Online-Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
Mittwoch, 9. Juni 2021, 19.30 Uhr
Eine Veranstaltung des AStA der Universität Vechta
Migrant*innen sind nicht nur dem Rassismus der
Mehrheitsgesellschaft ausgesetzt. Nicht wenige leiden auch unter
patriarchalen und emanzipationsfeindlichen Ideologien innerhalb ihrer
Communities. Dies gilt insbesondere für „den Islamismus“. Denn
trotz ihres äußerlichen Gegensatzes verbindet Islamist*innen im
Kern eine enge Seelenverwandtschaft mit Anhänger*innen
rechtspopulistischer und faschistischer Parteien. Sie alle teilen die
Sehnsucht nach homogener, patriarchal-autoritärer Gemeinschaft und
verschiedene Formen von Antisemitismus. Kann man islamistische
Unterdrückung und Gewalt kritisieren, ohne Vorurteile und
Ressentiments weiter zu befördern? Welche Fallstricke hat die
Islamdebatte? Wie hilfreich sind Begriffe wie „Islamophobie“ oder
„Islamkritik“? Was macht sie problematisch?
Menschen sind vor Diskriminierung zu schützen, aber Religionen
nicht vor Kritik. Religionskritik ist kein „westlicher
Rassismus“. Sie ist – zusammen mit reflektierter
Kapitalismuskritik – Voraussetzung einer emanzipatorischen
Perspektive.
Lothar Galow-Bergemann schreibt u.a. in Konkret, Jungle World und bei Emanzipation und Frieden
