Antisemitismus

Bericht zu Antisemitismus in Hamburg in spiegel-online

Regisseur Lanzmann „schockiert“ über Krawalle bei Israel-Film

Von Sebastian Hammelehle

Gewalttätige Demonstranten verhinderten in Hamburg die Vorführung eines Films über Israel – und sollen die Kinobesucher als „Judenschweine“ beschimpft haben. Jetzt hat sich der Regisseur Claude Lanzmann erstmals dazu geäußert: Ein derartiger Skandal sei weltweit einmalig.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,661980,00.html

Bericht zu Antisemitismus in Hamburg in spiegel-online Weiterlesen »

Freitag, 20. November 2009, 19:30 Uhr // Buchvorstellung mit Benjamin Ortmeyer: »Mythos und Pathos statt Logos und Ethos«

Zu den Publikationen führender Erziehungswissenschaftler in der NS-Zeit: Eduard Spranger, Herman Nohl, Erich Weniger und Peter Petersen

[…]

Aus dem Klappentext:

Die umfassende Studie bietet eine Fülle bislang nicht veröffentlichter Dokumente über das Wirken der modernen »Gründungsväter« der deutschsprachigen Erziehungswissenschaften: Eduard Spranger, Herrmann Nohl, Erich Weniger und Peter Petersen.

Systematisch appellierten sie in ihren Werken auch schon vor der NS-Zeit an das Irrationale, befürworteten einen völkisch geprägten Nationalismus, eine militaristische Haltung; sie zeigten eine beinahe ungebrochene Zustimmung zu einem eugenisch begründeten Rassismus und äußerten sich zum Teil antisemitisch.

Weitere Infos, eine Leseprobe und das Inhaltsverzeichnis finden sich beim BELTZ-Verlag.

[…]

Freitag, 20. November 2009, 19:30 Uhr // Buchvorstellung mit Benjamin Ortmeyer: »Mythos und Pathos statt Logos und Ethos« Weiterlesen »

Aufgeklärte Deutsche – antisemitische Migranten?

Vom Thema Antisemitismus unter Migrant_innen, mit dem sich auch ein älterer Text von Café Morgenland beschäftigt, handelt ein Artikel (.pdf) von Wolfram Stender. Dass Judenfeindschaft auch in der so genannten Einwanderungsgesellschaft existiert, lässt sich nicht leugnen, das Problem der diesbezüglichen Diskussionen der letzten Jahre sind ihre oft pauschalen Unterstellungen. In Veröffentlichungen wie denen von […]

Aufgeklärte Deutsche – antisemitische Migranten? Weiterlesen »

Freitag, 30. Oktober 2009, 20.00 Uhr // »Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September«


Vortrag und Diskussion mit dem Autor und Journalisten Tobias Jaecker (Berlin)

Aus aktuellem Anlass haben wir Tobias Jaecker, Journalist und Autor des Buches »Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September – Neue Varianten eines alten Deutungsmusters« zu uns ins »Klapperfeld« eingeladen.

Infos zum Buch »Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September« von Tobis Jaecker

Kurzbeschreibung:
Seit dem 11. September 2001 haben antisemitische Verschwörungstheorien Konjunktur: Der israelische Geheimdienst Mossad stecke hinter den Terroranschlägen. Die ›jüdischen Berater‹ von US-Präsident George W. Bush hätten Amerika in den Irak-Krieg getrieben. Israel wolle die Palästinenser ›endgültig vernichten‹. Der Autor zeigt anhand einer Analyse des deutschen Mediendiskurses, dass es sich dabei um ressentimentgeladene, stereotype Weltdeutungen handelt, die bis in die Mitte der Gesellschaft hinein verbreitet sind. ›Die Juden‹ stellen in diesen Verschwörungstheorien das Gegenbild zur ›Wir-Gruppe‹ dar und dienen so als Projektionsfläche für sämtliche negativen Entwicklungen und Ereignisse.

[…]

Freitag, 30. Oktober 2009, 20.00 Uhr // »Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September« Weiterlesen »

Solidarität mit den von Abschiebung bedrohten Roma!

