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Ein aus der Zeit gerissenes Ultimatum an Israel

Obama ist Israels letzte Chance auf Frieden„. Das titelt „Die Zeit“ mit Volker Perthes am 8.8.2010 in der Onlineausgabe. Die arabischen Staaten oder die Palästinenser können anscheinend mit einem Kriegszustand recht gut leben, für sie werden keine Chancen auf Frieden vergeben. Soviel Platitüde kann man also in einem Titel unterbringen. Was erfährt man nun aus der Zeit über den für alle Welt so wichtigen Friedensprozess zwischen Israel und den palästinensischen Autonomiebehörden?

„Tatsächlich verfolgt die Netanjahu-Regierung eine kurzsichtige Politik, wenn sie das kurzfristige Interesse, an Territorium und Siedlungen festzuhalten, über das langfristige Interesse Israels an einem fairen, auch für die andere Seite akzeptablen Frieden mit den Palästinensern stellt. Darüber schwindet die Chance für einen solchen Frieden. Vieles spricht dafür, dass eine Zweistaatenlösung entweder unter der Ägide von US-Präsident Obama zustande kommt – oder gar nicht. Das hat mit drei Entwicklungen zu tun: mit den Fakten, die auf dem Gebiet der Infrastruktur geschaffen werden, mit demografischen Veränderungen und mit politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen bei den Palästinensern.“

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iPhone identity

“Weil es ist ja nicht so, dass es die Welt in einer Art und Weise verändern würde, dass jemand, der kein iPhone hat darunter zu leiden hätte”
(Holgi in NSFW014)

Schon verrückt, wie aufgeladen das Thema iPhone nach all den Jahren immer noch ist. Es erregt die Gemüter, jede_r hat eine Meinung dazu und dieses Antennenproblem ist wahrscheinlich um Haaresbreite an der Tagesschau vorbeigeschrammt. Die Eigenschaften mobiler Internetgeräte lösen nach wie vor großes Staunen aus. Das fällt mir auf, wenn ich nebenbei erwähne, eine Email in der Straßenbahn gelesen zu haben oder wenn mir jemand eine Wegbeschreibung ausdrucken und ich mit Verweis auf Google maps dankend ablehne. Wenn ich mein iPhone aus der Hosentasche nehme passiert es ständig, dass Leute ein Statement abgeben: Warum sie sich keins kaufen und warum sie keins brauchen. Es ist ja wirklich nicht so, dass ich rumlaufe und frage “Guck mal, ein iPhone, warum hast du eigentlich noch keins?” Woher kommt dieser Impuls?

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Fabulous Fab Lab für St. Pauli – Geh doch in die Produktion!

Was ein Fab Lab genau ist, wo die Idee herkommt, wo es schon Fab Labs gibt, und was das möglicherweise mit Recht auf Stadt zu tu hat:

DIE STADTFABRIK – Fab Labs, Eigenproduktion und Neue Arbeit
5. August 2010 – 20 Uhr im Buttclub, Hafenstraße 126

Selbstbestimmte Produktion für alle – mitten in der Stadt:

Das mobile Fab Lab in der Bernhard-Nocht-Straße
Mittwoch 4. August bis Freitag 6. August 2010 von 12-18 Uhr

Das Ersatzteil für den alten Plattenspieler, Kunsthandwerk in Kleinserie, das nächste große Ding oder ein Technik-Workshop mit Jugendlichen – Fablabs sind offene Stadteilwerkstätten, in denen es darum geht, voneinander zu lernen und Ideen zu verwirklichen. Mit computergestützten Geräten wie 3-D-Druckern und Lasercuttern will
„>Fabulous St. Pauli
die Produktion zurück in den Stadtteil holen. Hightech für alle! Damit das nicht nur trockene Theorie bleibt, haben wir ein rollendes Fab Lab aus den Niederlanden eingeladen, um konkret zu zeigen, wie so etwas funktioniert. Offene Besichtigungszeiten und Workshops finden jeweils zwischen 12 bis 21 Uhr in der Bernhard-Nocht-Str. 69 (vor dem ehemaligen Erotic Art Museum) auf St. Pauli statt. Kommt alle vorbei!

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Felix Krämer: Playboy tells his story

Die aktuelle Folge unseres Podcastes führt uns zurück ins Wintesemester 2006/2007, in dem Queer AG Mitglied und damals frisch gebackener Historiker Felix Krämer einen Vortrag zu seiner Magisterarbeit bei uns gehalten hat: “Playboy tells his story. Hegemoniale Männlichkeit und Kriesenszenario in den USA der 1970er Jahre” erzählt davon, wie das Krisenszenario der Männlichkeit im Playboy artikuliert wurde.

Zurzeit ist Felix Doktorand im Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“ der Universität Münster und wir freuen uns schon darauf, ihn demnächst mit seiner Arbeit zu “Geschlecht, Religion und soziokulturelle Ordnung in den USA, 1969 – 1989″ wieder bei uns in der Reihe begrüßen zu dürfen.

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Ein Rant über Primarschule und Elterngeld

Bundesstipendien-Programm für die zukünftige Elite statt einer ordentlicher Bafög-Erhöhung alle Studierenden, die Bafög-berechtigt sind. Kein Elterngeld für Transferleistungsbezieher_innen, keine Primarschule in Hamburg. Mir wird ganz anders, wenn ich mir die Entwicklungen der letzten Wochen ansehe. Wenn hier eine die Verhältnisse zuspitzt, dann ist es die liberal/ökologisch/konservative Mittelschicht in ihren verschiedenen Figurationen. Abstiegsängste und Normalitätsvorstellungen führen zu immer ausschließenderen Investitionen ins eigene(!) Kind und in die eigenen Privilegien.

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Queer Flora Soliparty

Am 7. August findet wieder die alljährliche Queer Flora Party statt – eine Party am CSD Wochenende, die jedoch nicht im Rahmen der üblichen Kommerz-Parade steht, sondern als alternative, queere Soliparty für “Papiere für alle”, ein FrauenLesbenbündnis in Berlin, in der Roten Flora stattfindet. Ich war letztes Jahr dort, es war voll und sehr sehr heiß :)

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