run in the election, leaving
only 4 candidates on the list, all of whom are connected to one or
other of the factions of the ruling theocracy and should equally be
held accountable for the atrocities committed against Iranians over
the past 30 years and for the countless social and economic ills that
are inflicting the country.

This action is in solidarity with hundreds of thousands of Iranians
from diverse social groups and classes who, since Saturday, 13 June
2009, have been defying the official ban on mass rally and taken to
the streets in many cities across Iran to voice their anger at seeing
their right as citizens to have their votes counted trampled upon in
a rigged election.

Sirens of Solidarity

http://iran2009election.opinionware.net/

inhaltsverzeichnis des remixes klingt spannend

Alfred Schobert

Analysen und Essays

Extreme Rechte – Geschichtspolitik – Poststrukturalismus.

ISBN-13: 978-3-89771-750-3
Ausstattung: br., 440 Seiten
Preis: 29.80 Euro
Herausgegeben von Martin Dietzsch, Siegfried Jäger, Moshe Zuckermann.

Edition DISS Bd. 21

Alfred Schobert (* 1963, † 2006) gehörte zu den wichtigsten Experten zum Thema extreme Rechte in Deutschland und Frankreich. Er verstand es wie kaum ein anderer, seine Interventionen auf einem wissenschaftlichen Fundament zu entwickeln. Als Schüler des französischen Philosophen Jacques Derrida arbeitete er an der Schnittstelle von Ideologiekritik und Poststrukturalismus.

Seine Arbeiten richteten sich nicht nur an ein wissenschaftliches Fachpublikum. Sie lieferten immer auch wichtige Impulse für eine effektive Arbeit gegen Rechts und für den Kampf für eine gerechte Gesellschaft.

Alfred Schobert war langjähriger Mitarbeiter im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Von seinen etwa 500 Artikeln, Aufsätzen und Vorträgen wurden für diesen Band 30 Texte zur extremen Rechten, zur Geschichtspolitik und zum Poststrukturalismus ausgewählt.

Inhalt
Einleitung der Herausgeber

Teil I
Extreme Rechte

Kulturrevolution, völkisch und (neo)nationalistisch.
Aus der Diskursgeschichte eines vormals verpönten Signifikanten

Wurzeln finden, Reich erneuern, »Ami go home!«.
Die Europa-Vorstellung Alain de Benoists

Netze, Viren, Ströme – Wurzeln und das Reich oder:
Wie Alain de Benoist mit Carl Schmitt der »Dampfwalze der Globalisierung« trotzen will

Diskurspiraterie oder Wie Alain de Benoist mit Costanzo Preve Marx vom Marxismus befreit

In der Mühle der binären Reduktion.
Arundhati Roys Rede in Mumbai im Krieg der Medien

Der Feind unterm Regenschirm

»Erwähnt man die Juden?«

»Nothing to worry about”?

auf rechts gehen?

Verwurzelung in Wattenscheid

Kreuz, Totenkopf und Gruft.
Dark Wave und »Neue Rechte«

Exportartikel Evola

Arthur Trebitsch – Wirklichkeit und Wahn

Zum Judenbild der konterrevolutionären Rechten und der intransigenten Katholiken in Frankreich

Streifzug durch die französische rechte Publizistik

Teil II
Geschichtspolitik

Walsers Wunschgeschichte der Nation

Endlich ganz normal.
Auschwitz und Krieg »sittlich begraben« oder »Lust an der Demokratie« in der »Berliner Republik«

»Holocaust-Industrie« – Kulturkritik oder Koschermachen einer neonazistischen Propagandaformel?

Geschichtsrevisionismus à la carte.
Mit Nolte und Zitelmann gegen »Westextremismus«

Eliten-Antisemitismus in Nazi-Kontinuität.
Martin Hohmanns Neuhofer Rede im Kontext

Mit Schiller am Hindukusch

Teil III
Poststrukturalismus

Eine Stimme von anderswo.
»Das Messianische« und die Politik im Werk Jacques Derridas

Die Schrift gegen den Tod.
Zu Derridas Kritik der Todesstrafe und der Dekonstruktion der Souveränität – mit einem Rückblick auf seine Benjamin-Lektüre

Der Reader.
Jacques Derrida erhielt den Adorno-Preis der Stadt Frankfurt

Still supporting revolution

Derridas Gespenster

Foucaults Werkzeugkiste

Besprechungen

Mitte und Normalität.
Zur Gleichzeitigkeit von moderner Kollektivsymbolik und traditioneller institutionalistischer Symbolik

Wie wir normalisiert werden

Quellennachweis
Über die Herausgeber
Personenverzeichnis