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Vortragseinladung: Possen des Performativen am 16.12.2009

Gini Müller
Possen des Performativen :
Theater, Aktivismus und queere Politiken
16. Dezember 2009, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Zum letzten mal in diesem Jahr laden wir zu einem Vortrag am Puls der subversiven Praxis. Die als Performance Künstlerin und Dramaturgin tätige Wiener Theaterwissenschaftlerin Gini Müller präsentiert uns Einsichten in die Welt der Possen:

Im Begriff der Posse begegnen einander Theater, Performance und Politik, nicht zuletzt als Spielräume emanzipatorischer Kämpfe gegen Körper- und Grenzregime.

Possen des Performativen verweisen dabei sowohl auf minoritäres (Theater-) Vermögen zur Artikulation von Widerstand genauso wie auf subversive performative Strategien zur „Verqueerung“ des normierenden Geschlechtertheaters. Dabei geht es auch darum gegen gewisse inszenatorische Mechanismen und Szenarien des „Regierungstheaters“(z.B. G8-Gipeltreffen) – bzw. eines so genannten „theatrum gouvernemental“ (in bezug zu Foucault, Techniken des Regierens) –, ein „theatrum posse“ zu setzen, das gegen dieses ankämpft bzw. dieses subvertiert, aber auch in den eigenen Reihen interveniert.

Ist Filesharing politisch?

Interessante Debatte gerade auf Zeit.de: In mehreren Gastbeiträgen von Sandro Gaycken, dem Chaos Computer Club und Christian Sommer von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen geht es um die Bewertung des Tauschens von urheberrechtlich geschützten immateriellen Gütern.

Der Wahrnehmung eines tiefgreifenden kulturellen, technologischen und ökonomischen Wandels, in dessen Folge Inhalte auf eine effizientere und demokratischere Art verteilt werden können auf der Seite des CCCs steht die Einschätzung von Sommer gegenüber, wonach der “egoistische Akt des illegalen Downloadens (…) durch einen pseudo-politischen Überbau gesellschaftlich gerechtfertigt” und letztlich durch technische Maßnahmen wie feste IP-Adressen im Sinne von Autokennzeichen auf der Datenautobahn eingedämmt werden wird. Der Technikphilosoph Gaycken warnt schließlich vor machtvollen Subjektivierungsprozessen der Überwachung von Internettätigkeiten und fordert, obschon er illegalem Filesharing keinen politischen Wert zuschreibt, eine grundsätzliche Abwägung der Verhältnismäßigkeiten:

[…]

hs15 femme mit schuss

Bei Glühwein und Plätzchen gibt’s keine Definitionen. Alles klar: Das Thema ist Femme. Hier geht es um Bezeichnungen und Nagellack, um Politiken, Communities und die Frage aller Fragen: scheißen richtige Femmes eigentlich Glitzer? Wir überhöhen und naturalisieren, begehren und werden unsichtbar. Und um am Ende nicht immer bei den Träumen in den erwachenden Morgen zu landen, schließen wir dieses Mal mit zwei aktuelleren Lektürevorschlägen.

Sabine Fuchs (Hg.): Femme! radikal – queer – feminin, Berlin 2009
Del LaGrace Volcano, Ulrika Dahl: Femmes of Power, London 2008

Download (mp3, 82 MB)

Musik: BinärpilotDestroy the popollution

Link: Das Butch-Femme-Forum

superhelden

aus dem kanal von blinky 500 auf youtube. wo eine unmenge von seltsamen superhelden videos zu sehen sind. auch gut:

oder auch dieser new yorker superheld mit umkleideproblemen:

nrrrdz000004: kritiken der kritiken an den kritiken

nrrrdz logo

Die Adventssendung von nrrrdz. Stilecht genießen wir die Winter-Edition von Club-Mate und versuchen uns an einer Kritik der Kritiken an den Kritiken. Es geht um den Umgang mit Sexismuskritik und die Frage, warum das alles so schwierig ist. Aktueller Anlass ist der Text Loser der lesbischen Liebe, der im Mädchenblog behandelt wurde. Die Gesichtspalme des Monats gewinnt der Pro7 Videocast SvenGames TV. Außerdem quatschen über den Twitterclient Kiwi, Kathrins Suche nach dem Palmrest-Sensor, Writeflow und Sugru. Ausführliches zu den beiden letztgenannten dann hoffentlich im Januar.

[…]

Rede zum Iran

Folgend die Rede zu den Protesten im Iran, die auf der Studierendendemo am Montag, 7.12. in Frankfurt/Main gehalten wurde.
Liebe Mitstudierende, Genossinnen und Genossen!
So hart uns die Repression der Staatsmacht bei unseren Protesten trifft, dürfen wir nicht vergessen, dass es unseren Freund_innen in Ländern, die nicht einmal ernsthaft versuchen den Schein einer modernen Demokratie aufrecht zu […]

Workshop Queer meets Disability

Die AG Queer Studies und das Zentrum für Disability Studies an der Uni Hamburg veranstalten am 4. Januar 2010 einen Workshop mit Robert McRuer (Washington) und Heike Raab (Innsbruck), der die aktuellen Entwicklungsstände und die gegenwärtig geführten Debatten der Queer Disability Studies einerseits aus us-amerikanischer Perspektive und andererseits für den deutschsprachigen Raum aufzeigen. Ein Anliegen ist es, die jeweils unterschiedlichen Diskussionsstände darzulegen und neue Anregungen und Impulse für die deutschsprachigen (Queer) Disability Studies zu erhalten. Weitere Informationen im Blog der AG Queer Studies.

