Vortragseinladung: 05.05.2010 – Heteronormativität in ‘Star Trek – The next Generation’

Verena Schuh, Jos Schaefer-Rolffs
Heteronormativität in ‘Star Trek – The next Generation’
Mittwoch, 05. Mai 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Spätestens seit dem “Cultural Turn” ist die Populärkultur legitimer Forschungsgegenstand und wenige Phänomene dieser erreichte derartige Beliebtheit und Verbreitung von Star Trek. Wir nehmen uns einen häufig übersehenen Aspekt des Vielgesehenen vor:

Science Fiction hat sich schon seit ihrer Erfindung als Spiegel der Gesellschaft gezeigt. Auch wenn bereits in der klassischen Serie des Star Trek Franchise aus den 1960er Jahren liberale Ansätze deutlich wurden, zieht sich ein heteronormatives Narrativ auch durch die Folgeserien bis zum aktuellen Kinofilm aus dem Jahr 2009. Dies schlägt sich nicht allein erschöpfend an den Geschlechterrollen nieder. Heteronormativtät zeigt sich auch auf der Ebene einer symbolischen Ordnung, wodurch nicht nur klassische Rollenbilder reproduziert werden.

Der Beitrag soll am Beispiel der weiblichen Protagonisten der Serie Star Trek: The Next Generation dieser These nachgehen. Dies soll im theoretischen Rahmen, auch mit Hilfe von Beispielen aus der Serie, aufgezeigt werden.

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gib dir keine blöße

Gib dir keine Blöße, nachher
verlierst du dein Gesicht.
Auf fertigen Gleisen der andern,
sonst bewegst du dich nicht.

Denn das, das ist so leicht
und so bequem.
Denn das, das ist so leicht
viel zu bequem.

Der geistige Wiederkäuer
braucht keine Idee.
Denn alles was erprobt ist,
das passt ins Klischee.

Denn das, das ist so leicht,
das passt ins Klischee. x2

Warum fragst du die heute
was sie von dir erwarten?
Warum sagst du nicht den Leuten
was du tun wirst?
Denn dann wirst du einsam,
doch vielleicht ist es besser so.
Auf diesem deinen Weg –
fällt dir vielleicht mal was ein.

– und du tust, was du wirklich tun willst.

Spring auf, der Zug der Identität
nimmt Kurs auf neue Stärke,
denn in der grauen Realität,
da fehlr es dir an Härte.

[…]

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Infoveranstaltung zum 7./8. Mai in Wiesbaden: Gegen die Verklärung der deutschen Geschichte – wer nicht feiert hat verloren!

Wie bereits berichtet unterstützen wir die antifaschistischen Aufrufe gegen den Naziaufmarsch am 8. Mai in Wiesbaden und zur Vorabenddemo, anlässlich des Jahrestages der Kapitulation Deutschlands, am 7. Mai in Wiesbaden.
Am 28.04. werden Wiesbadener Antifaschist_innen uns einen Einblick in den Stand der Mobilisierung und ihr inhaltliches Konzept geben. Los geht es um 20 Uhr im Institut für vergleichende Irrelevanz (c.p.t.) im Kettenhofweg 130.

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Nicht mehr ganz neu: Rezension zu MC.Sex

[…]

Eine Sexualisierungswelle rollt über Europa…
… zumindest nach Meinung zahlreicher Veröffentlichungen, die sich mit Sexualität und Pornografie beschäftigen und eine zunehmende “Verrohung” und “sexuelle Verwahrlosung ” von Jugendlichen konstatieren.
“Can you control your hoe?” rappt Snoop Dob und folgt damit den hip-hopenden Kollegen , die sexistisches Liedgut als postmoderne Poesie zu verkaufen suchen. Nach Myrthe Hilkens, einer niederländischen Musikjournalistin ein Phänomen der Pornifizierung: 13-Jährige, die ihre Freundinnen um ein Rendevous zum Analsex bitten, Stringtangas in Kindergrößen bei H&M und Brazil als schicke Untenrum-Frisur und Plastik-Brüste für Obenrum.
In Mc.Sex hält uns Hilkens das sexistische Frauenbild der Hip- Hop Szene vor die Nase. Mädchen berichten von zweifelhaften Vorbildern (Britney Spears, Beyonce) und eindeutigen Angeboten im Internet. Hilkens hat Justine Levy’s Buch “female chauvinist pics” gelesen, die Anti-Porno Debatte in den 80ern um McKinnon, Dworkin verinnerlicht und zitiert aus zahlreichen Studien. Dabei versteht sich Hilkens nicht als Anti-Porno Feministin. Im Gegenteil – Hilkens ist stolzes Kind der „sexuellen Revolution“.

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Rezension: “Medizin zum Aufmalen III – Neue Homöopathie für Tiere”

Von Petra Neumayer und Roswitha Stark, publiziert bei Mankau Verlag, 2010. 166 Seiten, 12,95 Euro.

„Die Beispiele in diesem Buch sollen ihnen aufzeigen: Alles ist möglich!“ (Neumayer/Stark S. 32)

Wo Romantizismen akkumuliert werden kann eine kritische Zeitgenossin getrost den blankesten, gefährlichsten Unfug vermuten. Die „Neue Homöopathie für Tiere“ ist das vorerst reinste Exemplar verdichteter Kitschgewalt, das mir je begegnete. Hund, Katzenjunges, Pferd und Papageien äugeln treu vom Titelbild. Eine Vignette verspricht: Geliebte Tiere ganzheitlich heilen – ungeliebte Tierchen sanft umsiedeln.

Ganzheitlich, das Wort war immer schon die schärfste Lüge. Aus der Ambivalenz der modernen Medizin speist sich der verständliche Wunsch nach einem anderen – die kränkenden Aspekte aber sind es, die sogenannte „alternative Therapien“ auf den Plan rufen. Der Tod, die Fehler, die Entmündigung – all das versprechen sie aufzuheben. Spontanheilung reiht sich an Spontanheilung. Die Methoden sind Derivate von Größenphantasien, die alles versprechen wo man bisher nichts konnte. „Neue Homöopathie für Tiere“ will letztlich die gesamte Homöopathie von einem belastendem Vorwurf befreien, sie sei „nur“ ein Placebo. Tiere, so Neumayer/Stark, würden nicht an ein Heilsystem glauben können und würden dennoch geheilt werden – der Beweis, dass da etwas physikalisch-energetisches stattfinde, von dem die desinformierte Naturwissenschaft schlichtweg noch nichts gehört habe, das aber deren Produkt sei, denn man beruft sich stets auf einen Professor der Physiologie oder der Elektrotechnik, um die krude Phantasie zu verkaufen.

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