10 jahre ist es her, dass u.a. bundeswehrsoldaten den kosovo serben-, roma- und judenfrei gebombt haben (bzw. mit ihren bombardements den weg freigemacht hatten für die uck-banden). der kosovo ist heute irgendetwas zwischen „republik“ und eu-protektorat und immer noch etnisch gesäubert, also ein gefährlicher ort für alle, die sich nicht als kosovo-albaner definieren wollen, bzw. […]

Solidarität mit den von Abschiebung bedrohten Roma! Weiterlesen »

Buch & Kritik 09 – Veranstaltungsreihe zur Buchmesse in Frankfurt a. M.

1.) Mi., 14.10., 20 Uhr: „Dialektik und Kritik“ mit Lutz Eichler, Jens Meisenheimer und Stefan Müller (alle Frankfurt) im Café KoZ der Universität Frankfurt, Jügelstraße 1.

Marx sah den Fortschritt und Springpunkt seiner Kritik der politischen Ökonomie darin, die Frage nach dem Grund der dialektischen Existenz der Ware und der in ihr vergegenständlichten Arbeit nicht nur beantwortet, sondern überhaupt erst gestellt zu haben; in der Dialektik der Aufklärung machten Horkheimer und Adorno das Gelingen der Aufklärung davon abhängig, ob es dieser gelinge, sich durch Reflexion auf ihr rückläufiges Moment über sich selbst aufzuklären; gesellschaftskritische Potenz wurde Freuds Psychoanalyse unter der Voraussetzung zugebilligt, dass sie sich ihrer impliziten Dialektik bewusst werde und ihren Psychologismus kuriere.
Das Unternehmen der Kritik scheint mit dem der Dialektik auf eine bestimmte Weise liiert zu sein, auch wenn im Namen beider oft „ganz dialektisch“ das gerade Gegenteil betrieben wurde. Ob und wenn ja, was das D- und das K-Wort miteinander zu tun haben, diese Fragen werden zu beantworten versucht.

2.) Do., 15.10., 20 Uhr: „Deutschland, die Mullahs und das Atom“ mit Matthias Küntzel (Hamburg) im Gemeinderatssaal der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Westendstraße 43.

Die Zeitbombe tickt. Wird die internationale Staatengemeinschaft den iranischen Griff zur Bombe noch verhindern können? Berlin ist in dieser Auseinandersetzung besonders exponiert: Deutschland wurde gemeinsam mit den fünf Vetomächten des Sicherheitsrats mit den Iran-Verhandlungen betraut und ist besonders verpflichtet, einem Regime, das den Holocaust leugnet und Israel auslöschen will, entgegenzutreten. Gleichzeitig ist die Bundesrepublik bis heute der mit Abstand wichtigste Handelspartner und der bevorzugte Ansprechpartner der Mullahs im Westen.
Die besondere Beziehung zwischen Teheran und Berlin ist historisch bedingt, wie Küntzel anhand einer Fülle bislang unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Washington und Berlin in seinem Buch „Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“ beweist. In einer spannenden Darstellung beleuchtet er die Rolle deutscher Unternehmen beim Aufbau der persischen Industrie, beschreibt die „Achse der Arier“ während des Dritten Reichs, erinnert an die Freundschaft zwischen Westdeutschland und dem Schah und analysiert das deutsch-iranischen Verhältnis von den Anfängen des Mullah-Diktatur bis zur Gegenwart.

3.) Sa., 17.10., 20 Uhr: „Der Wahn vom Weltsouverän – Zur Kritik des Völkerrechts“ mit Gerhard Scheit (Wien) im Café Kurzschlusz der Fachhochschule Frankfurt, Kleiststraße 5.
Im Anschluss Party zu 100 Jahre Tel Aviv mit DJ Guy Pary (Tel Aviv).