Queer meets Disability Workshop am 4. Januar 2010

Workshop mit Robert McRuer (Washington) und Heike Raab (Innsbruck). Moderiert von Swantje Köbsell (Bremen), organisiert vom Zentrum für Disability Studies und der AG Queer Studies

Workshop: “Queer meets Disability”
Montag, 04. Januar 2010, 10-17 Uhr Raum A 215, Ex-HWP, Von-Melle-Park 9

Wir bitten um Voranmeldung via Email bis zum 23.Dezember 2009 unter der Adresse: bruhn [at] erzwiss.uni-hamburg.de

Kostenbeiträge: Studierende, Erwerbslose/Hartz4Bezieher*Innen, Alleinerziehende, u.ä.: 5,- Euro; Erwerbstätige: 10,- Euro

Im Workshop werden Robert McRuer und Heike Raab die aktuellen Entwicklungsstände und die gegenwärtig geführten Debatten der Queer Disability Studies einerseits aus us-amerikanischer Perspektive und andererseits für den deutschsprachigen Raum aufzeigen. Ein Anliegen ist es, die jeweils unterschiedlichen Diskussionsstände darzulegen und neue Anregungen und Impulse für die deutschsprachigen (Queer) Disability Studies zu erhalten. Im Anschluss wird eine moderierte Diskussion mit Beiträgen und Fragen aus dem Publikum stattfinden. Moderiert wird die Diskussion von Swantje Köbsell. Sie ist Behindertenpädagogin der Universität Bremen. Zudem engagiert sie sich seit vielen Jahren in der feministisch-emanzipatorischen Behindertenbewegung und der AG Disability Studies in Deutschland.

Robert McRuer ist Professor am Department of English der George Washington University. Er arbeitet seit mehreren Jahren an der Verbindung von Queer-Theory und Disability Studies und veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu diesem Thema.

Heike Raab ist als promovierte Universitätsassistentin der Universität Innsbruck tätig. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Queer (feministischen) Disability Studies. Sie engagiert sich in queer-feministischen Bewegungen, sowie in der behinderten Frauen-/Lesbenbewegung.

Die englischen Beiträge während der Veranstaltung werden zudem ins Deutsche übersetzt! Diese Veranstaltung wird durchgehend von Schriftmittler*Innen begleitet. Bei Bedarf kommen auch DGS-Dolmetscher*Innen zum Einsatz. Wir bitten daher um eine kurze Rückmeldung unter o.g. eMailadresse bruhn [at] erzwiss.uni-hamburg.de. Ebenso bitten wir darum, weitere Assistenzbedarfe bei der Voranmeldung bekannt zu geben.

Programm

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Queer Theater Soli Party

Regenr_Innen* – Drag. Ein Kleidungsstück – so hieß das das Theaterdebüt von V.D. Emde, das sich auf künstlerisch-kritische Weise mit einer queeren Subkultur auseinandersetzte, die sich zwischen leidenschaftlicher Gesellschaftskritik und avantgardistischem Pseudo-Tiefgang vor allem in der Berliner Szene bewegt.

Wer gleichermaßen vom Stück begeistert war, tobe sich auf der SOLIPARTY am 11.12.09 im Koma F / Köpi aus, um das Projekt nachträglich zu unterstützen oder auf neue Bühnen zu befördern.

DJ_Anes: Le Bronze, Wify, radio gaga & LCavaliero

Die Geschichte vom Palmrest-Sensor

Heute schreib ich mal was ohne Feminismus, Gesellschaftskritik und so. Aber es geht um digital life. Um daran teilnehmen zu können, brauchen wir ja Gerätschaften. Mein Macbook ist innen weiß, außen mittlerweile Schwarz und schon ein paar Jahre alt und leistet mir noch gute Dienste. Nur war seit einiger Zeit der Lüfter ohne triftigen Grund auf Dauerbetrieb. Das stört nicht nur, das ist dem Fangirl auch peinlich. Zunächst hatte ich natürlich Flash und “seltsame Prozesse im Hintergrund” im Verdacht, aber da war nichts. Es musste an der Hardware liegen.

Mit einem ehemaligen von Apple zertifizierten Servicetechniker (so jemanden im Freundeskreis zu haben ist einfach Gold wert) habe ich einen Hardwaretest durchgeführt, demzufolge der linke Palmrest-Sensor kaputt war. Der misst die Temperatur dort, wo die Handfläche ruht, also beim Akku. Normalerweise weiß dann der Lüfter, wann es dem Gerät zu heiß wird, weil zum Beispiel gerade der Akku explodiert. Ist der Sensor kaputt, wird pro forma gelüftet.

Nun gut, ein neuer Sensor muss her. Aber wo sitzt der denn?
Der Techniker des Vertrauens war überzeugt, dass er auf dem Topcase sitzt. Das ist der Teil des Macbooks mit der Tastatur, dem Trackpad usw. Das Topcase wurde getauscht, doch das Lüften nahm kein Ende.
“Oha”, sagte der Techniker des Vertrauens, “dann ist das wohl auf dem Logicboard.” Viele Schrauben raus, altes Logicboard raus, neues rein, Schrauben wieder rein. Und der Lüfter? Bläst weiter.

Die Geschichte endet wie im Märchen, denn aller guter Dinge sind drei, und den entscheidenden Geistesblitz hatte schließlich ich: “Wenn der Palmrest-Sensor die Temperatur beim Akku misst, vielleicht sitzt er dann ja am Akku?” – Voilà: Akku raus, Macbook nur am Stromnetz betrieben und der Lüfter gibt Ruhe. Mit neuem Akku ist jetzt alles wieder in Ordnung. Himmlische Ruhe!