Der Weltsouverän ist „das Gegenteil jener versöhnten Vielfalt, die allein ein menschenwürdiger Zustand wäre“ (Adorno), der „freien Assoziation der Individuen“ (Marx) zur staaten- und klassenlosen Weltgesellschaft. Er ist die Symbiose von Internationalem Strafgerichtshof und Sharia, UNO und Theokratie. Seine Intention ist es, den westlichen Begriff der Souveränität ebenso zu unterminieren wie die Kritik der politischen Ökonomie zu ersetzen, also Hobbes Leviathan und Marx’ Kapital mit kommunikativer Vernunft und Koran zu widerlegen. Die Gesellschaft, die auseinander bricht in diffuse barbarische Vielheit, kann sich aber Weltinnenpolitik, Global Governance oder Umma nur dann als politische Lösung vormachen, wenn sie einen gemeinsamen Feind halluziniert, der bereits heimlich die Welt beherrsche. Der Weltsouverän entpuppt sich zuletzt als der „positive“ Ausdruck des schlimmsten antikapitalistischen Wahns: Der Weltverschwörung des Judentums. Und Israel ist auserkoren, sie zu verkörpern. Deshalb gezwungen, seine Souveränität ständig unter Beweis zu stellen, legt die Politik dieses Staats in Wahrheit stets aufs Neue dar, dass es keinen Weltsouverän gibt, aber jeder Versuch, ihn doch zu realisieren, gegen die Juden gerichtet ist: Er nimmt ihrem Staat die Souveränität, die sie im Ernstfall allein schützt.

Veranstalter:
Autonome Liste Café Kurzschlusz, Initiative Honestly-Concerned, Initiative Studierender im I.G. Farben-Haus, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen, Prozionistische Linke Frankfurt und Zionistische Organisation Deutschland

Unterstützer: AStA der Universität Frankfurt und AStA der Fachhochschule Frankfurt

Weitere Infos unter: www.prozion.de

Buch & Kritik 09 – Veranstaltungsreihe zur Buchmesse in Frankfurt a. M. Weiterlesen »

Das Schicksal der Sinti und Roma

„Frankfurt-Auschwitz“

Hessischer Rundfunk, 10.08.2009

Der künstlerische Teil der Ausstellung zeigt Werke von Bernd Rausch.

Das Frankfurter Gestapo-Gefängnis „Klapperfeld“ als Ausstellungsort: Der Förderverein Roma e.V. zeigt hier ab Dienstag die Ausstellung „Frankfurt-Auschwitz“.

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus. Anlässlich des 65. Jahrestages der Liquidation zeigt die Initiative ab Dienstag eine dokumentarisch-künstlerische Ausstellung in den Räumen der ehemaligen Haftanstalt Klapperfeld. „Durch die unterschiedlichen Darstellungsweisen bietet die Ausstellung den Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti im Nationalsozialismus auf vielseitige Weise auseinanderzusetzen“, heißt es in der Pressemitteilung des Fördervereins.
[…]

Das Schicksal der Sinti und Roma Weiterlesen »

Ausstellung: Geschichte von ehemaliger Haftanstalt


Frankfurter Neue Presse, 09.08.2009 (Online-Ausgabe)

Frankfurt. Die Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses im Justizviertel am Frankfurter Klapperfeld steht im Mittelpunkt einer Ausstellung der Kulturinitiative «Faitesvotrejeu». Der erste Teil der Ausstellung wurde am Sonntag eröffnet. Zahlreiche Exponate zeigen die Rolle des Gefängnisses in der Zeit des Nationalsozialismus. Über Videoaufzeichnungen treten die Besucher in Kontakt mit Überlebenden des NS-Regimes. So erzählt ein heute 102 Jahre altes ehemaliges KPD-Mitglied über diese Zeit. Nach dem Willen der Veranstalter soll sich die Dauerausstellung «permanent weiterentwickeln». Der Eintritt ist frei.

Ausstellung: Geschichte von ehemaliger Haftanstalt Weiterlesen »

Verqueerte Verhältnisse heute bei Lorettas Leselampe

Ganz kurzfristig möchten wir an dieser Stelle noch auf “Lorettas Leselampe” hinweisen, die heute ab 17 bis 20 Uhr auf Radio FSK zu hören ist. Thema der Sendung ist u.a. unser Sammelband “Verqueerte Verhältnisse”, und zu diesem Anlass besuchen wir Lorettas Leselampe live im Studio. Weitere Themen sind das Buch “Ambivalenzen der Sichtbarkeit” von Johanna Schaffer, die im vergangenen Wintersemester in unserer Ringvorlesung zu Gast war, “Die unheimliche Maschine. Rasse und Repräsentation im Weimarer Kino” von Tobias Nagl, sowie der Sammelband “Krieg und Geschlecht. Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern”, Herausgegeben von Insa Eschebach und Regina Mühlhäuser. Ihr empfangt FSK in Hamburg über 93 MHz Antenne und 101.4 MHz Kabel oder weltweit per Livestream.

Widerholungstermine: Donnerstag, 20. August von 9 bis 12 Uhr und Samstag, 22. August von 20 bis 23 Uhr.

Verqueerte Verhältnisse heute bei Lorettas Leselampe Weiterlesen »

Eröffnungsveranstaltung und Ausstellung: Frankfurt-Auschwitz

Einladung zur Eröffnungsveranstaltung und zur Ausstellung Frankfurt-Auschwitz. Die Eröffnungsveranstaltung beginnt am 11.8.09, 19.30 Uhr.

Die Ausstellung findet vom 11.8. bis 11.9.2009 statt. Die Öffnungszeiten sind: Di.-Fr. 11.00-14.00 Uhr u. 17.00-20.00 Uhr sowie Sa. 11.00-14.00 Uhr

Der Förderverein Roma e. V. wird anlässlich des 65. Jahrestages der Liquidation des „Zigeunerlagers“ Auschwitz-Birkenau eine dokumentarisch künstlerische Ausstellung in den Räumen der ehemaligen Haftanstalt Klapperfeld in der Klapperfeldstraße 5, Ffm., zeigen. Durch die unterschiedlichen Darstellungsweisen bietet die Ausstellung den Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti im Nationalsozialismus auf vielseitige Weise auseinanderzusetzen.

Der dokumentarische Ausstellungsbereich thematisiert die Täter, die Vernichtung der Roma und Sinti in Auschwitz, die Erinnerung der Opfer und Überlebenden. Fotos, Beschreibungen, Vorträge und Filme, u. a. ein 1962 von Valentin Senger geführtes Interview mit der NS-Rasseforscherin Eva Justin und ein Beitrag über die Vita der Romni Maria Weiss, erläutern die Position der Stadt Frankfurt am Main im Netz der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.

16 Bilder des Saarbrücker Künstlers Bernd Rausch haben die Auslöschung, sowohl des Einzelnen als auch der Gemeinschaft der Roma und Sinti, durch die Nationalsozialisten zum Inhalt.

Die Arbeit des Förderverein Roma, des Trägers der Ausstellung, wird auf drei Tafeln vorgestellt.

Begleitet wird die Ausstellung von

  • einer Veranstaltung zu der historischen Dimension des Themas und der besonderen Rolle der Stadt Frankfurt am Main bei der Verfolgung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus mit Dr. Peter Sandner, Historiker und Autor des Buches Frankfurt-Auschwitz (3.9.09, 19.30 Uhr),
  • Gesprächen mit Roma, deren Familienangehörige in der NS-Zeit ermordet wurden (Lothar Winter, Amari Bacht, 27.8.09, 19.30 Uhr, Ursula Rose, Romni aus Ffm. und Leika Peter Böttcher, Roma-Union, 11.9.09, 19.30 Uhr) sowie
  • einem Abschlusskonzert mit Mitgliedern des Philharmonischen Verein der Roma und Sinti, Ffm., am 11.9.09, 19.30 Uhr.

Darüber hinaus werden Führungen und Gespräche für Gruppen und Schulklassen angeboten (Anmeldung unter 069/44123 AB, Förderverein Roma).

Wir bedanken uns bei allen UnterstützerInnen
Joachim Brenner, Förderverein Roma e. V., Stoltzestraße 17, 60311 Ffm.

Eröffnungsveranstaltung und Ausstellung: Frankfurt-Auschwitz Weiterlesen »